Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

Roman

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Rebecca F. Kuang interpretiert in ihrem Debüt die asiatische Geschichte neu und erschafft eine Welt voller Kampfkunst, Götter und uralter Magie.

Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
Originaltitel: The Poppy War (1)
Originalverlag: Harper Voyager, New York 2018
Paperback , Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-7341-6222-0
Erschienen am  20. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Legende der Schamanin

Leserstimmen

Spannende Jugendfantasy mit Antiheldin und überraschendem Tiefgang

Von: Naraya

15.02.2020

Das Waisenmädchen Fang Runin, genannt Rin, wird von ihren Adoptiveltern wie eine Sklavin gehalten und muss täglich hart in deren Opiumgeschäft arbeiten. Als sie zu allem Überfluss an einen wesentlich älteren Mann verheiratet werden soll, gibt es nur einen Ausweg: Rin muss die Aufnahmeprüfung für die Eliteakademie Sinegard bestehen, was ihr tatsächlich auch gelingt. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass auch hier das Leben für sie nicht einfacher wird. Von ihren zumeist adeligen Klassenkameraden als Bauernmädchen verspottet und ohne nennenswerte kämpferische Fähigkeiten, verliert sie schnell den Anschluss. Als dann ein Krieg gegen das Nachbarreich ausbricht, muss Rin viel zu früh in den Kampf ziehen und über sich hinauswachsen, wenn sie überleben will. R. F. Kuang liefert hier den ersten Band einer geplanten Trilogie in asiatischem Fantasysetting. Die Handlung spielt in einem Land, dass das historische China sein könnte, mit einem großen Fokus auf asiatischer Kriegsführung nach Sunzi (der auch immer wieder zitiert wird) und Religion. Ein magisches Element kommt nur durch den beinahe ausgestorbenen Schamanismus ins Spiel, in welchem gewöhnliche Menschen einen Bund mit den Göttern eingehen. Was ihnen unvorstellbare Macht verleiht, verlangt auch ein großes Opfer und endet in den meisten Fällen im Wahnsinn. Leider bleibt diese schwindende Kampfkunst weitgehend undurchsichtig - hier hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. Die Geschichte selbst kommt nur schwer in Gang, besonders das erste Drittel zieht sich unnötig in die Länge. Spannung und vor allem Tiefgang erhält alles erst, als die Protagonistin in den Krieg ziehen muss. Vor allem wenn man sich vorstellt, dass es sich hier um einen Teenager handelt, wird noch einmal deutlich, wie schwer alles für Rin sein muss. Als Außenseiterin kommt für sie nur der Dienst bei den Cike in Frage, einer Art Meucheltruppe des Reiches. Dort dient sie unter einem ebenso faszinierenden wie furchteinflößenden Kommandanten, zu dem sie schnell eine Hassliebe entwickelt. Teilweise nahm diese Obsession, die Rin für ihn empfindet, doch etwas zu viel Raum ein. Im letzten Drittel wendet sich das Blatt und was bisher als unterhaltsame Jugendfantasy daherkam, wandelt sich zu einer gnadenlosen Gesellschaftskritik. Die Verbrechen, die das Nachbarreich an der Bevölkerung verübt, sollen bewusst an diejenigen des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges erinnern und sind stellenweise nur schwer zu ertragen. Alle nur denkbaren Foltermethoden oder Grausamkeiten wie die so genannten "Entspannungshäuser", in denen gefangen genommene Frauen wie Vieh gehalten wurden, werden hier schonungslos geschildert. Und auch Rin selbst ist ein ungefälliger Charakter, voller Schwächen und falscher Entscheidungen, aber mal ehrlich: Sind wir es nicht manchmal auch leid, immer nur von makellosen Helden zu lesen? Dennoch ist das Ende schockierend, macht aber gleichzeitig auch neugierig darauf, wie es mit unserer Antiheldin in Band zwei weitergehen wird. Fazit: Gut geschriebene Jugendfantasy, die erst in der zweiten Hälfte offenbart, aus welchem Holz sie geschnitzt ist

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Grandioser Auftakt

Von: kerstin.loves.books

09.02.2020

Meinung Rin ist ein 16-jähriges Mädchen, welches eine Kriegswaise ist. Sie wohnt bei ihren Adoptiveltern, die sie eher als Last sehen. Sie darf dort Arbeiten. Doch eines Tages wollen ihre Adoptiveltern sie mit einem Mann verheiratet, was Rin so gar nicht in den Kram passt. Sie beschließt daraufhin mit ihnen einen Deal abzuschließen. Wenn sie die Aufnahmeprüfung für Sinegard schaffen sollte, darf sie frei sein und zur Akademie gehen. Wenn nicht, muss sie sich ihrem Schicksal ergeben. Sie schafft die Prüfung mit Bravour und geht nach Sinegard. Dort angekommen findet sie kaum Anschluss und muss sich ihren Platz dort hart erkämpfen. Auch als sie das Studium der Kultlehre antritt, ist sie die Einzige Studentin des Lehrgangs. Als das Schicksal wieder einmal zuschlägt, bricht der Krieg aus und Rin muss wieder über sich selbst hinauswachsen und sich ihrer neuen Herausforderung stellen. Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, sodass ich mir den Klappentext durchlesen musste. Auf den ersten Blick erinnerte mich alles etwas nach Mulan. Aber es ist gar nicht Mulan. Es ist was ganz Besonderes. Der Schreibstil ist wirklich sehr schön und bildhaft. An einigen Stellen hätte mir weniger detailreich gefallen wie bspw. die Beschreibung von Leichen. Aber das gehört zum Setting in der jeweiligen Situation wohl dazu. Durch den Schreibstil bekommt man das Gefühl mitten drin zu sein und Teil des Buches zu sein. Vor allem Rin habe ich mich sehr verbunden gefühlt. Sie kämpft gegen alles und jeden, nur um sich selbst zu beweisen und ihren Platz im großen Ganzen zu finden. Sie lässt sich von nichts und Niemanden abhalten. Diesen Willen hat die Autorin wirklich sehr gut rübergebracht. Rin ist eine willensstarke und irgendwie machthunrige Frau, die für das, was sie will, einsteht. Sie schwankt immer wieder gefühlt zwischen Gut und Böse. Sie hat viele Macken und macht auch Fehler, aber genau das macht sie aus und lässt sie über sich hinauswachsen. Ihre Entwicklung in dem Buch ist wirklich atemberaubend und vor allem vielseitig und vielschichtig. Aber nicht nur Rin ist ein spannender Charakter, sondern auch bspw. Kitay oder Nezha. Ich finde, dass die Charaktere alle sehr unterschiedlich sind und dennoch ihren Teil auf ihre Art und Weise zur Geschichte beitragen. Kitay ist ein guter Freund von Rin geworden, der ihr den nötigen Rückhalt gegeben hat. Nezha hat in Rin ihren Ehrgeiz geweckt. Sie blickt auch zu ihm auf. Aber auch ihr Lehrer ist für Rin eine Bereicherung. Altan hingegen hat einen eher familiären Bezug zu Rin. Auch wenn das Buch sicherlich keine leichte Lektüre ist bedingt durch die Thematik, fesselt einen das Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist sehr spannend und bildhaft. Es gibt so viele unerwartete Wendungen, die mich das Buch nicht aus der Hand haben legen lassen. Auch die Thematik mit den Göttern fand ich sehr gelungen und ansprechend. Dieses Buch ist trotz Jahresanfang jetzt schon ein ganz klares Jahreshighlight!

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Vita

Rebecca F. Kuang wanderte im Jahr 2000 aus Guangzhou, China, in die USA aus. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in International History von Georgetown, wo sie sich auf chinesische Militärstrategien, kollektive Traumata und Kriegsdenkmäler konzentrierte. Im Jahr 2018 erhielt sie ein Stipendium und studiert seitdem an der University of Cambridge Sinologie. Rebecca F. Kuang liebt Corgis, trinkt gerne guten Wein und guckt immer wieder die Fernsehserie »Das Büro«.

Zur AUTORENSEITE

Michaela Link lebt mit ihrem Mann und engstem Mitarbeiter auf einem aufgelassenen Bauernhof in Norddeutschland. Sie hat zahlreiche Romane aller Art aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und auch selbst einige phantastische und historische Romane geschrieben.

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