Im Zeichen des Raben

Roman

Paperback
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Die Dunkelheit kommt, und die letzte Hoffnung der Menschen ist eine Illusion.

Ryhalt Galharrow ist Hauptmann der Schwarzschwingen. Sie übernehmen im Kampf gegen dämonische Wesen die Drecksarbeit: Kopfgeldjagden, Morde, Einschüchterung, Folter. Ryhalt hat sich dieses Leben nicht ausgesucht, vielmehr trieb ihn sein Pech in diese erbärmlichen Lebensumstände. Und er ist gut in dem was er tut, auch wenn er manchmal seiner Ehre nachtrauert, die er dem Pragmatismus geopfert hat. Da trifft er seine Jugendliebe wieder und er weiß: Für sie will er ein besserer Mensch sein. Doch das Schicksal – und die Götter – haben andere Pläne …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Ruggero Leò
Originaltitel: Blackwing (Raven's Mark 1)
Originalverlag: Gollancz, London 2017
Paperback , Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-7341-6146-9
Erschienen am  10. Dezember 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Schwarzschwinge

Leserstimmen

Eine düstere Welt erwartet den Leser

Von: Reading Dragonlady

15.08.2019

Hallo an alle Lieben, heute möchte ich Euch das Buch, Im Zeichen des Raben vorstellen. Dieses Buch ist der Beginn einer Reihe, die in einer sehr düsteren, erdrückenden Welt spielt. Ich hatte zu Anfang so meine Probleme, mich in dieser Geschichte zurecht zu finden. Das lag wohl daran, das dem Leser viele Begriffe und Personen um die Ohren gehauen werden, worauf erst einmal keine Erklärung folgt. Aber Ausdauer lohnt sich hier, denn ich war zum Teil von den ganzen Iden und Wendungen in der Handlung wirklich richtig überrascht. Der Schreibstil ist enorm gewöhnungsbedürftig. Die Welt wird sehr düster beschrieben, die Personen die in Ihr leben haben also kein leichtes Dasein. Dementsprechend sind die Protagonisten alles andere als strahlende Helden, die wie frisch aus dem Ei gepellt daherkommen. Nein, unser Protagonist ist ein richtiger Anti-Held, wie er besser nicht sein könnte: Er stinkt, flucht schlimmer als jeder Kesselflicker und ist verdammt sarkastisch. Außerdem ist er ständig betrunken. Seiner Meinung nach, entkommt man nur so dem Elend des alltäglichen Daseins. Ich muss dem Schreibstil aber fairerweise wirklich zugestehen, das er einfach perfekt zu der Situation im Buch passt und das ganze sehr authentisch erscheinen lässt. Gerade zum Ende hin hat sich die Geschichte enorm gesteigert. Ich war bisweilen so sehr gefesselt, das ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Außerdem verspricht das Ende dieses Bandes eine Fortsetzung. Dieses Buch bekommt 4 Sterne von mir. Wer wissen möchte, worum es in diesem Buch geht, der darf hier gerne weiterlesen: Ryhalt Galharrow ist der Hauptmann der Schwarzschwingen, einer Söldnertruppe. Aktuell sind sie im Elend unterwegs, einer verfluchten Einöde, um eine Gruppe Verräter zu stellen und zurück nach Valengrad zu bringen. Doch das Elend ist das Hoheitsgebiet der Könige aus der Tiefe. Diese uralten, mächtigen, magiebegabten Wesen stehen allem Lebenden feindlich gegenüber. Vor Jahrhunderten habe sie schon eimal einen Angriff auf die Stadt Valengrad gewagt, und sind vernichtend zurückgeschlagen worden. Bei diesem vergangenen Krieg entstand, aufgrund gewaltiger Magieentladungen das Elend, eine trostlose Einöde in der nichts auf Dauer überleben kann, außer den Dienern der Könige, den Untoten. Bei einer Mission im Elend besteht also immer die Gefahr, diesen Wesen über den Weg zu laufen. Und schon bald machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar, das die Könige der Tiefe wieder einen Angriff wagen. Ryhalt reist mit seiner Söldnertruppe zurück nach Valengrad, um dem Wehrmarschall über die aktuelle Situation zu unterrichten und um Ihn zu bitten, Nall's Waffe einsatzbereit zu machen. Diese Waffe hatte die Könige damals schon einmal geschlagen. Doch früher als Ryhalt lieb ist, verstrickt er sich in eine Verschwörung. Wer ist daran beteiligt? Was ist das Ziel? Gerade dieses Ende ist unglaublich dramatisch und spannend. Drachige Grüße Eure Reading Dragonlady

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Ein Anti-Held kämpft sich um Kopf und Kragen

Von: Sonne

10.04.2019

Ambitionierte Fantasy-Debüts gibt es viele, aber selten funktionieren sie so gut wie Ed McDonalds "Im Zeichen des Raben", Band 1 seiner Trilogie um das "Raven's Mark". Dass man hier etwas Besonderes in den Händen hält, wird schon sehr schnell klar, denn die Geschichte beginnt direkt im sogenannten Elend, einem magieverseuchten Gebiet voller gefährlicher Kreaturen. Protagonist Galharrow erzählt von seinen Erlebnissen aus der Ich-Perspektive - ungewöhnlich für das Genre. Nicht nur deswegen hat mich der gesamte Roman positiv an die "Greatcoats"-Reihe von Sebastien de Castell erinnert, nur in düsterer und schmutziger. Vor allem aber ist Galharrow kein wirklicher Held und schon gar kein atemberaubendes Talent, was sehr erfrischend ist. Er ist ein guter Kämpfer und die Mitglieder seiner Söldner-Truppe sind ihm wichtig, aber er ist auch ein starker Trinker und nicht unfehlbar. Seine Vergangenheit, in der er in seiner Familie in Ungnade gefallen ist, macht ihm noch immer zu schaffen, und dass er sich als Schwarzschwinge zu einem Leben im Dreck verpflichtet hat, macht es nicht besser. Mit seinem daraus resultierenden schwarzen Humor und seiner Trinkfestigkeit kann es seine Kumpanin Nenn eindeutig aufnehmen - sie hat vieles verloren, unter anderem ihre Nase, lässt sich aber nie unterkriegen und wäscht ihrem Freund auch mal gehörig den Kopf. Außerdem ist da noch Tnota, quasi der Reiseführer der Gruppe, der nicht kämpft, aber immer den Weg kennt, und die Zauberin Ezabeth. Sie ist mächtig, intelligent und gezeichnet von ihrer Kraft, was sie zu einer schwierigen Person macht. Sie will keine Schwäche zeigen, wirkt aber sehr zerbrechlich. Dafür, dass sie so mit ihrem Äußeren hadert, ging ihre Entwicklung zum Ende hin etwas schnell, trotzdem ist sie eine spannende Figur voller Überraschungen. Und diese Überraschungen finden sich auch in der Handlung wieder. Das beginnt schon bei der Magie, die den Roman durchzieht, sich aber oft im Verborgenen hält: Neben den Königen aus der Tiefe, die die Welt an sich reißen wollen, gibt es die Namenlosen, mächtige Zauberer und vollkommen undurchschaubar - und Lichtspinner wie Ezabeth, die aus dem Schein der Monde Energie für ihre Zauber weben können. Die Welt kann man von der Komplexität und den Laufwegen der Figuren her ein wenig mit der Welt des "Witchers" vergleichen - sie ist aber noch deutlich schmutziger. Nicht nur wird das von Magie zerstörte "Elend" des Landes geplagt von schaurigen und gefährlichen Kreaturen, auch in den Städten treiben Anhänger der Könige ihr Unwesen. Inmitten immer der Protagonist Galharrow, der dabei noch zusätzlich in die Machenschaften von Magiern, Adligen und Offizieren hinein gezogen wird. Mir persönlich hätte seine Obsession mit Ezabeth etwas weniger Raum einnehmen können - andererseits ist diese überhaupt erst der Auslöser vieler Geschehnisse. Beinahe durchgehend bleibt das Ganze spannend, immer wieder durchsetzt von bissigem Witz und dem ein oder anderen Plottwist. Das Ende ist zwar in sich stimmig, lässt aber noch ein paar Fragen offen - wie gut, dass Band 2 im Original schon erschienen ist. FAZIT: Ed McDonalds Welt in "Im Zeichen des Raben" ist düster, schmutzig und brutal - nichts für zarte Gemüter also. Der Protagonist kämpft sich durch eine Welt, die ihm nicht positiv gesinnt ist, und versucht dabei größtenteils einfach, am Leben zu bleiben. So wird die Spannung kontinuierlich hoch gehalten, und die wenigen Kritikpunkte tun dem Vergnügen kaum einen Abbruch.

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Vita

Ed McDonald hat viele Jahre lang zwischen verschiedenen Berufen, Städten und Ländern gewechselt, und das Einzige, was ihnen gemeinsam war, ist, dass sie ihm genug Zeit zum Schreiben gelassen haben. Derzeit lebt er mit seiner Frau in London, einer Stadt, die ihn ständig inspiriert und wo er als Universitätsdozent arbeitet. Wenn er nicht schreibt oder sich mit schlechten Handlungssträngen abmüht, kann man ihm beim Fechten antreffen – mit Langschwertern, Rapiers und Langäxten.

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