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(Hrsg.), (Hrsg.)

Jahrbuch der Lyrik 2015

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€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-421-04612-3

Erschienen: 23.02.2015
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Die bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Lyrik

Seit nunmehr 35 Jahren gibt das »Jahrbuch der Lyrik« regelmäßig Einblick in die aktuelle deutschsprachige Lyriklandschaft. In diesem Jahr hat Christoph Buchwald die vielfach preisgekrönte Lyrikerin Nora Gomringer als Mitherausgeberin gewinnen können und mit ihr aus über tausend Einsendungen die besten und überraschendsten Gedichte ausgewählt.

Welchen Stellenwert hat die Lyrik in der Gegenwartsliteratur? In welchem Maße ist sie Echo und Spiegel unserer Zeit? Wie tief sitzt das Misstrauen gegen politische Ideologien und Rezepte? Offensichtlich ist: Die Sicht auf Geschichte und Gesellschaft ist nur mit subjektivem Blick glaubwürdig zu artikulieren. So wird die Lektüre des aktuellen Bandes zur spannenden und immer wieder überraschenden Reise in die gegenwärtigen poetischen Sprachwelten.
Mit Gedichten von u.a. Mirko Bonné, Heinrich Detering, Ulrike Draesner, Elke Erb, Norbert Hummelt, Michael Lentz, Herta Müller, Marion Poschmann, Ulrike Almut Sandig, Silke Scheuermann, Kathrin Schmidt, Ulf Stolterfoth, Uljana Wolf sowie vielen beeindruckenden neuen Stimmen.

Infos + Teilahmebedingungen Zum Special

»In regelmäßigen Abständen ist die Rede von einer neuen Blüte der deutschsprachigen Lyrik. Mit dem neuen ›Jahrbuch der Lyrik< sieht es einmal mehr ganz nach einer solchen aus.«

Schweizer Literaturzeitschrift

Christoph Buchwald, geboren 1951 in Tübingen, ist seit 1979 ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und experimentellen Komposition war er als Lektor tätig und hat dabei zahlreiche Lyriker begleitet. Heute ist er Verleger des literarischen Verlags Cossee in Amsterdam.

Nora Gomringer, Jahrgang 1980, ist Schweizerin und Deutsche, schreibt Lyrik und für Radio und Feuilleton. Seit 2000 hat sie sechs Lyrikbände und eine Essay-Sammlung bei Voland & Quist veröffentlicht. Sie rezitiert, schreibt und liest preisgekrönt vor. Zuletzt wurden ihr der Joachim-Ringelnatz-Preis (2012) und der August-von-Platen-Preis (2013) zugesprochen. Sie hatte die Poetikdozenturen in Landau, Sheffield und in Kiel inne und lebt in Bamberg, wo sie seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia leitet.

»In regelmäßigen Abständen ist die Rede von einer neuen Blüte der deutschsprachigen Lyrik. Mit dem neuen ›Jahrbuch der Lyrik< sieht es einmal mehr ganz nach einer solchen aus.«

Schweizer Literaturzeitschrift

»Eine Entdeckungsreise durch poetische Sprachwelten.«

Neues Deutschland, 08.10.2013: In der Literatur-Beilage zur Frankfurter Buchmesse

»Wertvoll, aufschlussreich [...] sehr interessant und in jedem Fall lyrisch weiterführend.«

WDR5, Sdg. Bücher, 06.06.2015

»Eine wunderbare Anthologie. Nehmt sie und lest!«

literaturkritik.de, Michael Braun, 09/15

Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04612-3

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 23.02.2015

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Ein Blick auf die zeitgenössische Lyrik

Von: Sandra Matteotti Datum: 25.09.2017

denkzeiten.com

Im Jahr 2015 war es bereits das 35. Jahr, in welchem das Jahrbuch der Lyrik herausgekommen ist. Ziel der jeweiligen Ausgaben ist es, Gedichte aus der aktuellen Zeit zu vereinen und so dem Leser einen Eindruck zu geben vom zeitgenössischen Dichten und Denken der Lyriker.

Es finden sich im vorliegenden Band Gedichte, die sich mit der Zeit und den Menschen, mit den politischen Verhältnissen und dem Leiden unter ihnen auseinander setzen. Es finden sich aber auch Gedichte, welche den Mensch an sich thematisieren mit seinem Leiden, seinem Denken, seinem Sein in dieser Welt.

Aus über 1000 Einsendungen haben Christoph Buchwald und Nora Gomringer einen interessanten Ausschnitt ausgesucht und präsentieren damit eine grosse Bandbreite an Zeitgenössischer Lyrik – thematisch, formal und sprachlich.

Fazit:
Ein breiter Ausschnitt zeitgenössischen Dichtens. Sehr empfehlenswert für jeden Lyrik-Interessierten.

"Gedichte eichen unseren Kompass",

Von: Stephanie Jaeckel Datum: 15.11.2015

www.klunkerdesalltags.wordpress.com

so schreibt Christoph Buchwald, seit 30 Jahren Herausgeber des “Jahrbuchs der Lyrik”, in dem aktuellen Band für 2015. Zusammen mit Nora Gomringer hat er aus knapp 7.000 Einsendungen diese Ausgabe zusammengestellt und in 6+1 Kapitel verteilt. +1, weil das letzte sich um die (gelungene) Übersetzung ausländischer Gedichte ins Deutsche dreht. Ich habe mich schwer getan, dieses Buch zu bestellen, denn obwohl ich Lyrik schätze, lese ich sie fast nicht. Ich wollte mich ins kalte Wasser stürzen, das gefühlt um so kälter ist, als ich zeitgenössische Autor/innen dieser ältesten Gattung fast nicht kenne.

Buchwald nennt Gedichte einen Kompass. Und das stimmt, obwohl sie oft wie Blitze aus heiterem Himmel in unseren Alltag krachen. Je mehr Blitze, desto wacher die Augen und Ohren – und um so besser die Orientierung, würde ich mal salopp formulieren. Gedichte können Halt geben. Nicht wenige Gefangene aus Kriegen und Diktaturen haben sich an Gedichten festgehalten, wenn die Realität nicht mehr auszuhalten war. Merkwürdig, dass eben ausgerechnet Lyrik heute einen eher zwielichten Ruf hat als flattriges, kokett-flüchtiges, lustig-lockeres Medium, ohne Ernst und Bodenhaftung. Dabei…

Ich habe nicht von vorne nach hinten gelesen, sondern die Kapitel kreuz und quer (nicht alle, aber davon später). Die Kapitelüberschriften sind äußerst poetisch (kein Wunder, sind sie doch, wie man beim Lesen eines Kapitels versteht, stets eine Zeile oder ein Wort aus einem dort abgedruckten Gedicht), verrieten mir aber wenig über den zu erwartenden Inhalt. Ich habe sogar laut gelesen. Allerdings nicht lange. Zu viel Gefrickel. Zu wenig Überraschung. Und nur ein Gedicht, das mir wirklich ins Gesicht gesprungen ist. Und mir seine befremdlichen Bilder (aber dann kennst du eben doch alle haargenau) tief in den Gehörgang (meinetwegen auch direkt ins Gehirn) gedrückt hat: “Fingernägel” von Arne Rautenberg.

Eins aus 7.000. War wohl ein schlechtes Jahr und ich begreife, warum (zeitgenössische) Lyrik einen miesen Ruf hat. Ein Gedicht, möchte man den Schreibenden zurufen, ist nicht nur eine verrätselte (oder mit der Nagelschere verschnittene) Textstruktur. Keine Worthuberei. Kein geschmackvoller Schwenk von links nach rechts. Schon lange keine vor Individualität strotzende Wörterparade. Ein Gedicht (zu schreiben) bedarf Mut. Mit Karacho ins freie Feld zu rennen oder gegen die Wand. Ein großes Ich ist da eher hinderlich (mindert das Tempo).

Dennoch gefällt mir die Idee von einem Jahrbuch der Lyrik. Wer ehrlich ist, stellt halt 149 schlechte Gedichte zusammen, oder sagen wir 140, das von Rautenberg ist schließlich gut und auch die von Herta Müller oder Elke Erb. Ich habe diesen Band nach 4 Kapiteln weggelegt. Bin mir aber sicher, das nächste Jahrbuch 2016 wieder zu bestellen. Denn Lyrik ist – auch wenn sie schlecht ist – ein tolles Zeug – Zündstoff für alle möglichen Kapriolen (im und außerhalb des Kopfes). Ein nicht so überragendes, aber dennoch wichtiges Buch. Macht Appetit auf Kommendes.

Buch der Lyrik 2015. Hrsg. von Christoph Buchwald und Nora Gomringer. Deutsche Verlags-Anstalt 2015.

Ich danke Random-House herzlich für das Rezensionsexemplar.

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