Könige der Finsternis

Roman

Paperback
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Einst war Clay Cooper Mitglied der gefürchtetsten Söldnertruppe im ganzen Land. Kein Ungeheuer, das nicht von ihnen besiegt wurde. Keine Jungfrau in Nöten, die nicht von ihnen gerettet wurde. Inzwischen liegen die Heldentage lange hinter Clay – er hat eine Familie, arbeitet bei der Stadtwache. Dann steht eines Tages sein Freund Gabriel vor der Tür und bittet Clay um Hilfe bei einer Mission, der sich nur die tapfersten Krieger anschließen würden – oder die dümmsten: Gabriel will die alten Gefährten zusammentrommeln und in ein neues Abenteuer ziehen. Doch ein Held zu sein, ist heutzutage gar nicht mehr so einfach wie früher ...

»George R.R. Martin meets Terry Pratchett.«

Buzzfeed Books

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Michael Siefener
Originaltitel: Kings of the Wyld
Originalverlag: Orbit
Paperback , Broschur, 640 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31887-8
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Könige der Finsternis

Leserstimmen

Actionreiche Heldenstory

Von: Fantasie und Träumerei

10.05.2020

"Könige der Finsternis" lesen hat so richtig viel Spaß gemacht. Clay Cooper und seine Truppe sind legendär. Helden, harte Männer, Legenden. Zumindest waren sie das mal. Heute sind sie eine Rentnertruppe, aus Männern, denen das Leben einst viel versprochen und nicht annähernd die Hälfte davon gehalten hat. Sie alle mussten die Erfahrung machen, dass der Kampf mit Monstern, Magiern und wilden Kreaturen einfacher ist, als ein gepflegtes Sozialleben zu führen. Clay hat es ganz gut hinbekommen. Er lebt mit Frau und Tochter in einem kleinen Häuschen, hat ein geregeltes Einkommen, das nur ab und an ein bisschen gefährlich ist, und hat eigentlich alles im Griff. Bis sein alter Freund Gabriel vor der Tür steht, bei dem einfach nichts läuft. Oder doch? Denn schließlich hat er seine Tochter zu einer mutigen und emanzipierten jungen Frau herangezogen. Die allerdings gerade in der größten Belagerung der letzten Jahre eingeschlossen ist und mit einer eher kleinen Truppe gegen tausende von Soldaten kämpft. Gabriel sieht sich in der Pflicht ihr zu helfen. Außerdem kommt sein alter Drang keiner Prügelei aus dem Weg zu gehen, hervor, doch er weiß, dass er nur dann den Hauch einer Chance hat, wenn er seine alte Truppe auf den Plan holt. Das Unterfangen der Helden dieser Geschichte klingt ausweglos und ja, an der ein oder andere Stelle ist die Handlung etwas überzogen, aber das macht gar nichts, denn bei Heldengeschichten darf ein bisschen was dazu gedichtet werden, das mit der Realität nichts gemein hat. Nicholas Eames schöpft aus den Vollen seiner Vorstellungskraft und kreiert jede Menge phantastischer Biester, Männer und Frauen mit magischen Fähigkeiten und sogar Pflanzen, die zur Gefahr werden können. Seine Figuren sind eine gute Mischung aus farbenfroher Diversität und typischen Helden, die trotzdem so viel Charakter und Dickköpfigkeit haben, dass sie eigen und selbstbestimmt wirken. Die alternden Helden sind starrsinnig und kantig und genau das ist es, was ich an ihnen mag. Mit Bloody Rose hat Eames eine weitere Figur erschaffen, die stark und richtig cool ist. Kein Wunder, dass sie ein eigenes Buch bekommen hat ("Die schwarze Schar"). Die Handlung ist gefüllt mit Action - es werden ziemlich häufig Schwerte / Äxte / Messer gezogen -, aber auch jeder Menge Humor. Ich bin selbst ein wenig erstaunt wie sehr ich den Witz des Autors, der manchmal sogar ein bisschen albern ist, mag. Ganz besonders genial sind die Dialoge!! Darin spürt man, dass Clay und die Truppe schon einiges miteinander durchgemacht haben, was sie aber nicht davon abhält jede Menge Seitenhiebe zu verteilen. Ein Umgang, der nur unter Freunden möglich ist, auch wenn die harten Männer sich natürlich nicht als solche bezeichnen würden. Auf der Instagramseite des Autors gibt es richtig coole Zeichnungen zu den Charakteren, die man sich unbedingt anschauen sollte.

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für Fans von SAPKOWSKI und ABERCROMBIE

Von: der Michi

21.03.2020

Die klassische Queste geht schnell ihren gewohnten Gang. Gleichzeitig kann man sich noch über unterhaltsame Details freuen, dann anfangs sind die Ex-Söldner mit wenig mehr als Butterbroten und Wollsocken "bewaffnet" und selbst das wird ihnen bald genommen. Die Erklärungen über die Vergangenheit der Söldnertruppe verknüpft Eames geschickt mit der Suche nach den übrigen Mitgliedern, man muss also keine allzu langatmigen Erzählpassagen jenseits der Haupthandlung befürchten. Überhaupt ist "Könige der Finsternis" angenehm geradlinig erzählt, ohne jemals anspruchslos zu werden. Fans von Andrzej Sapkowski ("Der Hexer") und Joe Abercrombie (die "Klingen"- und "Königs"-Romane) dürfen sich auf eine einzigartige Mischung ganz unterschiedlicher Helden freuen sowie auf ein Best Of so ziemlich jeder Kreatur, die das Genre jemals hervorgebracht hat. Zusätzlich erfindet der Autor neue Rassen, wie die Druine - eine Art Elben mit "Hasenohren" (!) - oder die Daevas - eine Art finstere Engel, die ein überragendes Talent als Kopfgeldjäger an den Tag legen. Im Klappentext vergleicht ein Pressezitat die Geschichte mit den Büchern von Terry Pratchett und George R.R. Martin, tatsächlich hat das Buch mit beiden herzlich wenig zu tun. Der Umgang mit den klassischen Fantasymotiven ist zwar stellenweise ironisch-liebevoll, gleichzeitig geraten aber nicht einmal die schrägsten Hauptfiguren zur billigen Lachnummer. Clay, Gabriel, Matrick, Moog und Ganelon sind ausgereifte, gut durchdachte Figuren, deren Ängste und Nöte der Geschichte zuweilen mehr Tiefe verleihen, als man es angesichts der Übertreibungen an anderer Stelle annehmen würde. Ein Großteil der Handlung vergeht mit der Suche nach dem Rest der Truppe (dem sich nach und nach noch ein untoter Barde und ein zweiköpfiger Riese anschließen), weshalb die gemeinsame Mission nach einer Handvoll Abenteuer recht schnell zu Ende ist. Immerhin gerät damit die finale Schlacht nicht länger als nötig und man darf sich bis dahin auf gelungene Running Gags und amüsante Passagen freuen, in denen Ereignisse auch mal aus ungewöhnlich Perspektiven (nach)erzählt werden. Auch angenehm: Der Roman steht trotz mittlerweile angekündigtem Spin Off ("Die schwarze Schar") für sich, anstatt mit einem monströsen Cliffhanger zu gefühlt sieben Fortsetzungen überzuleiten. Deshalb eignet sich "Könige der Finsternis" ideal als kurzweilige und doch lohnende Fantasylektüre für alle, die nicht die zehnte mehrbändige Saga im Regal brauchen. Originaltitel: "Kings of the Wyld" Bonusmaterial: Interview mit dem Autor

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Vita

Nicholas Eames wurde in Wingham, Ontario geboren. Er besuchte das College für Theaterkünste, gab seine Schauspielkarriere aber auf, um Fantasy-Romane zu schreiben. »Könige der Finsternis« ist sein Debütroman. Er lebt in Ontario, Kanada.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Das liest sich nicht nur unterhaltsam und packend, das atmet auch eine gehörige Portion an Realismus.«

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