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Ludwig II. Der unzeitgemäße König

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-55272-8

Erschienen:  11.05.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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König Ludwig II. von Bayern (1845–1886) war und ist ein Mythos. Millionen Menschen besuchen jährlich seine Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. Erstmals legt Bestsellerautor Oliver Hilmes nun eine Biographie des »Märchenkönigs« vor, die ihn als Herrscher und historische Gestalt ernst nimmt. Denn Ludwig, so Hilmes, wusste trotz aller scheinbaren Widersprüche seines Lebens genau, was er wollte – ein absoluter König sein.

Oliver Hilmes über seine Bücher: Video-Interview Zum Special

Oliver Hilmes (Autor)

Oliver Hilmes, 1971 geboren, hat Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris und Potsdam studiert und wurde in Zeitgeschichte promoviert. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, bei Pantheon sind von ihm u.a. erschienen „Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner“ (2008), „Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel“ (2010), „Liszt. Biographie eines Superstars“ (2012) sowie zuletzt „Ludwig II. Der unzeitgemäße König" (2014).

05.06.2018 | 18:30 Uhr | Frankfurt

Oliver Hilmes
Der Biograf
Moderation: Jan Drees
Im Rahmen des Literaturfestivals literaTurm
Eintritt 10/7 €

literaTurm

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Anwaltskanzlei Morgan, Lewis & Bockius
Bockenheimer Landstraße 4
Opernturm, 29. Stock
60232 Frankfurt

15.11.2018 | Berlin

Lesung

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Centre Bagatelle
Zeltinger Str. 6
13465 Berlin

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-570-55272-8

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Pantheon

Erschienen:  11.05.2015

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Die Akte des Märchenkönigs

Von: Gernot Uhl Datum: 12.03.2018

https://www.eulengezwitscher.com

Oliver Hilmes und der Märchenkönig - das passt. Der Shootingstar unter den deutschen Biografen hat ein Faible für schillernde Gestalten der Romatik. Seine wissenschaftlichen und biografischen Meriten hat Hilmes an der Schnittstelle von Musik und Politik erworben - bislang allerdings mit musischem Schwerpunkt: Über Franz Liszt hat er geschrieben, über dessen Tochter Cosima, die Richard Wagner geheiratet hat, schließlich über deren gemeinsame Kinder. Mit dem Wagner-Clan und seiner Zeit kennt sich Hilmes aus. Umso verheißungsvoller ist der Untertitel seiner neuen - eher politischen - Biografie über Wagners Finanzier und Förderer Luwig II.: "Der unzeitgemäße König". Vor 150 Jahren wurde er gekrönt.
Es existieren gewissermaßen zwei Ludwigs, so Hilmes, die Kunstfigur und die historische Persönlichkeit. Von Anfang macht der Biograf klar, was der Leser auf den 446 Seiten zu erwarten hat - und was nicht: Auch wenn das kunstfertige Cover Anderes vermuten lässt, geht es Hilmes um die historische Figur des bayrischen Königs. Er will mit wissenschaftlichem Anspruch und anhand harter Fakten neue Erkenntnisse zu Tage zu fördern und sich daran messen lassen. Hilmes legimiert seine Ludwig-Biografie mit vielfachen (und mitunter zu offensiv vorgetragenen) Hinweisen auf die von ihm neu erschlossenen Quellen. Als erster Ludwig-Biograf hat Hilmes eine stattliche Zahl von Briefen und Tagebüchern aus dem königlichen Umfeld eingesehen und ausgewertet - vor allem im lange verschlossenen Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher Dynastie.
Je länger Ludwigs (chronologisch geschilderte) Lebensgeschichte dauert, desto erhellender werden die aus den Akten geborgenen Gedanken und Worte von und über den Kini (König). Hilmes hat in gewisser Weise einen Kini-Krimi geschrieben, in dem er als Archiv-Detektiv dem König und den Intrigen seines Hofes nachspürt. Das gelingt ihm über weite Strecken fesselnd. Vor allem die Überlieferungen von Bismarcks Mann in München, Georg von Werthern, erweisen sich als wertvolle Quelle.Gestützt auf diese und ähnliche Dokumente durchleuchtet Hilmes gekonnt Ludwigs politische Leistungen und Niederlagen im Zeitalter der deutschen Nationalstaatsgründung. Ein kleiner Wermutstropfen: Wie Wethern in seinen Depeschen und Tagebucheinträgen berichtet Hilmes eher über die Akte Ludwig, als dass er den König zwischen Buchdeckeln wieder zum Leben erweckt. Mitunter beschränkt er sich darauf, zwischen neu entdeckten Zitaten zu moderieren, anstatt Ludwigs Lebensgeschichte zu erzählen. Allerdings erlaubt dieser analytische Zugang auch spannende Einblicke: So erfährt der Leser, wie sich Wagner und Ludwig umschwärmen, weil sie einander brauchen. In der Alltagswelt ist der Komponist auf seinen Mäzen angewiesen - in dessen Traumwelten ist es umgekehrt: Dort regiert Ludwig nicht das Bayern an der Schwelle des 20. Jahrhunderts; er herrscht stattdessen über die verklärten alten Reiche, die der verehrte Meister in seinen opulenten Opern heraufbeschwört. "Es giebt einen einzigen Weg zur Erregung seiner sympatischen Seelenkräfte zu gelangen, lässt Hilmes Wagner sagen, und diess bin ich, meine Werke, meine Kunst, in denen er die eigentliche wirkliche Welt ersieht, während alles Uebrige ihm wesenloser Unsinn dünkt." Wagners Musik konnte bei ihm eine Euphorie bis hin zur Verzückung hervorrufen, aber offensichtlich ließ diese Wirkung auch schnell wieder nach. Dieser Mechanismus fand eine Entsprechung in der Korrespondenz der beiden Männer. Ludwig vermochte es, einen regelrechten Rausch zu Papier zu bringen [...], schwand das Delirium aber, beurteilte er die Dinge rational, gewissermaßen nüchtern. (S. 75)Das Problem: Immer mehr fließen für Ludwig (und von ihm unbemerkt) die bürokratische Alltagswelt und die pompösen Traumwelten ineinander. Der König kann sich besser mit Wagners Bühnengestalten (wie dem mittelalterlichen Schwanenritter Lohengrin) identifizieren, als mit der zeitgemäßen Rolle eines volksnahen und parlamentarischen Monarchen. Ludwig verfällt körperlich, psychisch und sittlich auf eine tragische Weise, die ihn von seinem Umfeld entfremdet und die Hilmes akribisch aufschlüsselt. Nüchtern dokumentiert er, wie Ludwig sich selbst in einer Kunstwelt abschottet, dabei jedes Augenmaß für äußere Realitäten verliert, schließlich abgesetzt wird und kurz darauf auf myteriöse Weise im Starnberger See ertrinkt (Hilmes schließt Mord aus): Dabei seziert er die Überschuldung für den Bau von Luftschlössern (S. 289ff.), die entwürdigend-grobe Behandlung von Bediensteten, Ludwigs Gewichtszunahme und seine Angst vor der Schizophrenie, an der sein Bruder Otto zugrunde geht. Um Ludwigs eigene Krankheiten zu deuten (vor allem die des Geistes), zieht Hilmes wie ein Ermittler ausgewiesene Experten zurate: Der Münchner Psychatrieprofessor Hans Förstl [...] glaubt, bei Ludwig eine sogenannte schizotype Störung nachweisen zu können. [...] Die schizotype Persönlichkeit ist oft misstrauisch und neigt zum Grübeln, zeigt sich dann aber wieder flammend begeistert. Ihr Auftreten ist nicht selten unkonventionell und exzentrisch. Das alles trifft [...] auf Ludwig II. zu. (S. 38)Um sein Ziel zu erreichen, der Person Ludwig näherzukommen, dringt Hilmes allerdings auch tief in in die Intimsphäre des Königs ein. Dabei drängt sich ein NSA-Vergleich auf: Nicht alles was möglich ist, ist auch nötig, um sachdienliche Aufklärung zu betreiben. Zwar ist relevant, dass Ludwig homosexuell war und Beziehungen zu Reitknechten unterhalten hat - aber manches hätte ruhig unter der Bettdecke bleiben können. Denn selbst lückenlose Kenntnis privater Praktiken muss nicht zwingend zur Person führen. Im Fall des Märchenkönigs ist die Unterscheidung von historischer Persönlichkeit und Kunstfigur möglicherweise sogar irreführend: Denn die historische Persönlichkeit Ludwig II. hat sich selbst zu einer Kunstfigur gemacht. Diese Kunstfigur macht einen bedeutenden Teil der Person Ludwigs aus, sie lässt sich aber nur unzureichend mit dem rein wissenschaftlichen Handswerkszeug fassen.
Fazit: Oliver Hilmes legt eine souveräne Biografie über Ludwig II. vor, die spannende Einblicke in die höfischen Intrigen, die diplomatischen Gepflogenheiten und Winkelzüge zur Zeit der Reichsgründung gewährt. Dieses Buch ist ein Fest für Hobbyhistoriker und solche, die es werden wollen, denn auf interessierte Laien nimmt Hilmes gekonnt Rücksicht. Ein Ziel, das er eingangs in einem Nebensatz formuliert – der Person Ludwigs näherzukommen – hat er aufgrund zweifelhafter Grundannahmen aber nicht ganz erreicht. Denn die Person des Märchenkönigs ist von seinem Mythos nicht zu trennen – auch nicht von einem ausgezeichneten Historiker, der es glänzend versteht, sein Sujet für ein breiteres Publikum zu öffnen. Oliver Hilmes hat kurzweilig durch die Akte Ludwig moderiert. Was Ludwig auch ausmacht: den Zauber des ewig geheimnisvollen Lebens als Kunstwerk hat er weniger abgebildet – allerdings hat er das auch nicht gewollt...

[Rezension] „Ludwig II. Der unzeitgemäße König“

Von: Ninespo Datum: 26.02.2016

www.ninespo.de

Das Buch in drei Worten?

Strukturiert, übersichtlich, fesselnd.

Der Inhalt?

Oliver Hilmes Biographie zu Ludwig II. von Bayern konnte mich vollauf begeistern. Oliver Hilmes geht dabei strukturiert und wissenschaftlich geordnet vor, ohne trocken, langatmig oder überfordernd zu sein. Es wird dem Leser ein umfassendes Bild des Lebens Ludwig II. präsentiert, das einen Bogen zwischen Wahrheit, Mythos und Verborgenem schlägt. Dabei wurden erstmals Briefe und Dokumente aus dem Geheimarchiv ausgewertet, die einen vollkommen neuen Blick auf bislang umstrittene Ereignisse im Leben des Monarchen ermöglichen. Dabei konnte mich die Biographie begeistern und mitreißen. Man lernt einen unzeitgemäßen Monarchen zwischen Pflicht und Lustprinzip kennen, der sich seine eigene Phantasiewelt verwirklichte.

Der Schreibstil?

Oliver Hilmes hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Wissenschaftlicher Sprachduktus und populärliterarische Nutzbarkeit halten sich die Waage. Es fiel mir dadurch nicht schwer, seinen Gedankengängen, Theorien und Ideen zu folgen. Im Gegenteil, der Autor lädt dazu ein, sich näher mit dem unzeitgemäßen Monarchen zu beschäftigen. Unterstützt wird dies vor allem durch die wissenschaftliche Arbeitsweise, Zitate und Bibliografien. Mehr als einmal habe ich mir in der Bibliografie Belegstellen herausgesucht und mir die verwendeten Stellen angesehen (soweit das möglich war, da Oliver Hilmes auch einige, bislang unzugängliche Quellen nutzen durfte). Es hat mir vor allem sehr gefallen, wie das Buch strukturiert wurde. Ein Leben über einen Verstorbenen zu verfassen, dessen Leben aus heutiger Sicht nur noch schwer nachzuvollziehen ist, ist keine leichte Aufgabe. Daher wurde die Biografie chronologisch angeordnet, zeitgleiche Ereignisse wurden dann thematisch gebündelt präsentiert.

Positives?

Ich hatte die Biografie Ludwig II. unterstützend zu einer Vorlesung durchgearbeitet, was mir ein besseres Verständnis sowohl für Ludwig als auch dessen Zeit ermöglichte. Oliver Hilmes schafft es mit seiner Biografie, Ludwig als einen Menschen darzustellen. Er fällt kein Urteil oder mythologisiert den Märchenkönig noch weiter. Durch die bislang ungesehenen Dokumente werden eine Reihe neuer Ereignisse beleuchtet, die vorher im Dunkeln lagen. Zwar konnte auch Oliver Hilmes die mysteriösen Umstände des Todes des Monarchen nicht aufdecken, dafür aber eine allumfassende, fesselnde und informative Biografie schaffen.

Empfehlung?

Jedem, der sich für Ludwig II. oder die Zeit des 19. Jahrhunderts interessiert, findet hier eine informative und umfassende Beschreibung eines Monarchen, der seiner Zeit voraus war. Wissenschaftlich wird verständlich dargestellt, sodass sich diese Biografie nicht nur an Geschichts- und Literaturwissenschaftler wendet. Mit einer ausgefeilten Wortwahl und viel Sinn fürs Detail berichtet Oliver Hilmes vom Leben des Märchenmonarchen Ludwig II. von Bayern. Herzlichen Dank an den Pantheon Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu „Ludwig II. Der unzeitgemäße König“.

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