MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen

Roman

Paperback
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Von klein auf hat Tacenda die Gabe, einen starken Zauber zu wirken, der sie und ihre Familie vor den Monstern in den Wäldern schützt. Doch diese Macht ist zugleich ihr Fluch, denn Tacenda ist dazu verdammt, ein Leben in ewiger Finsternis zu führen: Sobald die Sonne aufgeht, verliert sie ihr Augenlicht, bis es wieder dunkel wird. Eines Nachts versagt der Schutzzauber, und Tacendas Familie wird von den Ungeheuern getötet. Tacenda glaubt, dass der neue Lord, der vor einiger Zeit den alten Herrscher abgelöst hat, dafür verantwortlich ist. Angeblich steht er mit Dämonen im Bunde. Sie bricht in sein Herrenhaus ein, um Rache zu nehmen. Doch schnell muss sie erkennen, dass der Lord alles andere als von dieser Welt ist, und dass sehr viel dunklere Mächte für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Ole Johan Christiansen
Originaltitel: Children of the Nameless
Originalverlag: Wizards of the Coast
Paperback , Broschur, 272 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32094-9
Erschienen am  13. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

MAGIC™: The Gathering - Die Romane

Leserstimmen

Überraschend humorvoll

Von: art_of_books97

23.09.2020

Ich habe „Die Kinder des Namenlosen“ von Brandon Sanderson beendet. Und ich habe es geliebt. Doch vorweg erstmal kurz was zum Inhalt. Wir befinden uns in einer magischen Welt voller Dämonen, Geister und Engel. Tacenda und ihre Zwillingsschwester Willia sind vom Sumpf mit besonderen Gaben gesegnet. Doch hat dies auch seinen Preis. So ist Tacenda tagsüber und Willia nachts blind. Als eines Tages Tacendas gesamtes Dorf von fremdartigen Wesen, den Wisperern, ausgelöscht wird, ist sie sich sicher, dass nur der Fürst im Herrenhaus Schuld daran sein kann. Deshalb beschließt sie, ihn zu ermorden. Doch es kommt alles anders, als sie gedacht hatte… Ich muss sagen, dass ich das erste Kapitel zu Anfang etwas verwirrend fand. Ich brauchte ein paar Seiten, um in die Welt einzutauchen. Dies mag aber auch daran liegen, dass dieses Buch in der Welt von dem Spiel Magic: THE GATHERING spielt und ich mich damit wirklich nicht auskenne. Aber spätestens als Tacenda zum ersten Mal auf Davriel und Fräulein Hochwasser trifft, hatte Sanderson mich für sich gewonnen. Es ist eine unfassbar witzige Dynamik zwischen den Figuren, voller Ironie und Spott. Wie beschreibt man Davriel am besten? Er ist arrogant, egozentrisch, sarkastisch und auch einfach fies. Ich zitiere mal: „Knirschgnar, würdet Ihr Euch bitte daranmachen, die Lampen hier drin anzuzünden? Ich kann kaum erkennen, wie hässlich Ihr seid.“ Trotzdem ist er einfach liebenswert. An Fräulein Hochwasser wird deutlich, dass Dämonen mehr können, als nur auf Seelen zu lauern, dass sie wirklich Beziehungen aufbauen. Auch die Geschichte fand ich spannend. Was hat es nun mit den Wisperern auf sich? Wie funktioniert die Religion in dieser Geschichte? Sanderson erzählt das alles in einem lockeren, humoristischen Stil, der der Geschichte gleichzeitig aber auch nicht die Spannung nimmt. Einziger Kritikpunkt meinerseits: Es war zu kurz. Es hat knapp 270 Seiten. Das ist wirklich nicht viel. Und innerhalb dieser Seiten ist die Geschichte auch abgeschlossen. Man erfährt zwar erstaunlich viel in kurzer Zeit, aber ich hätte mir etwas mehr gewünscht, sodass man die Figuren noch besser kennenlernt. In so kurzer Erzählzeit ist natürlich auch nur eine begrenzte Charakterentwicklung möglich, was ich sehr schade finde. Diese Geschichte hatte noch deutlich mehr Potential, was leider nicht vollends ausgeschöpft wurde. Dennoch möchte ich unbedingt weitere Bücher aus dieser Welt und auch von Sanderson lesen. Von mir gibt es 4,5/5⭐! .

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Sehr kurzweilige, aber vollkommen überzeugende Fantasy (4,5 Sterne)

Von: Sofia Ma

18.09.2020

Aufmachung: Zwar gefällt mir die Farbgebung des Covers nicht so gut, aber es kann ja auch nicht jedes Cover in Pink oder Pastellfarben gehalten sein. 😉 Was mir gut gefällt, ist der Mann auf dem Cover, der vermutlich Davriel sein soll. Genauso habe ich mir den Magier jedenfalls vorgestellt! Durch die Totenkopf-Maske, die sein Gesicht halb verdeckt, bekommt er etwas Geheimnisvolles, Mystisches, was durchaus zu seinem Charakter passt. Am besten finde ich jedoch, dass das Cover gezeichnet ist! Normalerweise mag ich Gesichter auf Covern ja nicht so, weil ich es komisch finde, wenn mich auf dem Buch jemand anguckt, aber bei einer Zeichnung ist es wieder etwas anderes, weil dahinter kein „echter“ Mensch steckt. Der Titel Die Kinder des Namenlosen passt sehr gut zum Inhalt. Meine Meinung: Das Buch ist mit seinen 270 Seiten für ein Fantasybuch sehr kurz, also wird am Anfang nicht viel Zeit „verschwendet“ um in die Welt einzuführen. Man wird quasi auf Anhieb in die Geschehnisse geworfen. Dadurch braucht man zuerst zwar ein bisschen Zeit, um zu verstehen, was alles passiert und wie die Regeln des MAGIC-Multiversums lauten. Das Buch basiert nämlich auf dem Kartenspiel MAGIC: The Gathering, diejenigen, die das Spiel kennen, werden vermutlich noch schneller in die Geschichte finden. Ich kannte das Spiel bis dato nicht, aber ich hatte nach einer kurzen Eingewöhnung auch kein Problem, mich in der Welt zurechtzufinden. Man kann also auch dann viel Spaß beim Lesen haben, wenn man das Spiel nicht kennt! Das Buch ist, wie gesagt, recht dünn, deshalb ist es von vornherein klar, dass Sanderson sich hier nicht groß ums Worldbuilding gesorgt hat. Wer dennoch enttäuscht davon ist, dass hier wenig zur Umgebung geschrieben hat, hatte also vielleicht nicht die richtigen Erwartungen, denn dann hätte das Buch viel dicker sein müssen, um die Komplexität einer High Fantasy-Welt zu erfassen. Eben so, wie man es normalerweise von dem Genre gewohnt ist. Die Kinder des Namenlosen hat jedoch andere Qualitäten, mit denen es überzeugen kann, allen voran die beiden Protagonisten Tacenda und Davriel, deren Perspektiven wechseln. Tacenda wirkt sehr erwachsen für ihr Alter, aber das hat mich nicht gestört. Ich bin ja immer für Authentizität, weshalb ich finde, dass man als Leser merken sollte, ob die Figur ein Kind oder schon älter ist. Aber obwohl Tacenda noch ein Kind ist, passt ihr reifes Verhalten meiner Meinung nach sehr gut zu ihrem Charakter, wenn man bedenkt, was sie durchgemacht hat und dass sie für ihr Dorf schon sehr früh Verantwortung übernehmen musste. Außerdem ist es auch mal erfrischend, eine junge Protagonistin zu haben, die vernunftbegabt ist und nicht völlig hitzköpfig. Trotz allem muss ich sagen, dass sie, obwohl sie ein gut durchdachter, sympathischer Charakter ist, im Vergleich zu Davriel eher blass wirkt. Dieser ist nämlich zwar sehr arrogant, herablassen und nur auf seinen Tee und Nickerchen fokussiert – was mit anderen passiert, kümmert ihn nicht groß. Allerdings – und das finde ich gerade so interessant – ist er nicht der typische Antiheld, der ja doch ein ganz weiches Herz hat und viel empathischer ist, als es zunächst den Anschein hat. Davriel ist tatsächlich genau der egoistische Mistkerl, der er anfangs zu sein scheint, der aber auch seine Prinzipien hat und nach diesen handelt. Dabei sind seine Dialoge sehr amüsant, was ihn zu dem großen Highlight des Buches macht. Ich habe oft gelacht. Gleichzeitig erfährt man aber auch einiges über seine Vergangenheit, wenn auch nicht besonders viel. Er muss anscheinend etwas Schlimmes durchgemacht haben. Ich hoffe, man kann bald noch mehr von ihm lesen! Die Kinder des Namenlosen führt ein wenig in das Gathering-Multiversum ein. Es nimmt Bezug auf andere Dimensionen und auch auf die „Wesenheit“, ein Etwas mit großen Mächten, anscheinend weder gut noch böse. Das macht Lust auf mehr, ich fand diese Thematik wirklich spannend. Zum Schluss werden einige Fragen offengelassen, insbesondere was Davriels Schicksal angeht, aber das stört nicht weiter, da die Geschichte rund um Tacenda in sich geschlossen ist. Außerdem wird so die Hoffnung genährt, dass es tatsächlich bald noch mehr über Davriel zu lesen gibt. 😊 Sandersons Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Er hat es hervorragend geschafft, Tacendas und Davriels Charakter zu erfassen und über einen unterschiedlichen Stil zu transportieren. Besonders durch Davriel beweist Sanderson, wie erwähnt, dass er einen wunderbaren Humor hat. Das und sein insgesamt flüssiger, leicht zu lesender Schreibstil führt dazu, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Gerne möchte ich bald mehr von ihm lesen! Fazit: Die Kinder des Namenlosen ist eine gelungene, spannende Einführung in eine neue Buchreihe, die vor allem mit den Protagonisten, dem Schreibstil und viel Humor überzeugt. Man darf nicht so viel in puncto Worldbuilding erwarten, weil es so ein kurzes Buch ist, aber bei nur 270 Seiten bleibt eben nicht so viel Platz, um eine so komplexe Welt wie das Gathering-Multiversum zu beschreiben. 4,5/5 Lesehasen.

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Vita

Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit fantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Seit seiner »Steelheart«-Trilogie und den epischen »Sturmlicht-Chroniken« ist der Autor auch in Deutschland einer der großen Stars der Fantasy. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.

www.brandon-sanderson.de

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Ole Johan Christiansen

Christiansen & Plischke wurde in den 70ern geboren, aber in den 80ern sozialisiert. Ihre Helden sind Gandalf, Conan und Han Solo, auf dem Computerbildschirm wehren sie Alien-Invasoren ab und lassen beim Rollenspiel die Würfel über ihr Schicksal entscheiden – sie sind eben echte Nerds.

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