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Neanderthal Roman

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€ 15,50 [A] | CHF 21,50*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31825-0

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix' Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert …

Jens Lubbadeh (Autor)

Jens Lubbadeh ist freier Journalist und hat bereits für Die Zeit, NZZ, Bild der Wissenschaft, Technology Review, Spiegel Online und viele weitere Print- und Digitalmedien geschrieben. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt Medien-Preis ausgezeichnet. Der Science-Thriller »Unsterblich«, sein Romandebüt, hat auf Anhieb Kritiker und Leser gleichermaßen begeistert. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg.

www.lubbadeh.de

15.03.2018 | 19:00 Uhr | Leipzig

Lesung und Gespräch mit Jens Lubbadeh im Rahmen von "Leipzig liest"

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Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie
Deutscher Platz 6
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Leipziger Buchmesse
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Jens Lubbadeh beim Forum Literatur + Hörbuch im Rahmen von "Leipzig liest"

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16.03.2018 | 19:00 Uhr | Leipzig

Lesung mit Jens Lubbadeh im Rahmen von "Leipzig liest"

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KrimiClub im Landgericht
Harkortstraße 9
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Leipziger Buchmesse
04356 Leipzig

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 528 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 3 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-31825-0

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  13.11.2017

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Von Affen und Menschen

Von: Tharos Datum: 09.02.2018

read.tharos-web.de

Wer Anhand des Klappentextes und dem Zusatz "Die Jagd ist eröffnet" einen rasanten Thriller voller Action erwartet sollte von dem Buch Abstand nehmen - diese Buch ist kein Actionthriller. Vielmehr handelt es sich um einen langsamen Wissenschafts--"Thriller", der sich (meist) viel Zeit lässt und auch in Sachen Wissenschaft etwas tiefer geht als man es von einem Thriller erwarten könnte. Man bekommt mehr Gentechnologie, Anthropologie und Zukunftsphilosophie als Action präsentiert.

Man könnte fast von einer Dystopie sprechen, denn das Bild das Lubbadeh von Deutschland in der nahen Zukunft zeigt, ist eher erschreckend als erstrebenswert. Laster wie Rauchen und Trinken sind verpönt, die Gesundheit wird überwacht, ein Eugenik-Programm versucht Behinderungen und Krankheiten auszurotten. Dazu gibt es schon vor der Geburt Gen-Edits, damit Gendefekte, die zu Krankheiten oder Behinderungen führen schon im Mutterleib korrigiert werden. Schöne neue Welt? Nein - Lubbadehs Vision erzeugt ein Gefühl der Bedrohung und führt dazu, dass man sich als Leser auch so seine Gedanken zu dem Thema macht. Ganz nach der ethischen Frage: WIe weit darf oder soll der Mensch "Gott" spielen?

Das Programm ist zwar relativ erfolgreich bezüglich der Ausrottung von Krankheiten, aber eine glückliche Gesellschaft ist Deutschland im Roman trotzdem nicht. Die körperlichen Gebrechen sind seelischen gewichen - Depression ist ein großes Thema in Deutschland. Neben der "normalen" gibt es noch die so genannte "Große Depression", die im Buch schon Kinder befällt und Betroffene zu komplett lethargischen, leeren Hüllen macht.

In dieser, größtenteils recht glaubhaft beschriebenen Welt, spinnt Lubbadeh dann seine Geschichte rund um die geklonten Neandertaler.

Er schafft es, dass die meisten Charaktere im Buch sympathisch und glaubhaft rüberkommen. Sei es Kommissar Nix (auch wenn der als Cop die stereotype Drogenhöhle-Szene verpasst bekommt), der gehörlose Anthropologe Max oder seine Partnerin Sarah. Manches ist ab und an "too much", aber im großen und ganzen ein Lob für die Charaktere, mit denen sich der Leser durchaus identifizieren kann.

Wie anfangs erwähnt lässt sich der Roman recht viel Zeit - viel Action oder spannende Wendungen gibt es nicht wirklich. Dafür gibt Lubbadeh seinen Charakteren mehr Raum oder behandelt auch die wissenschaftliche Seiten tiefer, als es für die reine Story erforderlich gewesen wäre, ohne aber in oberlehrerhaftes Erklären abzudriften.

Klingt bis hier hin gut? Ist es auch - die angesprochenen Dinge des Buches fand ich echt super. Allerdings hat der Roman ein paar Probleme im Erzählfluss und enthält Brüche, die mich beim Lesen doch ziemlich gestört haben.

Anfangs ist Kommissar Nix der Hauptfigur des Buches (wie der Klappentext ja schon irgendwie vermuten lässt). Leider fällt er irgendwann mehr oder weniger sang und klanglos aus der Erzählung heraus....

Noch viel störender Fand ich aber den Übergang Kapitel 2 auf 3 - was ohne zu spoilern jetzt nur kompliziert zu erläutern ist. Bis dort hin baut Lubbadeh wirklich eine gute Handlung auf - und schafft es diese dann in einem kurzen 8 seitigen Kapitel im Prinzip zu beenden. Bis dahin hat das Buch sich für fast alles viel Zeit gelassen - um hier unglaublich gehetzt eine unerwartete Zäsur zu setzen. Das Kapitel macht einen extrem unfertigen, nicht recht durchdachten Eindruck und passt in meinen Augen überhaupt nicht in den bisherigen Erzählfluss.
Erneut zaubert Lubbadeh dann einen neuen Protagonisten aus dem Hut um die Geschichte zu Ende zu führen. Dieser Wechsel wäre in meinen Augen nicht wirklich nötig gewesen - vor allem nicht auf die gewählte Holzhammermethode.

Quer durch das Buch hat Lubbadeh einzelne Kapitel eingebaut, die zur Zeit der realen Neandertaler spielen. Diese Kapitel hätte man sich aber eigentlich schenken können - sie bringen der Story nicht wirklich etwas. Teilweise sind die verwendeten steinzeitlichen Bezeichnungen und Namen etwas verwirrend, und je später im Buch desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Kapitel mehr überflogen als gelesen habe. Die Seiten hätte man lieber genutzt, um sanftere Übergänge zu generieren bzw. den Strang rund um Kommissar Nix schöner zu Ende zu führen.

Ohne die angesprochenen Brüche wäre Neanderthal wirklich ein super Buch geworden - so wurde mein Lesevergnügen aber leider etwas gebremst. Trotzdem werde ich mir den Autor merken und gerne mehr von ihm lesen. Die Art zu schreiben und der wissenschaftliche Aspekt der Geschichte fand ich wirklich sehr gut. Den Erzählfluss noch etwas polieren und alles ist toll.

In einer perfekten Welt...

Von: black nd beautiful Datum: 07.02.2018

https://blackndbeautiful.wordpress.com/

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und doch auffällig gestaltet. Komplett schwarz gehalten und zudem noch matt, wirkt das Buch sehr hochwertig, was auch haptisch unterstützt wird. Der Buchtitel selbst ist in türkisener Schrift aufgedruckt, die an eine Neonleuchte erinnert. In derselben Gestaltung befindet sich auch der obere Teil eines Schädels auf dem Cover, der auf simple Weise den Zusammenhang zum Inhalt herstellt. Als zusätzlicher Kontrast sind die türkisenen Elemente in Hochglanz dargestellt.
Insgesamt wirkt das Cover auf mich sehr ansprechend, da ich ein Fan von simplen, unaufgeregten Gestaltungen bin, die trotzdem das Interesse und die Neugierde wecken.

Inhalt:
Wir befinden uns im Deutschland in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Behinderungen und genetisch bedingte Krankheiten gibt es kaum noch, der Verzehr von Fleisch, Alkoholkonsum und Rauchen sind verpönt, Aufzugfahren ist den Älteren und Kranken vorbehalten, wer es trotzdem tut, wird schräg angeguckt. Die Regierung und Gesellschaft strebt nach Perfektion und der absoluten Gesundheit. In diesem Rahmen werden sogar einfachste Dinge wie Tagträumerei therapiert und besonders „optimierungsfleißige“ Bürger durch ein Punktesystem der Krankenkasse belohnt. Schon die Gene von noch ungeborenen Kindern werden korrigiert und durch ein Bonus-Programm noch zusätzlicher Anreiz geschafft: ab 3 Korrekturen von sogenannten Risikogenen gibt es einen Bonus-Edit umsonst (z. B. Haarfarbe des Kindes aussuchen).
Dies alles erfahren wir bereits im ersten Kapitel, in dem wir Kommissar Nix begleiten, der zu der Leiche eines scheinbar Behinderten gerufen wird. Doch bald muss Nix herausfinden, dass dieser Schluss falsch ist und er auf etwas viel Größeres gestoßen ist. Denn bei der Leiche findet er einen Hinweis, der ihn überhaupt erst auf das Massengrab im Neandertal aufmerksam macht.
Im Folgenden lernen wir zunächst mit jedem neuen Kapitel alle handelnden Personen kennen und erfahren so auch schon teilweise mehr über die Hintergründe.
Da wären im zweiten Kapitel Max und Sarah, zwei Anthropologen deren Spezialgebiet die Neandertaler sind und die im Laufe der Geschichte zu den Hauptakteuren werden. Das dritte Kapitel spielt dann in der Vergangenheit und ist aus Sicht des Neandertalers Urudim geschrieben. Dieser zeitliche Sprung wird auch durch die kursive Schrift deutlich gemacht. Kapitel vier ist dann in Form eines Zeitungsberichts geschrieben, der sich mit der „Großen Depression“ befasst. Diese ist eine besonders schwere Form, die mit bekannten Mitteln nicht heilbar ist und von der auch immer mehr junge Menschen und Kinder betroffen sind. Nachdem Kapitel fünf von einer bereits bekannten Person handelt, lernen wir dann in Kapitel sechs noch Eva-Marie kennen, die eine wichtige Rolle im Ministerium für Gesundheit und Glück innehat und zur größten Gegenspielerin von Sarah und Max wird.
Schon innerhalb dieser ersten sechs „Vorstellungskapitel“ entwickelt sich langsam die Story und man erfährt worum es geht und wie die handelnden Personen darin verwickelt sind. Bei dem einen ist das zwar mehr offensichtlich als bei dem anderen, man bekommt aber in jedem Fall mindestens einen groben Überblick. Im Folgenden wechseln die Kapitel dann immer wieder zwischen den Protagonisten, wobei aber Sarah und Max im Fokus stehen.
Auf den genauen Inhalt der Story möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen. Obwohl der Klappentext sehr kurz ist, fasst er das Wesentliche zusammen und somit wäre jede weitere Ausführung von mir ein Spoiler oder eine Wiederholung.

Fazit:
Dieser Thriller ist einfach nur gelungen! Obwohl er hinsichtlich Action nur selten wirklich rasant wird, ist das Spannungslevel durchweg hoch. Hauptsächlich begleitet man Sarah und Max auf ihrer Suche nach Antworten – Antworten zu den gefundenen Knochen, Antworten zu der Leiche die alles ins Rollen brachte und Antworten auf die persönliche Verwicklung in all diese Vorfälle. Ständig kommen neue Details ans Licht, die beim Leser neue Schlussfolgerungen und Vermutungen auslösen und die mögliche Entwicklung wieder in ganz andere Bahnen lenken.
Durch die wechselnden Perspektiven hat man als Leser schon relativ früh sehr viele Informationen und weiß wie alles zusammen hängt. Dennoch fiebert man mit und es gibt mehr als nur einen Überraschungsmoment.
Abgesehen von der Story, sind auch die gesellschaftskritischen Aspekte sehr interessant. Immer wieder regt das Buch einen dazu an über die heutige, nach Perfektionismus strebende Gesellschaft nachzudenken. Hier fand ich viele Details, wie Autos und Smarts (die zukünftigen Smartphones) von Amazon, sehr interessant, da sie gar nicht so abwegig scheinen.
Besonders gelungen fand ich auch das Ende, beziehungsweise den letzten Teil des Buches. Hier begleiten wir die finale Auflösung aus der Sicht einer neuen Person und diese Wendung ist meines Erachtens sehr gelungen, da sie den Kreis perfekt zu schließen scheint. Leider ist dieses Ende gleichzeitig auch mein einziger Kritikpunkt. Die große Frage die hinter allem stand und die all die Geschehnisse überhaupt ausgelöst hat, wird zwar beantwortet und für den Leser hinreichend aufgelöst, die dafür Verantwortlichen müssen aber keinerlei Konsequenzen erwarten. Nun mag das zwar für den ein oder anderen der Realität entsprechen, für meinen Geschmack hat es aber das Ende weniger rund gemacht. Und obwohl mich die gesamte Geschichte so begeistern konnte und auch viel zum Nachdenken anregte, lässt mich dieses kleine Detail am Ende etwas unbefriedigt zurück.
Alles in allem ist dies aber nur ein einziger und sehr subjektiver Kritikpunkt an einem ansonsten für mich rundum gelungenen Thriller, für den ich somit eine klare Leseempfehlung aussprechen kann.

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