Neun

Neun Leben – und nur eine Chance, die Wahrheit zu finden

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Neun Leben zu haben statt einem einzigen ist eine riesige Chance. Vor allem, wenn man durch jede Wiedergeburt ein bisschen schöner, klüger und besser wird. Julians Freunde können es gar nicht erwarten, die Schwelle zu ihrem jeweils nächsten Leben zu überschreiten. Doch Julian hat Angst. Seine eigene Mutter wurde in ihrem neunten Leben sehr merkwürdig und verschwand schließlich. Was, wenn einem in Wahrheit mit jedem Tod ein Stückchen vom alten Leben weggenommen wird? Als Julian doch den Sprung ins zweite Leben wagt, sieht er, dass er mit seinen Zweifeln nur allzu recht hat: Er kommt einer riesigen Verschwörung auf die Spur. Einer Verschwörung, die selbst für Menschen mit neun Leben tödlich ist …


Aus dem Amerikanischen von Kristof Kurz
Originaltitel: Nine
Originalverlag: HarperCollins
Paperback , Klappenbroschur, 368 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27235-4
Erschienen am  16. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Spiegel für die Gesellschaft

Von: Mama14

01.12.2019

Es ist ein tolles und leicht zulesendes Buch. Es zeigt unsere Gesellschaft, wie sie brav der Regierung folgt ohne Sie groß zu hinterfragen. Es geht darum,dass die Menschen 9 Leben haben und diese so schnell wie möglich verlieren sollen, damit es keine überfölkerung gibt und die Politik verspricht ihnen Prämien/ Geschenke dafür. Und Leute die dies hinterfragen sind nicht geduldet. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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Geniale Idee, gutes Tempo, leider zu wenig Hintergrundinformation.

Von: Aus dem Leben einer Büchersüchtigen.

24.11.2019

Meinung: Stell dir vor du hast neun Leben. Wie eine Katze. Allerdings ist es nicht so, dass du stirbst und nochmal von vorne anfangen kannst, sondern immer zu deinem vorher gelebten Alter zurückkehrst. Hinein in ein neues Leben, als bessere Version deiner Selbst. Bis du an einen bestimmten Punkt kommst, ab dem Fehler passieren können. Eine Rot-grün Schwäche. Gedächtnis- oder Kontrollverlust. Fehler im System. Ein System, das auf Lügen gebaut ist. Ich war regelrecht begeistert, als ich den Inhalt von „Neun“ gelesen habe. Makabererweise liebe ich alles, was mit dem Thema „Tod“ in Büchern einhergeht. Ob Todesboten, Todesreiche oder, wie hier, spektakuläre Todespartys. Natürlich strengstens verboten. Eigentlich. Und eine dieser Todespartys macht hier direkt den Einstieg. Julian, der Protagonist, um den sich das Ganze dreht, ist eine seltene Eins. Er lebt aufgrund von Ereignissen seiner Vergangenheit noch sein erstes Leben. Ist noch nie gestorben. Noch nie auferstanden wie seine Freundin Molly, die auf dieser Party ihre zwei in eine drei verwandeln will. Und seine Einstellung zur allgemeinen Lebensbilanz gefiel mir auf Anhieb. Das Problem an der ganzen Sache jedoch: Eine Eins hat kaum Rechte. Je höher die Zahl, desto höher das Ansehen. Mehr oder weniger. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich grandios, das muss ich sagen. Doch so begeistert ich anfangs auch war, die Emotionalität, die ein solches Thema erfordert, die war nicht mal ansatzweise gegeben. Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen, er wird sprachlich nicht zu ausschweifend, die Kapitel haben eine angenehme Länge und doch setzte sich im Laufe der Handlung mehr und mehr ein ungutes Gefühl bei mir ab. Ein Knoten im Bauch, wenn man so will. Durch die, größtenteils personale, Perspektive konnte ich mich eben fast nicht in Julian hineinversetzen und auch die restlichen Charaktere waren eher distanziert. Der Flair der Geschichte schwankt zwischen kollektivem Entsetzen, morbider Faszination und ein wenig Enttäuschung gehörte auch dazu. So toll ich Julians Einstellung zu Beginn fand, seine charakterliche Entwicklung war mir zuwider, selbst wenn sie zur Story passte. Genauso verhielt es sich mit Cody, die man zwar immer mal sieht, die aber undurchsichtig bleibt und deren Widerstandskämpfer einfach aus dem Nichts auftauchen. Hier und da werden Informationen zur Entstehung hingeworfen, aber richtig ausgeführt wird diesbezüglich nichts. Dabei ist dieses Thema so vielschichtig wie sonst kein anderes. Auf gewisse Weise war es schon spannend Julians Leben und das Auslöschen der Anderen zu verfolgen. Welche Skrupellosigkeit und Macht in seiner Welt regiert und wie die Wiederbelebung dort funktioniert. Action, Geheimnisse und Enthüllungen gibt es zuhauf, doch ein wenig mehr Hintergrundgeschichte zum Auslöser des „Neun Leben“ Chaos wäre schön gewesen. Fazit: Im Grunde genommen hat mich Julians Abenteuer in der Welt des ewigen Sterbens schon mitgenommen und fasziniert. Eigentlich hat die Story alles, was eine gute Dystopie braucht - vor allem glänzt sie durch Unvorhersehbarkeit. Doch die Charaktere waren einfach zu weit weg für das sensible Thema „Tod“ und die wissenschaftlichen Aspekte hinter all dem fehlten. So bleibt es nur eine neue, wenn auch geniale Idee, deren Umsetzung man lesen kann, aber nicht muss. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5)

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Vita

Zach Hines kommt ursprünglich aus West Virginia. Er verbrachte über zehn Jahre in Hong Kong, wo er als Journalist arbeitete. Dem Schreiben ist er treu geblieben und lebt heute als erfolgreicher Drehbuchautor in Los Angeles. »Neun« ist sein Debütroman.

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