Niedergang

Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur - von Jesus bis Bin Laden

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Paperback
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In einem wortgewaltigen Werk erzählt der französische Philosoph Michel Onfray die Geschichte der jüdisch-christlichen Kultur und prophezeit ihren Untergang. Onfray schildert Aufstieg und Blüte, dann die Infragestellung des christlichen Weltbildes seit der Aufklärung und schließlich den Verfall in unseren Tagen, der einhergehe mit Nihilismus und Fanatismus, wie wir sie in unseren Gesellschaften erlebten. Den Angriffen mörderischer Ideologien wie der des radikalen Islamismus setze die liberale westliche Welt nichts entgegen. Und obgleich bekennender Atheist, erkennt Onfray die große Leistung der bedrohten jüdisch-christlichen Kultur: den Respekt für das menschliche Individuum.


Aus dem Französischen von Enrico Heinemann, Stephanie Singh
Originaltitel: Décadence
Originalverlag: Flammarion, Paris 2018
Paperback , Klappenbroschur, 704 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-570-55405-0
Erschienen am  01. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Hochinteressantes Buch!

Von: The Book & the Owl

05.06.2018

Eines muss man Onfray lassen: Schreiben kann er. Sein Schreibstil war wirklich spannend, teilweise zu spannend, weil ich an einigen Stellen nicht mehr von einer quasi "Nacherzählung der Ereignisse" (Historischer Konsens) und Sachbuch unterscheiden konnte. Was ich wirklich seltsam fand, war, dass es hier keine Fußnoten mit entsprechenden Belegen gab, wie ich sie bspw schon in diversen schulischen und universitären Arbeiten anlegen musste. Das Einzige, was 'belegt' wird, sind die Bibel- oder Koranstellen und das auch nur mit den jeweiligen Absatznummern ohne Angabe von Ausgabe oder Hrsg./Übersetzer/Verlag/im Christentum Art der Kirche (kath/prot). Ein Quellenregister ist allerdings vorhanden, doch recht dürftig, wenn man es einmal in Relation zu der Länge des Gesamtwerkes zieht. Toll fand ich persönlich die Chronologie im Anhang, die allem noch einmal abschließend eine gewisse Ordnung und Nachvollziehbarkeit gibt. Ich bin keine Historikerin und kann deshalb nicht sagen, ob dieses Buch nun wissenschaftlich korrekt ist oder nicht. Ich kann mich michael_lehmann-pape (Lovelybooks) nur anschließen, wenn er sagt, dass das Werk eher einer Meinungsäußerung gleichkommt als denn einer wissenschaftlichen Abhandlung. Eine interessante, teilweise wirklich hochkontroverse Meinung, aber nichtsdestotrotz faszinierend in ihren Grundzügen. Deshalb vergebe ich auch 4/5 Sternen.

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Ich lese es zum zweiten Mal diesmal auf deutsch und wenn ich ein Buch empfehlen sollte, dann dieses!

Buchhandlung Hollmann GmbH

Von: Patrice Guin aus Berlin

01.06.2018

Ein großartiges Werk, ein schwieriges Buch. Die Schwierigkeit liegt im Wortschatz - oft in der Wortwahl selbst, die das Heranziehen der Brockhaus Enzyklopädie, für die Franzosen des „Petit Robert“ erforderlich macht; sie liegt auch in den vielen Anspielungen auf rein französisches Gebiet der Kunst und der Philosophie, Sachverhalte und Zusammenhänge, die für den französischenLeser geläufig sind, zumindest nicht fremd, für das deutsche Publikum aber weitgehend unbekannt bleiben. Die Schwierigkeit liegt aber auch -und vor allem tiefer sitzend- in einer grundlegend realistischen, materialistischen Auseinandersetzung mit dem Stoff, um den es geht, sei es die Religion, die Politik, die Kunst, der Krieg etc. Diese Art der Interpretation entspricht schwerlich dem deutschen Geist, der vom Idealismus und Abstraktion traditionell geprägt ist. Wie auch immer ist dieses Buch absolut lesenswert, monumental, aufklärerisch bis zum Manipulativen, den Sie denken nach der Lektüre wenn nicht anders, zumindest differenzierter.

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Vita

Der Philosoph Michel Onfray, geboren 1959 in Argentan/Frankreich, gründete 2002 in Caen die »Université Populaire«, eine Art Volksuniversität, zu der jedermann Zutritt hat. Jährlich besuchen Tausende Zuhörer seine Vorlesungen. Mit seiner Absage an alle Religionen und dem Plädoyer für ein freies, vernunftbestimmtes Leben entfachte er eine leidenschaftlich und kontrovers geführte Debatte. Er verfasste mehr als 50 Bücher, die in über 25 Ländern übersetzt wurden, unter anderem »Traité d'athéologie« (Dt: »Wir brauchen keinen Gott«) und eine mehrbändige Gegen-Geschichte der Philosophie.

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