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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7913-5399-9

Erschienen: 01.09.2014
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Es gibt ein Rom vor und ein Rom nach Pasolini

›Für den Künstler war Rom wie eine große Liebesgeschichte mit ihren Enttäuschungen, gemischten Gefühlen von Liebe und Hass wie auch Phasen der Anziehung, Ablehnung und Entfremdung.
› Pasolini in Rom: das heißt Poesie, Politik, Begeisterung für das Großstadtleben, Sex, Freundschaft und Kino

Pier Paolo Pasolini (1922–1975) ist eine der herausragenden und schillerndsten Persönlichkeiten des intellektuellen Europas der Nachkriegszeit. Als Lyriker in der Sprache seiner friaulischen Heimat, als Autor von Romanen und kulturkritisch-politischen Essays und Kolumnen, als Regisseur polarisierender Filme, aber auch als Zeichner und Maler richtete sich sein Blick in erster Linie auf zeitlose, archaische Themen: das Schicksal des Menschen, das bäuerliche Leben, die Religion, die Sexualität, der Tod. Dabei bewegte er sich stets außerhalb gängiger Normen, fand Bilder von außergewöhnlicher Klarheit und Schärfe und wurde somit zum größten Provokateur der italienischen Gesellschaft. Durch die mediale Präsenz der letzten Lebensjahre und erst recht nach seinen gewaltsamen Tod ist Pasolini längst zu einer Ikone der Postmoderne geworden. Die Publikation ist in sechs chronologische Sektionen gegliedert, die den sechs Phasen im Leben und Schaffen Pasolinis entsprechen. Sie beginnt mit seiner Ankunft in Rom am 28. Januar 1950 und schließt mit dem 2. November 1975, als sein lebloser Körper in der Nähe von Ostia aufgefunden wurde.

1881 wurde der heute nach seinem Architekten benannte Martin-Gropius-Bau als königliches Kunstgewerbemuseum eröffnet. Martin Gropius, ein Großonkel von Walter Gropius, und Heino Schmieden errichteten das ziegelverkleidete, mit Mosaiken und Terrakottareliefs geschmückte Gebäude im Stil der Renaissance. Es zählt zur Schinkelschule. Ende 1945 wurde das Haus schwer beschädigt. Erst 1965 wurde die Ruine nach einer Intervention von Walter Gropius unter Denkmalschutz gestellt. Nach mehrjährigem Wiederaufbau wurde das Haus 1981 mit einer großen Schinkel-Ausstellung eröffnet. Das Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht restaurierte das Gebäude 1998/1999 erneut grundlegend. 2001 übernahm der Bund die Trägerschaft des Hauses, die Berliner Festspiele wurden mit dem Betrieb des Hauses betraut. Jährlich sind im Martin-Gropius-Bau etwa 10 Ausstellungen aus den Bereichen Kunst, Archäologie, Fotografie und Kulturgeschichte zu sehen.

Die Cinémathèque française ist ein französisches Filminstitut mit Sitz in Paris, das sich der Erhaltung und Verbreitung von Filmen als Kulturgut widmet.

Der Palaexpo - Palazzo delle Esposizioni ist ein neoklassizistisches Ausstellungsgebäude an der Via Nazionale in Rom. Entworfen von Pio Piacentini, wurde es 1883 eingeweiht.

Paperback, Klappenbroschur, 264 Seiten, 17,7x24,0, 22 farbige Abbildungen, 166 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-7913-5399-9

€ 39,95 [D] | € 41,10 [A] | CHF 48,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Prestel

Erschienen: 01.09.2014

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„Traum der Poesie…“ Pasolini Roma, Prestel Verlag

Von: wortweg08 Datum: 13.11.2016

https://literaturoutdoors.wordpress.com

„Traum der Poesie…“ Pasolini Roma, Prestel Verlag

Schon der erste Blick in das Buch beeindruckt und erinnert an die poetische und vielfältige Welt des römischen Filmemachers, Poeten und kritischen Zeitgenossen Pier Paolo Pasolini. Der Ausstellungsband der Schau „Pasolini Roma“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin (2014/15) vertieft und weitet bekannte wie ganz neue Sichtweisen auf die vielfältigen Begabungen Pasolinis. So werden etwa auch Porträtskizzen des Zeichners/Malers gezeigt (1943), die schon seinen späteren Blick der Kamera auf Mensch und Emotion in fokussiertem Stillleben zeigen. Zahlreiche außergewöhnliche Dokumentarfotografien der Filmschauplätze Pasolinis in Kulisse und Regiearbeit sowie der Darstellerinnen, etwa Maria Callas, und Darsteller geben sehr anschaulich die Atmosphäre und den ästhetischen Ductus eines der bedeutendsten Protagonisten modernen Films wieder. Auszüge der Drehbücher runden diesen Ausstellungsschwerpunkt authentisch ab.

Der Schriftsteller Pasolini wird in zahlreichen Originaldokumenten vorgestellt. Die Textauszüge (auch handschriftlich) sowie Korrespondenzen geben gute poetische wie zeitkritische Porträtskizzen seines umfassenden Werkes im Wort wieder.

Die private Fotografie im Buch öffnet den Blick auf den Menschen wie interessierten Zeitgenossen Pasolini, der sich stets an den Schnittflächen von Kunst, Wissenschaft und politischem Bewusstsein bewegte.

Und natürlich ist der vorliegende Ausstellungsband auch eine gleichsam magische Reise in das Rom Pasolinis und seiner Inspiration für das Schaffen eines „kunstbesessenen Zugereisten“

„Ich floh mit meiner Mutter, einem Koffer und ein wenig Schmuck, der sich als falsch herausstellte… Wir fuhren nach Rom… Ich lebte/diese Seite eines Romans, des einzigen in meinem Leben: im Übrigen was soll es
lebte ich lyrisch wie jeder Besessene…“

„Pasolini Roma“, Ausstellungskatalog Berliner Festspiele_Martin-Gropius-Bau, Prestel Verlag 2014

Walter Pobaschnig, Wien 11_2016

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