VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Regengötter Thriller

Kundenrezensionen (19)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-67681-7

Erschienen: 20.10.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Videos

  • Service

  • Biblio

Der König der amerikanischen Kriminalliteratur ist zurück.

»Ich bin hinter der alten Kirche in Chapala Crossing und habe gerade neun Leichen gefunden, die hier begraben wurden. Alles Frauen. Benachrichtigen Sie bitte das FBI und rufen Sie auch die Kollegen vom Brewster County und vom Terrell County an. Die sollen Unterstützung schicken.«

Der Geruch des Todes! Auf den Hinweis eines anonymen Anrufers hin, gräbt Sheriff Hackberry Holland hinter einer verlassenen Kirche die Leichen von neun Frauen aus, notdürftig mit einem Bulldozer plattgewalzt. Es handelt sich dem Anschein nach um illegale Einwanderer aus Asien, die in Texas nahe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiteten. Bei der Suche nach dem Anrufer gerät Holland mit Isaac Clawson von der Einwanderungs- und Zollfahndungsbehörde ICE aneinander. Nach dem Mord an seiner Tochter ist er auf seinem eigenen Rachefeldzug. Bevor sie den einzigen Tatzeugen, Pete Flores, und dessen Freundin Vikki Gaddis ausfindig machen können, befinden sich diese bereits auf der Flucht vor den eigentlichen Drahtziehern, zu denen Jack Collins — genannt Preacher— zählt, ein Psychopath, dem man besser nicht zu nahe kommt.

»Regengötter ist ein Roman von alttestamentarischer Wucht. Burkes bildgewaltige Sprache packt einen von Anfang an.«

Stern (23.10.2014)

James Lee Burke (Autor)

James Lee Burke, 1936 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der Sechzigerjahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich Mitte der Achtzigerjahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke, der als einer der wenigen Autoren sogar zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet wurde, lebt abwechselnd in Missoula/Montana und New Orleans.

www.jamesleeburke.com

»Regengötter ist ein Roman von alttestamentarischer Wucht. Burkes bildgewaltige Sprache packt einen von Anfang an.«

Stern (23.10.2014)

Aus dem Amerikanischen von Daniel Müller
Originaltitel: Rain Gods
Originalverlag: Simon & Schuster

Paperback, Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-453-67681-7

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 20.10.2014

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Krimi aus den USA

Von: kinderdok Datum: 29.12.2015

kinderdoc.wordpress.com

Ein dicker Schmöker um den alten Sheriff Holland, der den Psychopathen Preacher verfolgt. Ein bißchen Jack Reacher, ein wenig “No Country for Old Men”, eine Spur “Mr. Mercedes” (was den alten Ermittler betrifft) – ein spannendes Buch. Wenn mich etwas störte, dann die Wiederholung der Plotidee “Killer ist immer einen Schritt voraus, kriegt aber selbst eins auf die Mütze”. Der Nachfolgeband steht bereits auf der TopTen der Krimi-Liste der deutschsprachigen Zeitungen, z.B. der ZEIT.

"Regengötter"

Von: Kaisu Datum: 05.11.2015

life4books.blogspot.de

"Ich hab gehört, dass Sie ein Sturkopf sein sollen. Ich hab auch gehört, Sie scheren sich einen Dreck um die Welt außerhalb Ihres Zuständigkeitsbereich." (S.104)

Das beschreibt so ziemlich genau den Eindruck, den irgendwie jeder von Sheriff Hackberry Holland hat. Ein mürrischer alter Mann, der seinen Job noch bis zur Rente macht und sich nicht für sein weiteres Umfeld interessiert. Doch der Schein trügt gewaltig. Holland hat sehr wohl ein Auge auf das was in der Welt geschieht. Allerdings bindet er das nicht jedem auf die Nase. Ebenso nicht den Punkt, dass er einen weichen Kern hat, den bisher nur wenige Menschen erblickt haben. So weiß er auch ganz genau, wer hinter den grausamen Morden hinter der Kirche in Chapala Crossing steckt. Aber keiner weiß wo er ist und ob er im Alleingang die Frauen regelrecht hingerichtet und verscharrt hat. Stattdessen läuft den Beamten ein junger Mann in die Arme, der durch Trunkenheit schon desöfteren aufgefallen ist. Was weiß er von der Tat? War er daran beteiligt oder nur ein stummer Zeuge?

Zusammen mit der Polizistin Pam Tibbs begibt sich der Sheriff auf Spurensuche. Dabei wird er unfreiwillig vom FBI und einer speziellen Abteilung dort, der Einwanderungsbehörde begleitet. Besonders Agent Isaac Clawson geht ihm hierbei auf die Nerven. Denn statt zusammen zu arbeiten und wichtige Informationen weiter zu geben, startet er einen Alleingang. Eher einen Rachefeldzug, denn er hat mit dem gesuchten Killer namens "Preacher" noch eine persönliche Rechnung offen, was aber weder für Clawson noch die Ermittlungen von Vorteil ist. Das große Chaos ist also vorprogrammiert. Als wäre das nicht schon genug, fangen plötzlich ranghohe Befehlshaber im Drogen- und Prostitutionskartell an sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Keiner will sich die Schuhe der Schuld anziehen. Jeder will sich aus den Schlingen des Gesetzes herauswinden. Nur einer bleibt dabei völlig gelassen: Preacher. Ist er vielleicht doch nicht der Schuldige?

"Regengötter" ist kein Buch, was man nach 400 Seiten beendet hat. Bald 700 Seiten verschlingen die Katz- und Mausspiele der Jäger und Gejagten. Für den ein oder anderen mag das jetzt ermüdend klingen. Man hat die Geschichte um den Massenmord von Frauen, die teilweise lebendig mit einem Bulldozer unter der Erde verscharrt wurden auch nicht man eben mit ein paar Worten beendet. Da steckt viel mehr dahinter. Wer alles in dem Geflecht aus Mord, Drogen und Prostitution steckt, wird nach und nach klar. Auch welche unschuldigen Menschen sich darin verheddert haben und nun unweigerlich mitgeschleift werden. Es ist bis zum Ende nicht klar, wer überleben darf und wer hingerichtet wird. Denn Schweigen holt man sich nicht mal eben in einem Gespräch. Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht. Wer nicht spurt, wird ebenfalls hingerichtet. Da müsste man doch eigentlich nur warten, bis am Ende einer übrig bleibt - oder?

Die Stimmung ist rau und kalt. Die Natur weit und staubig. Die Menschen uneinsichtig und gehetzt. Die Ermordeten geduldig am warten, während ihr Hüllen langsam verwesen. Somit sollte man rasch die Genreeinteilung "Thriller" vergessen. James Lee Burke ist in Amerika ein sehr bekannter Krimiautor, der entsprechend dafür ausgezeichnet wurde. Seit den Achtzigern widmet er sich dieser Richtung und ist recht erfolgreich darin, wie man deshalb hier in Deutschland auf Thriller kommt, ist mir nicht ganz begreiflich. Das schadet dem inhaltlichen der Story zum Glück nicht, wenn man mit den richtigen Erwartungen heran geht. Dieses Buch ist eine amerikanische Geschichte, die sich mit dem beliebten Thema der Schmuggelbanden nahe der mexikanischen Grenze beschäftigt. Es ist eine interessante Thematik, die sehr blutig und brutal vonstattengeht. Burke konzentriert sich jedoch auf einen Fall und deren Drahtzieher und deren Netz ist schon groß genug. Mehr hätte man auch nicht hineinpacken sollen.

Trotz der Grausamkeit die in diesem Buch herrscht, wird ein ruhiger Ton angeschlagen. Brutalität - kaltblütigen Mord - das Hinrichten von Menschen, das kann man nicht beschönigen, aber man muss es auch nicht verherrlichen. James Lee Burke hat einen guten Mittelweg gefunden und eine Figur erschaffen, die ich gerne weiterhin begleiten möchte.
Wie man sich nun denken kann, war ich sehr positiv überrascht von dem Buch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen dicken Klopper innerhalb weniger Tage verschlungen haben werde. Trotz seines ruhiges Grundtons habe ich mich nie gelangweilt und das stetige Hin und Her ist zeitweise recht verwirrend. Von daher hat das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung verdient!

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors