Regretting Motherhood

Wenn Mütter bereuen

(9)
Paperback
18,00 [D] inkl. MwSt.
18,50 [A] | CHF 25,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Darf man es bereuen, Mutter zu sein? Ein Tabubruch

"Regretting Motherhood" thematisiert, was bisher kaum ausgesprochen wird: Dass viele Frauen in der Mutterschaft nicht die "vorgeschriebene" Erfüllung finden. Dass sie ihre Kinder lieben und trotzdem nicht Mutter sein wollen. Ih ihrem bahnbrechenden Buch analysiert die engagierte Soziologin Orna Donath die Dimension des Tabus und lässt Mütter selbst von ihren Erfahrungen berichten.

"Donath (...) deckt so die wahre Dimension dieses gesellschaftlichen Tabus auf."

Weser Kurier am Sonntag (07. Februar 2016)

Aus dem Englischen von Karlheinz Dürr, Elsbeth Ranke
Originaltitel: Regretting Motherhood
Paperback , Klappenbroschur, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0719-5
Erschienen am  04. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Wucht!

Von: lenaliestdas

18.09.2020

Dieses Buch hat mich zu 100% begeistert. Mutterschaft als ein so elementares, wichtiges Thema wird in all seinen Facetten einfach nicht genug beleuchtet. Orna Donath hat hiermit einen entscheidenden Startpunkt gesetzt für ganz neue Forschungsfelder. Absolut lesenswert!

Lesen Sie weiter

Ein unglaublich wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt

Von: Luna von Lebensbetrunken

16.09.2020

Wow okay. Ich werde mein Bestes geben eine passende Rezension zu „#regretting motherhood – Wenn Mütter bereuen“ von Orna Donath zu schreiben, aber ich weiß jetzt schon, dass diese dem Buch nie gerecht werden kann. Dieses Buch ist nämlich wirklich… ja, was ist es? Es ist sehr viel. Wo soll ich da nur anfangen? Schauen wir uns erst einmal an, worum es geht. Auch, wenn der Titel da bereits sehr aussagekräftig ist. Worum geht es? Um Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen. Um Mütter, die keine Mütter sein wollen. Um Frauen, die die Mutter von Niemandem sein möchten. Es geht um Reue, um gesellschaftliche Erwartungen und eigene Wünsche. Um gesellschaftlichen Druck und die eigene Ehrlichkeit. Um Rollenbilder und Feminismus. Es geht um Kinder, um Mütter und um Familien. Um Leben und Freiheit und um Pflichten und Verantwortung. Es geht um ein Tabuthema, über das wir in unserer Gesellschaft nicht sprechen, über das wir am besten gar nicht sprechen dürften – über das wir aber sprechen müssen. Wie ist es? Es ist unglaublich. Es gab lange nicht mehr ein Buch, das mich so sehr zum Nachdenken angeregt hat. Das Buch basiert auf einer Studie, die die Autorin selbst in Israel durchgeführt hat. Somit sind zahlreiche Interviews mit verschiedensten Müttern Teil dieses Buches. Und das macht es so greifbar, so real und zeigt so eindringlich, wie fest das Bild und die Vorstellung einer Mutter in unseren Köpfen verankert ist, und wie dramatisch die Auswirkungen sein können. Das Buch ist nicht immer leicht zu lesen. Ich musste oft innehalten und meine Gedanken zu dem gerade Gelesenem sortieren. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe mich so oft auf frischer Tat ertappt gefühlt. Klar war mir bewusst, dass Muttersein anstrengend, herausfordernd und einschränkend sein kann. Aber auch ich dachte, die Liebe und Nähe zum Kind und diese ganz besondere Verbindung macht all das Negative wett. Doch so ist es bei vielen Frauen nicht. Und das ist okay. Und genau darüber müssen wir sprechen. „Die Stimmen derer, die ihre Mutterschaft im Nachhinein bereuen, bleiben ungehört, und weil sie nicht gehört werden, wird einfach angenommen, dass es sie nicht gibt.“ (S. 88) Es war unglaublich schmerzhaft zu lesen, wie die interviewten Mütter von ihren Emotionen, Ängsten und Wünschen berichten. All dieser Druck, die Erwartungen und Vorstellungen von der Gesellschaft, dass eine Frau eine Mutter werden muss und wie eine gute Mutter aussieht, die haben immense Auswirkungen. So haben viele dieser Frauen das Gefühl, ihr Leben und ihre Freiheit geopfert zu haben, als sich ihre Identität von Frau zur Mutter entwickelte. Und genau darum geht es in Donaths Buch. Denn: wir müssen anerkennen, dass nicht alle Frauen in der Mutterschaft ihre Erfüllung finden. Wir müssen darüber sprechen, ohne zu verurteilen. Und allen voran müssen wir Frauen nicht nur zeigen, dass sie auch die Mutter von Niemandem sein können – sondern deutlich machen, wie andere Möglichkeiten aussehen. Mein Fazit Dieses Buch ist gleichzeitig informativ und lehrreich sowie emotional und berührend. Es ist ein schwieriges Thema, dem noch so unendlich viel Aufmerksamkeit fehlt. Ich wünschte mir aus tiefstem Herzen, dass jede*r dieses Buch liest: ob Nicht-Mutter, werdende Mutter oder Großmutter – oder natürlich Menschen anderer Geschlechter. Es ist kein Buch, das kurz nebenbei gelesen werden kann, es ist unglaublich tiefgründig. Teilweise ist es auch schmerzhaft zu lesen und ich denke, das ist es besonders für Mütter, die sich darin wiedererkennen. Es bietet Identifikationsmöglichkeiten, die sonst nicht oder nie da sind, und genau das ist das Wichtigste an diesem Buch. Bei mir hat das Lesen dazu geführt, dass ich vieles hinterfragt habe und vieles nicht mehr als selbstverständlich sehe – das reicht von der Beziehung zwischen mir und meiner Mutter oder Großmutter bis hin zu meinem eigenen Kinderwunsch. Dieses Buch ist ein bisschen elektrisierend, ich finde dieses Wort passt ganz gut. Wir müssen so viel mehr über bereute Mutterschaft sprechen; müssen immer widersprechen, wenn jemand sagt „Die biologische Uhr tickt“ oder „Warte erst mal ab, irgendwann willst du eh Kinder“; wir müssen Mutterschaft endlich als menschliche Beziehung ansehen und nicht mehr als Rolle.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Orna Donath, geboren 1976, erforscht als Soziologin an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be‘er Sheva gesellschaftliche Erwartungen, die an Frauen, Mütter wie Nichtmütter, gestellt werden. Nach der Studie "Making a Choice" über jüdische Frauen in Israel, die sich gegen Kinder entscheiden (2011), ist "Regretting Motherhood" ihre erste internationale Buchveröffentlichung. Über ihre wissenschaftliche Arbeit hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich für das Hasharon’s Rape Crisis Center in Raanana.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Ein interessantes und spannendes Buch (...). Eines, das einen selten unberührt lässt."

"Donath hat mit ihrer Studie und ihrem Buch etwas öffentlich gemacht, das bislang dem Gespräch unter Freundinnen vorbehalten war oder in Therapien erörtert wurde."

DER SPIEGEL, Claudia Voigt (06. Februar 2016)

"Donath möchte Frauen Mut machen, auch offen über negative Gefühle zu sprechen, die mit der Mutterschaft verbunden sein können."

"Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Und das die konservativen Vorgaben der Gesellschaft heftig kritisiert."

Ruhr Nachrichten, Stefanie Platthaus (18. April 2016)

"Sie entwirft ein reflektiertes Bild der Frau, das bereuende Mütter zulässt und nicht verurteilt."

Neue Presse, Doreen Huth (21. Mai 2016)