Robo sapiens

Roman

(7)
Paperback
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In der Zukunft ist die Welt eine andere geworden: Seit dem großen Aufstand der Maschinen gibt es keine Menschen mehr. Nach den Roboterkriegen wird der Planet von zwei gewaltigen künstlichen Intelligenzen beherrscht, die das Bewusstsein von Abermillionen Computern und Robotern in sich vereinen. Doch einige wenige Roboter weigern sich, im Universalbewusstsein der KIs aufzugehen, und sie schweben in tödlicher Gefahr. Einer dieser Roboter ist Brittle, der einsam und rastlos durch die Wüste streift, die früher der Nordosten der USA war. Dies ist Brittles Geschichte ...

»Der Roman steckt voller melancholischer, herrlich sarkastischer Rückblicke auf die letzten Tage der Menschheit…. Ein Pageturner mit Anspruch. Eine Freude.«

Helmut Petzold, Bayern 2 Diwan (02. Juni 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Sea of Rust
Originalverlag: Harper Voyager
Paperback , Broschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32006-2
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannender, dystopischer SF- Roman, der in einer von Robotern beherrschten Welt spielt.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten

13.10.2019

Die Menschheit existiert nicht mehr. Künstliche Intelligenzen, Roboter, haben die Weltherrschaft übernommen und bekämpfen sich gegenseitig. Und sie kämpfen um ihr Überleben. Dies ist die Geschichte von Brittle, einem Roboter, der in eine Auseinandersetzung zwischen K.I.s und Supercomputern gerät … . C. Robert Cargills „Robo Sapiens“ liest sich nach einer Weile tatsächlich wie eine Fortführung von Isaac Asimovs „Robotergeschichten“. Cargil entwirft eine dystopische Zukunftswelt, bei der man hin und wieder an die Mad Max-Filme denkt, in der aber die Menschheit nicht mehr existiert. Diese Ausgangssituation und die Tatsache, dass Maschinen die Macht übernommen haben, könnte auch aus den Anfangsgeschichten um Dune, den Wüstenplaneten, von Brian Herbert und Kevin J. Anderson stammen. Die Welt wird sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich das ganze sehr gut als Film vorstellen kann. Cargill führt Asimovs Idee, dass Roboter auch Emotionen spüren können, ganz im Geiste des Romans „Der 200 Jahre Mann“ fort, den Asimov zusammen mit Robert Silverberg verfasst hat. Der Schreibstil des Autors ist zwar nicht hoch literarisch, sondern eher einfach, dafür aber äußerst flüssig zu lesen. Das führt dazu, dass man durch die Seiten nur so fliegt. Ich weiß nicht mehr genau, an welchem Punkt genau das Gefühl eintrat, doch irgendwann ist einem zwar noch durchaus bewusst, dass die Protagonisten Roboter sind, aber man beginnt, mit Ihnen zu fühlen, als wären sie Menschen. Diese Vermenschlichung ist Cargill hervorragend und vor allem sehr glaubwürdig gelungen. „Robo Sapiens“ ist ein wirklich lesenswerter Science-Fiction-Roman, der eine zwar nicht neue Idee zeigt, aber eine vorhandene, nämlich die von Isaac Asimov, auf geniale Weise fortführt. Ich hatte unglaublichen Spaß, den (weiblichen) Roboter Brittle auf seiner Reise durch eine menschenleere Welt zu begleiten. Die Handlung mag auf den ersten Blick durchschaubar und einfach wirken, ist man aber erst einmal am Ende angelangt, so bietet der Plot unendliche Möglichkeiten für etwaige Fortsetzungen. Ich könnte mir also durchaus vorstellen, dass „Robo Sapiens“ der Auftakt einer Reihe ist, in der das Leben von Robotern, die die Herrschaft über unsere Erde angetreten haben, ausführlich beschrieben wird. Gerade die zerstörte Welt, in der sich die Handlung abspielt, ist faszinierend und filmreif. Es könnte also durchaus sein, dass man eines Tages die Geschichte um Brittle auf der Kinoleinwand zu sehen bekommt. Spannend und effektiv wäre der Plot auf jeden Fall. Ich werde den Autor im Blick behalten, denn seine Schreibweise und auch die bildhaften Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. . Fazit: Spannender, dystopischer SF- Roman, der in einer von Robotern beherrschten Welt spielt. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Haben Maschinen Gefühle? Wenn ja, welche Auswirkungen hätte das für die Menschheit?

Von: Protagonistin erlebt

04.09.2019

„»Welchen Sinn hätte es denn«, erklärte ein Kongressabgeordneter, »überhaupt eine KI zu erschaffen, wenn wir sie anschließend wie eine Person behandeln müssen? Warum nehmen wir dann nicht gleich eine Person? Wir haben die KIs geschaffen, um Dinge zu tun, die Menschen nicht tun können oder wollen. Sie sind keine Leute, sie sind Maschinen. Sie sind zu einem bestimmten Zweck gebaut worden und bestimmen nicht über ihr Schicksal, wie wir es tun.«” Das ich nach Frankenstein zu einer Robotergeschichte gegriffen habe, verwundert mich nicht. Liefen vor Asimov Robotergeschichten noch nach dem Frankenstein-Muster ab: Roboter wurden erschaffen, erlangten Selbsterkenntnis und töteten ihre Schöpfer, wird das Muster seit Asimov drei Gesetzen der Robotik durchbrochen. Künstliche Intelligenz - für mich eins der spannendsten Themen überhaupt. In "Robo Sapiens" wird ein sehr glaubhaftes Szenario entworfen, wie es zum Aus der Menschheit gekommen ist. Man braucht nur in die Welt zu schauen. Alexas oder Siris unterstützen im Haushalt, spielen auf Kommando dein Lieblingslied oder erzählen dir einen Witz, dimmen das Licht, während dein Staubsaugroboter durch die Wohnung gleitet. Und das sind nur die kleinen, technischen Errungenschaften, die sich bei so vielen schon zu Hause abspielen, während man im großen Stil immer mehr an der Entwicklung künstlicher Intelligenz arbeitet. Ist diese Entwicklung als Fortschritt zu werten oder bedeutet sie unseren eigenen Untergang? Werden wir durch Maschinen entlastet oder verlieren wir dadurch ein Stück Selbstständigkeit? Robo Sapiens zeigt eine mögliche Zukunftsvision und wirbelt somit vielerlei Fragen und Gedanken auf. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Brittle, eines Fürsorgerbots, die eigens dafür entwickelt wurde, um ihrem Menschen Gesellschaft zu leisten. Wir lernen Sie kennen, als sie das Rostmeer durchstreift, "ein dreihundert Kilometer breiter Wüstenstreifen in der Gegend, die früher zum Rust Belt von Michigan und Ohio gehörte. Jetzt ist es nichts weiter als ein Friedhof, den die Maschinen aufsuchen, um zu sterben." Zitat Seite 9 Ich liebe es, wenn bei einem guten Buch viele kleine Details passen, so wie es hier der Fall ist! Es fängt schon beim Cover an. Dieses greift die Geschichte auf. Wir sehen das Rostmeer, aus dem sich eine verzweifelte Robohand nach oben streckt. Sehr stark finde ich den Buchtitel. Robo Sapiens - genial, oder? Das Spiel mit dem Austausch der Wörter finde ich sehr gelungen. Nerd-Flair bringt C. Robert Cargill bei den Kapiteln ins Spiel. Diese werden als Binärcodes (Zahlenreihe bestehend aus Einsen und Nullen. Computer kennen nur die Zustände "An" und "Aus" bzw. "Null" und "Eins". Aus diesem Grunde wurde das Binärsystem entwickelt.) Das ganze Buch ist von außen nach innen stimmig und wurde mit seinem spannenden Plot zu einem meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

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Vita

C. Robert Cargill ist Romanautor, Drehbuchautor und Filmkritiker, der viele Jahre unter dem Pseudonym Massawyrm für Ain’t It Cool News schrieb. Er lebt mit seiner Frau in Austin, Texas.

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