Schatten der schwarzen Sonne

Kommissar Iwata 1
Kriminalroman

(2)
Paperback
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Eine ganze Familie, hingeschlachtet von einem grausamen Mörder. Am Tatort finden sich merkwürdige rituelle Spuren, darunter die Zeichnung einer schwarzen Sonne ... Als Kommissar Kosuke Iwata an das Tokioter Polizeipräsidium versetzt wird, übernimmt er einen höchst mysteriösen Fall. Einen Fall, der zudem seinen Vorgänger in den Selbstmord getrieben zu haben scheint – und an dessen Aufklärung nicht jeder im Präsidium wirklich Interesse hat. Dann schlägt der Mörder erneut zu. Und an der Seite seiner neuen Kollegin Sakai wird Iwata hineingezogen in eine gnadenlose Jagd, auf der er sich auch seinen eigenen Dämonen stellen muss ...

»Spannendes Debüt mit einer komplexen, gut gebauten Geschichte und einem interessanten Kommissar.«

Münchner Merkur (21. April 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Thomas Stegers
Originaltitel: Blue Light Yokohama
Originalverlag: Michael Joseph
Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31475-1
Erschienen am  12. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Kommissar Iwata

Leserstimmen

Ein gelungener Serienauftakt

Von: Kaisu

13.09.2018

“Am Fuß des Leuchtturms herrscht Finsternis.” (Jap. Sprichwort) Da trifft Frankreich auf Spanien, herauskommt Nicolas Obregon, der in Amerika lebt. Er erschafft wiederum eine Welt in Japan, über einen Mann, der viel Leid in seiner Kindheit ertragen musste und es dennoch geschafft hat nach vorne zu blicken. Jetzt arbeitet er ganz frisch in Tokio als Kommissar und hat direkt einen fiesen Killer an der Backe. Kann das gut gehen? Schafft es der Autor eine japanische Welt zu erschaffen, die glaubhaft wirkt? So viel kann ich vorweg nehmen: Seine Recherche-Reise nach Japan hat sich bezahlt gemacht. 1996 – ein tragischer Vorfall in der Seilbahn (Suizid) 2011 – Kommissar Kosuke Iwata ist in Tokio angekommen, besucht eine Frau namens Cleo in einer Anstalt (starke emotionale Bindung) der erste Arbeitstag folgt (nüchterne Beobachtungen in der Polizeistation) Kaum hat Iwata sich vorgestellt, wird ihm klar gemacht, dass er eigentlich nicht erwünscht ist. Quereinsteiger, in Amerika studiert, wo gibt es denn so was in einem traditionellen Land, was sich gerne an Strukturen entlanghangelt? Aber irgendetwas müssen die obersten Chefs in ihm gesehen haben und so wird ihm direkt ein brisanter Mordfall zugeteilt. An seiner Seite die junge Sakai. Sie weist ihn in den Fall ein: Familie Kaneshiro Einwanderer aus Korea (also für die Presse uninteressant) Vater, Mutter, Sohn und Tochter – grausam ermordet der Mörder nimmt sich Zeit, verweilt am Tatort, surft im Internet, isst etwas Details: ihm fehlt das Herz, an die Zimmerdecke wurde eine gezackte schwarze Sonne geschmiert Der Startschuss für das Katz-Maus-Spiel ist damit gefallen. Vor allem diese schwarze Sonne lässt Iwata nicht los. Er fängt an nachzuforschen, alte Kontakte aufleben zu lassen und geht auf eigene Faust durch die Straßen der Stadt. Dass das nicht lange gut geht, kann man sich denken. Hinzu kommt das interne Problem. Man arbeitet gegen ihn und will ihn loswerden. Da der gute Iwata auch nicht gerade der fröhlichste Sonnenschein ist, gießt er eher Feuer ins Öl mit seinem Verhalten anstatt es zu löschen. Nebenbei ist da noch dieser Killer. Der sich nicht in einen kuscheligen Sessel setzt und teeschlürfend auf die Ankunft der Beamten wartet. Nein, er hat eine Mission. Die muss beendet werden und dafür fehlen noch ein paar Opfer. So geht das muntere morden weiter und die Beamten geraden immer mehr unter Zeitdruck. Ganz ahnungslos sind sie jedoch nicht. Man ist ihm dicht auf den Fersen. Korruption, Hass, Missgunst Machtspiele, alte Traditionen Liebe zu Details Liedzeilen, Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit Das sind alles Punkte, die immer wieder auftauchen. Es wird nicht nur nach einem Mörder gesucht. Man lernt die Polizeigewalt kennen, spürt die Macht der Worte und ahnt, dass der gute Kommissar mit seinen Schatten aus der Vergangenheit noch nicht komplett abgeschlossen hat. Alles miteinander vernetzt ergibt eine spannende Geschichte. Nicht jeder Aspekt ist neu, aber dennoch interessant und unterhaltsam verpackt. Ein gelungener Serienauftakt, wo japanische Sturköpfigkeit auf die französische Liebe zu Details trifft und einen gemeinsamen Nenner in Kommissar Iwata findet.

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Der Thriller mit Bonusmeilen

Von: Marius

01.05.2018

Von Amerika aus geht es mit dem nächsten Buch auf einen ganz anderen Kontinent, nämlich Asien. Diesen bespielt der Debütautor Nicolás Obregón mit seinem Thriller Schatten der Schwarzen Sonne. Das Buch ist der Autakt zu einer geplanten Reihe um den Ermittler Kosuke Iwata. Dieser wurde zur Mordkommission in Tokio versetzt und bekommt es gleich mit einem gerissenen Täter zu tun. Dieser ermordete eine ganze Familie und hinterließ am Tatort eine gezeichnete Schwarze Sonne. Dieses Symbol wird dem Polizeibeamten noch öfter an Tatorten begegnen und führt ihn bis nach Hongkong. Doch die wahren Hintergründe bereiten Iwata Kopfzerbrechen. Handelt es sich um Taten der Triaden, gibt es im privaten Umfeld der Ermordeten Motive oder steckt etwas ganz anderes hinter den Taten? Um den Täter zu stellen, muss Iwata ein hohes Tempo an den Tag legen – denn der Täter ist mit so ziemlich allen Wassern gewaschen. Mit Schatten der Schwarzen Sonne hat Nicolás Obregón einen wirklich multikulturellen Thriller geschrieben. Obrégon selbst hat eine französische Mutter und einen spanischen Vater. Sein Buch hingegen wurde in Englisch verfasst, ins Deutsche von Thomas Stegers übertragen und in spielt in Japan und China. Wäre dieses Buch ein Fluggast, es hätte wohl so einige Bonusmeilen gesammelt. Obregón erfindet zwar das Rad nicht neu, bietet dafür aber einige spannende Lesestunden.

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Das Special zu »Schatten der schwarzen Sonne«

Vita

Nicolás Obregón wurde als Sohn einer Französin und eines Spaniers in London geboren. Als er im Auftrag eines Reisemagazins in Japan unterwegs war, verliebte er sich in das Land und beschloss, einen dort spielenden Kriminalroman zu schreiben. »Schatten der schwarzen Sonne« ist sein Debüt, zurzeit schreibt er an seinem zweiten Buch.

www.obregonbooks.com

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Zitate

»Obregóns Erstling ist hochspannend.«

St. Galler Tagblatt (17. August 2018)

»Beeindruckendes Debüt.«

BÜCHERmagazin (01. August 2018)

»Hervorragend aufgebaut, düster bis zur Schmerzgrenze erzählte interessante Geschichte – insgesamt ein gelungenes Debüt.«

Bücherschau, Mario Reinthaler (01. Juni 2018)