Tagebuch meines Verschwindens

Psychothriller

Paperback
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Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht…

»Ein raffiniert erzählter Thriller mit einem verblüffenden Schluss«

stern (07. November 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: HUSDJURET
Originalverlag: Wahlström & Widstrand
Paperback , Klappenbroschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71881-8
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wenn die Erinnerung langsam wiederkehrt

Von: SaBineBe

12.01.2020

In einem kleinen, fast vergessenen, Ort in Schweden wurde vor einigen Jahren die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Nun wird dieser Cold Case wieder aufgerollt. Der Profilerin Hanne wird die junge Polizistin Marlin, die damals zusammen mit Freunden das tote Kind auf einer Geröllhalde fand, an die Seite gestellt. In einer stürmischen Nacht wird die völlig verwirrte Hanne von dem jungen Jake im Wald gefunden, ihr Lebensgefährte und Partner Peter ist verschwunden. Da er sich gerne Frauenkleider anzieht, bringt er nicht den Mut auf, der Polizei das Tagebuch von Hanne zu übergeben, das sie im Wald verliert. In diesem Tagebuch hat Hanne akribisch alle Schritte in den Ermittlungen festgehalten, um sie nicht zu vergessen. Zeitgleich wird an der Stelle, an der das Mädchen vergraben war, die Leiche einer Frau entdeckt. Während die Beamten weiter ermitteln, und Hanne versucht sich zu erinnern, liest Jake Hannes Tagebuch und kommt so dem Täter gefährlich nahe. Dieser Roman war meine erste Begegnung mit der Autorin. Aber ihr angenehmer und ruhiger Schreibstil hat mich von Anfang an überzeugt. Es bleibt bei einer fast sachlichen Schilderung, selbst wenn sich die Ereignisse überschlagen. Die einzelnen Personen sind fein gezeichnet und haben tiefgehenden Charakter. Das macht es umso interessanter die Geschichte zu lesen. Die Story wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Anfangs wechseln sich hauptsächlich die Erzählungen von Jake und Marlin ab. Später kommt auch Hanne hinzu, die sich immer mehr an die Vorkommnisse im Wald erinnert. Jedes einzelne Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, der einen neugierig macht auf das nächste Kapitel. Trotz seiner enormen Länge von immerhin 600 Seiten, habe ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, und kann es bedingungslos weiterempfehlen.

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Ganz wundervoll düster!

Von: Micha More than words

01.12.2019

Da ich mit Begeisterung alle bisherigen Bücher von Camilla Grebe gelesen habe, war ich sehr gespannt auf "Tagebuch meines Verschwindens", das bei btb erschienen ist und wurde nicht enttäuscht. Die düsteren Farben, in denen das Cover gestaltet ist und die vorne in das Buch gezeichnete Karte von 'Ormberg', wo die Geschichte spielt, hat mich gleich an die Stimmung der Serie "Dark" erinnert. Alles dreht sich um Ormberg und um den Ormberg, denn hier wird - und damit beginnt die Geschichte - die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Um diesen alten Fall noch einmal aufzurollen, wird ein Ermittler-Team in den Ort geschickt, zu dem auch die Profilerin Hanne gehört, die wir aus Camilla Grebes Roman "Wenn das Eis bricht" kennen. Hanne leidet an beginnender Demenz und notiert alle ihre Beobachtungen in ein Tagebuch, das "Tagebuch meines Verschwindens", das für die weitere Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Lange Zeit suchen die Ermittler verzweifelt nach einer Spur. Eigentlich sind es nur einige Tage, die jedoch sehr detailliert abwechselnd aus der Perspektive von Hanne, der jungen Polizistin Malin und dem Jungen Jake erzählt werden. Diese sich abwechselnden Sichtweisen machen das Buch sehr lebendig und erzeugen auf knapp 600 Seiten eine soghafte Spannung. Ganz besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen, die Camilla Grebe in ihrem Buch schafft. Der Ort Ormberg liegt abgelegen in den riesigen Kieferwäldern. Es ist dort karg, es herrscht Arbeitslosigkeit und für viele auch Hoffnungslosigkeit und doch hält die Schönheit der Landschaft sie gefangen. Der Roman von Camilla Grebe ist genau das richtige Buch für graue Wintertage und sei allen LiebhaberInnen von skandinavischen Krimis wärmstens empfohlen.

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Vita

Camilla Grebe, geboren 1968 in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Sie studierte an der Stockholm School of Economics, hat den Hörbuchverlag »StorySide« gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Gemeinsam mit ihrer Schwester schrieb sie die erfolgreiche Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman. »Wenn das Eis bricht« war ihr erster eigener Roman, der für seine einzigartige Stimme in der Presse hochgelobt wurde. »Tagebuch meines Verschwindens« wurde mit dem Skandinavischen Krimipreis ausgezeichnet. Camilla Grebe lebt mit ihrer Familie in Stockholm.

Zur AUTORENSEITE

Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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Pressestimmen

»Camilla Grebe verbindet auf ungewöhnliche Weise das Genre des Psychothrillers mit dem Psychogramm einer zerbrechlichen Gemeinschaft."«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rose-Maria Gropp (02. September 2019)

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