Tod im Februar

Kriminalroman. Band 2

(5)
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Detective Harry McCoys erster Tag zurück im Dienst könnte schlimmer nicht sein. Ein Spieler von Celtic Glasgow wird tot im 14. Stock eines im Bau befindlichen Bürogebäudes aufgefunden. Sein Mörder hat eine blutige Nachricht hinterlassen, eingeritzt in die Brust des Opfers. Doch das ist erst der Anfang einer neuen Welle der Gewalt, die Glasgow in diesem Februar 1973 heimsucht. Wird es McCoy gelingen, seinen Kopf über Wasser zu halten?

»Alan Parks kann man ohne weiteres jetzt schon in einem Atmezug mit den Großen des Genres wie Spillane, Thompson oder Cain nennen.«

Rainer Germann, in-München (12. Dezember 2019)

Aus dem Englischen von Conny Lösch
Originaltitel: February's Son
Originalverlag: Canongate
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27198-2
Erschienen am  28. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Harry McCoy-Serie

Leserstimmen

Scotland Crime Deluxe.

Von: Kaisu

15.12.2019

“Er setzt sich, betrachtet sein Werk. Trägt nur noch Hose und Unterhemd, harte Arbeit ist das. Noch immer stöhnt es, gluckst und hustet, das Blut läuft ihm in den Rachen.” (Buchbeginn) Detective Harry McCoys ist zurück. Nach einer körperlichen Zwangspause trottet McCoys zurück ins Polizeipräsidium. Allerdings ist der Wiedereinstieg nicht gerade sanft. Direkt am ersten Tag wird eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Ein bekannter, aufsteigender Rugby-Spieler. Geht man anfangs von einem Unglück aus, scheint kurz darauf ein persönlicher Rachefeldzug viel wahrscheinlicher. * ein keuchender Detective quält sich zum Tatort * Blut verträgt er nicht gut, hier ist dummerweise viel Blut * Smalltalk unter Kollegen, brav bei den Tests gewesen? bist wieder fit? * Realisierung, wer da eigentlich liegt. Sofort fangen die schlauen Köpfe an zu rauchen. Die Freunde, die Freundin, die Familie und der engste Kreis des Opfers wird durchleuchtet. Eifersuchtsdramen kommen ans Tageslicht. War der nette Rugby-Spieler doch nicht so nett? Was hat seine Freundin damit gemein? Und was will sie verbergen? Die Instinkte von McCoy sind sofort hellwach. Er streckt seine Fühler aus, schnappt sich Wattie und besucht alte Kontakte. Ein Punkt, der nicht gern gesehen wird. “Sicher, Sir? Sicher, dass das reicht? Wir klopfen einfach an die Tür und warten, dass er aufmacht?”, fragte McCoy. “Was schlägst du denn vor?”, fragte Murray. “Sollen wir mit Maschinengewehren auf die geschlossene Tür ballern und das Dreckschwein ummähen?” (S.94) Ja! Möchte man schreien. Ja, macht das! Bringt den Kerl zur Strecke! Schließlich ahnt man schon recht früh, wer der Täter ist. Trotzdem ist es nicht sonderlich einfach ihn zu schnappen. Zumal im Laufe der Zeit immer mehr Fakten auf dem Tisch liegen, die einen deutlich größeren Täterkreis zeigen, als angenommen. Jeder soll natürlich seine Strafe bekommen. Entsprechend versucht McCoy mit allen Mitteln den Fall zu schließen. * Sprachgebrauch, direkt, derb, rau * Feeling, dunkel, kalt, nass, blutig *Tempo, zügig, entschleunigend, lückenlos * Charaktere, beständig, menschlich, unbelehrbar Die Geschichte um McCoy entwickelt sich nahtlos weiter. Das raue Schottland versprüht auch hier wieder seinen Charme in Form von alten und neuen Geschichten. Ich mag es, wenn Charaktere nicht aus Stein gemeißelt sind. Auch Männer dürfen Schwäche zeigen. Wenn allerdings die Klischeekiste hervorgezerrt wird, verzieh ich missmutig das Gesicht. Der Rattenschwanz der Leiden von McCoy setzt sich hier natürlich fort und dieser ist nicht gerade unbekannt. Im Gesamtwerk ist alles wunderbar stimmig, ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch bestehen. >> Scotland crime deluxe! Wer Schottland liebt wird um dieses Buch nicht drumherum kommen! Trotz meiner kleinen genannten Schwächen, halte ich die Reihe weiterhin für absolut lesenswert.

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Ebenso beeindruckend wie der erste Teil mit einer intensiv düsteren Atmosphäre.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

02.12.2019

Detective Harry McCoys Rückkehr in den Polizeidienst könnte nicht schlimmer sein: Ein Fußballspieler wird tot aufgefunden. Der Mörder hat eine blutige Nachricht in die Brust des Opfers geritzt. Bald gibt es einen zweiten Mord und der Februar des Jahres 1973 wird für den ermittelnden McCoy immer unbehaglicher. Er geht seinen gewohnten, unkonventionellen Weg und sucht sich außergewöhnliche Hilfe. Und irgendwann muss er feststellen, dass das Ganze sogar mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun hat. . Alan Parks braucht nicht lange, um den Leser zurück in die düsteren 70er Jahre zu werden und ihn mit einer fast schon deprimierenden Stimmung einzufangen. Es ist wirklich unglaublich, wie der Autor es auch in seinem zweiten Buch über den Ermittler McCoy schafft, eine derart intensive Atmosphäre einzufangen, so dass man glaubt, man wäre mittendrin. Und selbst wenn man zwischen dem ersten und dem vorliegenden zweiten Teil ein paar andere Bücher gelesen hat, so fällt es nicht schwer, sich dem Plot und den Charakteren wieder anzupassen. „Tod im Februar“ ist erneut ein sehr beeindruckender und stimmungsvoller Thriller geworden, der sich bestens für eine Verfilmung eignen würde. Der Schreibstil ist sehr gehoben, wenngleich Parks kein Blatt vor den Mund nimmt und auch schon gerne einmal etwas vulgär spricht. Wenn dies geschieht, passt es aber hervorragend in die entsprechende Szene oder den Dialog und stört absolut nicht. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich Harry McCoy wirklich sehr mag. Es ist vor allem seine Natürlichkeit, die mich an diesem Charakter fasziniert. Der Mann ist so echt und greifbar, weil er nicht denkt und handelt wie ein Superheld, sondern wie ein normaler Mensch mit Ecken und Kanten. Vom Charakter her erinnerte er mich ein wenig an Sam Wyndham aus Abir Mukherjees Trilogie. Diese Ermittler sind so herrlich untypisch und entsprechen nicht der gewohnten Norm. Der Fall des vorliegenden Romans ist wieder äußerst brutal und sehr undurchsichtig. Dass er dann noch in einer dreckigen Umgebung spielt und auch Ganoven eine wichtige Rolle spielen, macht das Ganze sehr interessant und, wie bereits erwähnt, auch äußerst stimmungsvoll. Aufgrund des flüssigen Schreibstils kann man das Buch tatsächlich schwer aus der Hand legen. Somit kann „Tod im Februar“ durchaus das Prädikat „Pageturner“ verliehen werden. Der Charakter des Protagonisten bekommt in diesem zweiten Teil noch weitaus mehr Menschlichkeit, weil man ihn einfach noch näher kennen lernt als im ersten Band der Reihe. Genau diese Entwicklung der Figur macht aus „Tod im Februar“ eine sehr starker und lesenswerte Fortsetzung. Und auch der Mordfall ist, wie schon bei Teil 1, komplex und absolut unvorhersehbar. Man erkennt den Zusammenhang der verschiedenen Handlungsstränge lange nicht, die sich am Ende zu einer ganz besonderen Auflösung verknüpfen, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Alan Parks dieses hohe Niveau mit einem dritten Teil übertreffen oder zumindest gleichwertig halten wird. . Fazit: Ebenso beeindruckend wie der erste Teil mit einer intensiv düsteren Atmosphäre. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Vita

Alan Parks studierte an der Universität von Glasgow Philosophie. Nach dem Studium arbeitete er als Creative Director bei London Records und später bei Warner Music, wo er für Acts wie All Saints, New Order, The Streets oder Gnarls Barcley zuständig war. Heute lebt er in Glasgow und London. Nach »Blutiger Januar« ist »Tod im Februar« sein zweiter Roman um Detective McCoy.

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Conny Lösch

Conny Lösch hat in Frankfurt am Main Anglistik und Philosophie studiert, lebt seit vielen Jahren in Berlin und hat unter anderem Bücher von Don Winslow, Tracey Thorn und Jon Savage aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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Pressestimmen

»Blutig und brillant. Alan Parks erinnert uns daran, wie düster Glasgow einmal war.«

Louise Welsh

»Zupackend, brutal und authentisch. Parks tritt das Erbe von William McIlvanney an.«

John Niven

»Weit mehr als ein Reißbrettkrimi.«

Spiegel online

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