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Walkaway Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31793-2

NEU
Erschienen:  11.06.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. Doch es ist auch eine Welt, in der sich Lebensmittel, Kleidung und Obdach per Knopfdruck produzieren lassen. Warum also in einem System ausharren, das die Freiheit des Menschen beschränkt? Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. Dort suchen sie Unabhängigkeit, Glück und Selbstbestimmung. Was sie aber stattdessen dort finden, stellt ihre ganze Welt auf den Kopf: den Weg zur Unsterblichkeit ...

»Sein Blick in die Zukunft ist keine spröde Theorie, sondern packende (und von Edward Snowden gelobte) Sci-Fi mit Witz.«

GQ (07.06.2018)

Cory Doctorow (Autor)

Cory Doctorow, 1971 in Toronto geboren, ist Schriftsteller, Journalist und Internet-Ikone. Mit dem Blog boingboing.net und seinem Kampf für ein faires Copyright hat er weltweite Bekanntheit erlangt. Sein erster Jugendroman Little Brother wurde ein internationaler Bestseller. Cory Doctorow ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in London.

»Sein Blick in die Zukunft ist keine spröde Theorie, sondern packende (und von Edward Snowden gelobte) Sci-Fi mit Witz.«

GQ (07.06.2018)

»Mit seinem Science-Fiction-Roman „Walkaway“ ist es Cory Doctorow gelungen, eine spannende Story zu erzählen – die zudem lehrreich ist.«

Deutschlandfunk, Kultur (26.06.2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Walkaway
Originalverlag: Tor Books

Paperback, Klappenbroschur, 736 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31793-2

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 23,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen:  11.06.2018

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Anhaltender Nachklang

Von: Jill von Letterheart Datum: 15.08.2018

https://letterheart.de/

Zwischen Verwirrung und Struktur

Schon allein die ersten Seiten zeigen auf, dass es kein Buch ist, das sich nebenbei wegliest.
Der erste Eindruck war für mich ein wenig skurril und überdreht, schon allein die Bekanntschaft von Etcetera.
Ja, Etcetera. Das ist nämlich die Kurzform von „Meine Eltern konnten sich zwischen den 20 beliebtesten Namen der zur Volkszählung 1890 nicht entscheiden“.
Etcetera scheint selbst neu in der Welt, bzw. hat noch einiges zu entdecken. Was im ersten Moment wie eine Kommunistenparty wirkt, verbirgt um einiges mehr und ist der Einstieg in einen Wandel, der gerade erst eingeläutet wird. Die Gestaltung der Charaktere hat leider nicht ganz so meinen Geschmack getroffen, da sie mir teils doch zu distanziert waren. Ich hatte nie das Gefühl, die Situationen nachempfinden zu können.

Das Ganze spielt sich im 21. Jahrhundert ab, der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet und die Machtverhältnisse scheinen immer mehr zu verdeutlichen, dass du nur etwas zu sagen hast, wenn du das entsprechende Geld zur Verfügung hast.
Ressourcen werden mittels 3D Drucker erzeugt, doch was im ersten Moment wie ein Fortschritt wirkt ist ein Rückschritt für die Menschheit selbst und die hart erkämpfte Freiheit.
Da kommen die Walkaways ins Spiel – mit dem Ziel sich dem jetzigen System entgegenzusetzen wird ein Weg eingeschlagen, der wesentlich mehr offenbart und alles zu verändern scheint.

Teilweise war ich wirklich hin und her gerissen, zwischen Faszination und Langatmigkeit.
Es ist gar nicht so, dass sich hier viele unnötige Szenen wiederfinden, doch durch den Spielraum, den Cory Doctorow seinen Lesern lässt, um sich selbst ein Bild zu machen, war ich immer wieder dazu verleitet ein wenig meine Gedanken schweifen zu lassen und teils den Faden zu verlieren.
Kurz darauf hat mich dann wieder eine Dringlichkeit erfasst, die mir die Wichtigkeit dieser Geschichte verdeutlicht hat.

„Cory Doctorows Walkaway erinnert uns daran, dass die Zukunft, für die wir uns entscheiden, auch die ist, in der wir leben werden“
Edward Snowden

Science Fiction oder doch nahe Zukunft?

Ist es nicht immer so, dass man denkt, dass die ganzen Schreckensszenarien viel zu weit von einem entfernt sind?
Selbst große Veränderungen liegen im Sprachgebrauch und vor allem in Gedanken immer in weiter Ferne.
So erscheint es einem auch in dieser Geschichte, allerdings mehr am Anfang. Denn auch, wenn es teils ein wenig abgedreht wirkt, so sickert doch immer mehr die Erkenntnis durch, welche Parallelen sich zu der eigenen kleinen Welt erschließen. In welcher Welt möchten wir leben und was wären wir bereit dafür zu tun?

Die Armen werden ärmer und die reichen werden reicher.
Es scheint das stetige Gefühl zu existieren, das die Welt, bzw. die Gesellschaft immer und überall die gleichen Fehler macht – fressen oder gefressen werden. Doch was ist das für eine Philosophie, mit der wir leben?
Und genau das haben sich die Walkaways auf die Fahne geschrieben, ihr Schicksal endlich selbst in die Hand zu nehmen und der Welt ihren nötigen Anstoß zu versetzen, um es endlich besser zu machen.
Aber natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt – ein ziemlich lustiges Worstpiel, wenn man den Hintergedanken dieser Bewegung bedenkt.
Schwarze Schafe gibt es überall und auch Denkweisen, die nicht so simpel umzusetzen sind, wie man es sich erhofft. Oder vielleicht auch einfach falsch angegangen werden, denn zu einer „besseren“ Gesellschaft gehört wesentlich mehr als nur festzustellen, dass die derzeitige verbesserungswürdig ist. Man muss es tatsächlich selbst besser machen.

Walkaway war für mich persönlich eine neue Leseerfahrung.
Bisher habe ich mich weniger mit den Aspekten von Utopien befasst und dem Konzept, das dahinter steht.
Ich kann schlecht beurteilen, ob sich diese Geschichte für Einsteiger empfiehlt, denn neben interessanten und wirklich gut durchdachten Anregungen stößt man hier auch auf verwirrende Verstrickungen und muss ein wenig Durchhaltevermögen mitbringen. Trotz der Kritikpunkte bin ich aber dennoch beeindruckt und werde die Geschichte im Gedächtnis behalten.

FAZIT

Cory Doctorow hat mich mit Walkaway definitiv überrascht!
Ein utopischer Sci-Fi Roman, der unglaublich ausgereift ist und zeitgleich viel Platz für eigene Interpretationen und Gedanken lässt. Ich habe selten etwas gelesen, was gleichzeitig anspruchsvoll und doch so pragmatisch geschrieben war – ein Buch, das in meinen Augen nichts für zwischendurch ist, weil man sich doch auch Zeit lassen muss, damit die Geschichte sich ganz entfalten kann. Und auch, wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, hat mich die Geschichte auch ebenso beeindruckt – denn ein Gedanke geht einem nach dem Lesen nicht mehr aus dem Kopf:
Wie weit würde man für eine bessere Welt gehen?

Vor allem anstrengend

Von: Das Bücherregal Datum: 13.08.2018

dasbuecherregal.de/rezension-walkaway-von-cory-doctorow/


Was wäre, wenn man einfach aus der Gesellschaft rausgehen würde? Sich woanders einfach was neues aufbaut und niemand nach der Menge oder Qualität seiner Arbeit beurteilt wird, sondern nur nach seinem Charakter?

Das Buch
Cory Doctorows Walkaway ist eine Dystopie, die von der Möglichkeit erzählt, einfach wegzugehen und sich weder den Zotta-Reichen (also ultra reichen) noch gesellschaftlichen Zwängen beugen zu müssen. Hubert Etcetera, so genannt wegen seiner insgesamt 20 Vornamen, Seth und Natalie, eine angehende Zotta-Erbin, die regelmäßig auf Kommunistenpartys rumhängen und sich auf einer solchen kennen lernen, machen genau das. Sie gehen weg und lernen, Gesellschaft und das Miteinander über Materielles zu stellen. Doch die restliche Gesellschaft, als Default bezeichnet, und Natalies Vater geben sich nicht so leicht geschlagen und versuchen alles, um die Walkaways zu zerstören.
Da die Welt Ende des 21. Jahrhunderts über unheimlich viel Technik verfügt, beispielsweise transportable, schnelle 3D-Drucker, die von Kleidung über Essen und Medizin bis zu technischen Geräten alles produzieren können, und andere Annehmlichkeiten, ist der Walkaway eigentlich einfach.

Meine Meinung
Die ersten hundert Seiten lang muss man sich erstmal in der Welt von Walkaway zurecht finden und lauter Begriffe verstehen, die im Gegensatz zu vielen die wesentlich selbsterklärender (Darknet bspw. … das kennt man ja wohl inzwischen) sind, nicht im Glossar verzeichnet sind oder nur sehr selten auftauchen. Dann gibt es super viel Technik, die in meinen Augen eines der zentralen Probleme des Buches darstellt: Dadurch, dass sie immer und jederzeit verfügbar ist, wird eine Gesellschaft nicht vollständig verlassen, sondern vielmehr eine Parallelgesellschaft aufgebaut, die es zudem, rein technisch, sehr leicht hat, sich aufzubauen. Es geht vielleicht etwas langsamer als im Default, es ist jedoch nicht schwieriger. Das hat mich total genervt, um ehrlich zu sein.
Interessanterweise wurde in dem Buch auch das Thema Klimawandel sehr großzügig ausgespart, was ich irgendwie fahrlässig finde. Zudem erscheint mir der Walkaway wie ein Wegtreten von Verantwortung. (Dass es auch in der Verantwortung der Zottas liegt, nicht alle anderen zu unterdrücken ist mir klar.)
Und dann gabs da die zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich fand es doch äußerst interessant (kritischer Tonfall ), dass auf Beziehungen natürlich eingegangen wurde und diese auch durchaus offener ausfielen, als heutzutage, am Ende aber trotzdem so traditionelle Konzepte wie die Ehe bemüht wurden. Abgesehen davon, dass es … eine? Heterosexuelle Sexszene gab, massig lesbische Sexszenen und keine schwule. Öhm…? Ist es realistisch, dass die Männer alle Hetero sind, während die Frauen alle mindestens bi sind? Irgendwie komisch, wenn ihr mich fragt. Dafür sind diese Szenen seeehr ausführlich.
Das Buch wird als Utopie beschrieben, doch viele Entwicklungen in dem Buch müsste man kritischer sehen, wie ich finde. Und die LeserInnen am Ende weniger durch z.T. 14-Jahres-Zeitsprünge nach vorne verwirren…

Fazit
Selten fiel es mir so schwer, mich durch 730 Seiten eines Zukunftsromans zu lesen. Anstrengend und definitiv nicht mein Fall.

Walkaway | Cory Doctorow | 730 Seiten (ohne Anhang etc.) | Heyne | 16,99

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