Wer zweimal stirbt

Kriminalroman

(2)
Paperback
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Der junge Pfadfinder Edvin campt auf einer kleinen Schäreninsel, wo er und seine Kameraden Pilze sammeln. Ausgerüstet mit einem Körbchen findet er stattdessen einen halbvergrabenen Totenkopf im Wald. Obwohl er erst zehn Jahre alt ist, weiß er sofort, was zu tun ist: Er steckt den Schädel in eine Plastiktüte und türmt aus dem Pfadfinderlager zurück nach Stockholm geradewegs in die Wohnung seines Nachbars – dem berühmt berüchtigten Kommissar Evert Bäckström.

Evert Bäckström, irgendwo zwischen Mitte 40 und Mitte 50, klein, dick und durchaus nicht ganz auf der Höhe der Zeit, was Gleichberechtigung und politische Korrektheit angeht, ist als Kommissar bei der Polizei in Stockholm tätig. Sein Benehmen ist schlecht, sein Instinkt jedoch untrüglich. Er ist der Mann für die harten Fälle: Mord, bewaffneter Raubüberfall und so weiter. Am wenigsten scheut er dabei, sich selbst die Hände schmutzig zu machen.

»Perssons Bäckström-Romane sind eine durchaus beschwingte Lektüre, ein manchmal auch mit satirischer Schärfe gewürzter Spaß.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau (01. April 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm
Originaltitel: Kan man dö två gånger?
Originalverlag: Albert Bonniers
Paperback , Klappenbroschur, 576 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-75747-3
Erschienen am  02. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Stockholm, Schweden

Die Bäckström-Serie

Leserstimmen

Wer zweimal stirbt (Leif Persson)

Von: Poldi

10.04.2020

Statt Pilzen findet der junge Pfadfinder Edvin bei einem Waldausflug einen Totenkopf. Geistesgegenwärtig nimmt er ihn mit und präsentiert ihm seinem Nachbarn Evert Backström, der als Kommissar bei der Stockholmer Polizei tätig ist und den Fall direkt übernimmt. Doch zunächst muss er natürlich erst einmal herausfinden, um wen es sich bei dem Opfer handelt – und schon dabei stößt er seinen Kollegen nicht nur einmal mit seiner arroganten Art vor den Kopf... Mit „Wer zweimal stirbt“ hat der schwedische Autor Leif Persson bereits den vierten Roman seiner Krimi-Reihe um Ermittler Evert Backström veröffentlicht. Und ganz im Stile auch anderer Vertreter des skandinavischen Krimis ist seine Hauptfigur alles andere als ein klassischer Held, sondern im Gegenteil sogar reichlich unsympathisch. So ist er vollends von sich und seinem Können überzeugt, was er auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit seinen Mitmenschen präsentiert – und zugegeben ist er mit seinem Scharfsinn tatsächlich ein fähiger Ermittler. Doch auch seine rückständige Weltsicht, seine diskriminierenden Kommentare und sein unbestreitbares Alkoholproblem sprechen nicht gerade für seinen Charakter. Leider fällt es gerade deswegen schwer, eine Bindung zu der Figur aufzubauen, da er kaum in positiven Momenten gezeigt wird. Das ist sicherlich ein interessantes Stilmittel des Autors, der so den Fall differenzierter betrachten kann, hat bei mir an einigen Stellen aber die Freude an dem Buch merklich gemindert. Sprachlich ist der Roman allerdings gut und stilsicher geschrieben, besonders der fein eingebaute Wortwitz kann überzeugen. Der Fall in diesem Roman geht nur von wenigen Indizien aus und baut sich dann immer weiter auf. Interessanterweise ist dabei der Start mit den geringen Hinweisen spannender geraten als der spätere Verlauf – vielleicht weil die Handlung dort mehr auf den Punkt gebracht ist. Persson neigt im Mittelteil zu zu langen Ausführungen, die nur wenige neue Informationen einbringen und auch die Figuren nicht prägnanter erscheinen lassen. Auch wird die Dynamik hier heruntergefahren, manche Abschnitte in dem Roman wirken eher starr. Doch am Ende fängt sich die Geschichte wieder und präsentiert dann ein spannendes und packendes Finale, das die gut durchdachten Hintergründe ebenso kurzweilig wie unterhaltsam aufdeckt. Und auch wenn man einige Teillösungen vorausahnen konnte, gibt es viele erstaunliche Überraschungen, die sich jedoch gut in das Gesamtbild einfügen. „Wer zweimal stirbt“ kann von mir nicht uneingeschränkt empfohlen werden, dafür ist die Hauptperson zu unsympathisch, verlaufen manche Passagen zu starr. Doch zu Beginn und am Ende wird eine atmosphärische Spannung erzeugt, auch der Fall ist gut durchdacht und führt in einige überraschende Richtungen. Durch den gekonnten Schreibstil und den eingebauten Witz habe ich das Buch dennoch als lesenswert empfunden. #zuhausehören #buchladenliebe #hörbuchliebe #youarenotalone #homeoffice #zuhausebleiben

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Typischer Skandi-Krimi

Von: Bookerista

04.03.2020

Gestern haben ich Wer zweimal stirbt beendet. Als Skandikrimi-Fan musst ich es einfach lesen, da ich den Autor bisher nicht kannte und es für mich was Neues war. Es ist zwar der 4. Band einer Reihe, aber ich hab nichts vermisst und hatte das Gefühl, dass der Band in sich geschlossen ist. Meine Meinung zu dem Buch ist zwie gespalten. Auf der einen Seite gefiel mir die Story (eine bereits tote Frau wird ermordert), es war mal was anderes, spannend und flüssig geschrieben mit Setting in Stockholm. Fand ich richtig toll. Auf der anderen Seite waren mir alle Protagonisten unsympathisch und unzugänglich. Der Hauptkommissar ist versoffen, faul, sexbessessen, chauvinistisch, frauenfeindlich und homophob. Seine Mitarbeiterinnen sind in ihrem Job fähig und kompetent, werden aber leider äußerst flach dargestellt. Sie arbeiten dem großen Boss ja nur zu. Insgesamt ist das Frauenbild, das in diesem Buch vermittelt wird, wirklich altbacken und echt schlimm. Die Frauen machen im Buch die ganze Arbeit, aber ihr Chef heimst die Lorbeeren ein und weiß über jede dieser Frauen nur die typischen Vorurteile und Klischees zu berichten. Deshalb fällt mir eine Beurteilung echt schwer. Rein auf die Story und den Schreibstil heruntergebrochen sind es 4 Sterne. Allerdings kann ich mit dieser Macho-Welt und den frauendiskriminierenden Aussagen nicht viel anfangen. Das ist aber meine sehr subjektive Meinung. Für mich hat es das Lesevergnügen an vielen Stellen gemindert, aber dennoch fand ich die Story packend genug, um weiterzulesen. Weitere Bände werde ich mir aber vermutlich nicht zulegen. Aus eben diesen Gründen. Kennt ihr das Buch und den Autor? Was hat für euch Vorrang: Story und gute Unterhaltung oder Gendergerechtigkeit? Könnt ihr drüber hinwegsehen, wenn ein Chauvi der Protagonist ist?

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Vita

Leif GW Persson gilt als Großmeister der skandinavischen Kriminalliteratur. Persson, der lange Zeit als Profiler im Polizeidienst tätig war, ist Professor der Kriminologie, Medienexperte und seit mittlerweile 30 Jahren einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Er wurde mehrfach mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet, daneben erhielt er den Dänischen und den Finnischen Krimipreis. Seine Romane stehen regelmäßig auf Platz 1 der Bestsellerliste und verzeichnen Millionenauflagen.

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