Wild Cards - Die Gladiatoren von Jokertown

Roman

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Paperback
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Sie sind die Gladiatoren von Jokertown – für die einen tapfere Helden, für die anderen verzweifelte Opfer.

Jokertown … So wird das Ghetto im südlichen Manhattan genannt. Hier leben die Joker, die von einem Virus veränderten Mutanten. Gangs beherrschen die Straßen, für die Sicherheit können die Cops nicht mehr garantieren. Aber hier hält man auch zueinander! Als immer mehr Joker verschwinden und die Behörden nichts unternehmen, tun sich einige Mutanten zusammen, um sie aufzuspüren. Sie stoßen auf illegale Gladiatorenkämpfe und eine weltumfassende Verschwörung. Doch je näher sie der Organisatorin kommen, desto höher werden die Einsätze – bis es um ihr eigenes Leben geht!

»Der Band […] bietet einen überzeugenden neuen Blick in diese ungewöhnliche Alternativwelt, der alle Freunde dieser Reihe begeistern wird.«

Geek! (16. August 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Simon Weinert
Originaltitel: Wild Cards - Lowball
Originalverlag: Tor Books, New York 2014
Paperback , Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-3221-5
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Wild Cards - Jokertown

Leserstimmen

Einmal mehr ein Ausflug nach Joker Twon. Ich mag die Serie

Von: phantastische_fluchten

27.07.2019

Jokertown ist ein Schmelztiegel der außergewöhnlichsten Gestalten, die die Welt je gesehen hat. Da sie von den Normalos zu sehr ausgegrenzt werden, haben sich die Joker eine eigene Stadt innerhalb New Yorks geschaffen. Dort stoßen sie nicht auf unverschämte oder hasserfüllte Blicke, hier können sie leben wie sie möchten. Für die Normalos ist Jokertown wie ein Vergnügungspark. Bordelle haben rund um die Uhr geöffnet, die dortigen Angestellten verfügen über außergewöhnliche Talente und verschaffen einem Mann unvorstellbare Vergnügen. Hier findet der Mensch die ausgefallensten Drogen und die seltsamsten, teilweise illegalen Vergnügen. In diesem Revier ein Cop zu sein ist nicht einfach, das muss auch Michael erfahren, der hier als Normalo seinen Dienst schiebt. Ein Team besteht immer aus einem Joker und einem Normalo, um ein gewisses Gleichgewicht zu schaffen. Pater Squid sorgt für die Seelen der Einwohner von Jokertown. Obwohl er von der weltlichen Kirche exkommuniziert wurde, kümmert er sich um alle Geschöpfe seines Viertel. Infamous Black Tongue ist einer seiner Schützlinge. Der junge Mann, der eigentlich Marcus heißt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, des Nachts in Jokertown zu patrouillieren und Verbrecher dingfest zu machen. Obwohl die Cops das nicht gerne sehen. lassen sie ihn gewähren, denn sie haben schon lange keine Möglichkeit mehr, allen Verbrechen nachzugehen. Als Pater Squid und Marcus im Revier erscheinen und vom Verschwinden einiger Joker berichten, werden sie Ort nicht ernst genommen. Immer wieder verschwinden Menschen, teils freiwillig, teils werden sie ermordet. Aber wen interessiert es schon, ob ein Joker aus dem Armenviertel verschwindet oder nicht. Erst als auch der Pater und sein Schützling entführt werden, , werden Ermittlungen eingeleitet. Detektiv Franny Black bekommt diesen ungeliebten Fall, doch er kommt mit seinen Ermittlungen keinen Schritt weiter. Erst als er den "Stuntman" Jamal Norwood trifft und dessen Unterstützung gewinnt, stellen sich kleine Erfolge ein. Kommentar: Die Gladiatoren von Jokertown schließt sich nahtlos an das Buch "die Cops von Jokertown" an, lässt sich aber als eigenständige Geschichte lesen. Was mich wirklich sehr gefreut hat, ist das Wiedersehen mit den American Heroes aus der ersten Staffel. Hier gelingt es den Autoren, viele Fäden miteinander zu verknüpfen und somit Brücke zwischen den einzelnen Ereignissen zu bilden. Russbelt und Ghost leben mittlerweile in Jokertown und Russbelt bemüht sich darum, dass er Ghost adoptieren darf. Das ist nicht einfach. Das kleine Mädchen leidet immer noch unter den traumatischen Ereignissen des Krieges und Russbelt ist sicherlich kein Vorzeigevater. Es ist rührend zu lesen, wie er mit der Kleinen umgeht. Als er erfährt, dass immer mehr Joker aus dem Viertel verschwinden, versucht er ebenfalls entführt zu werden. Er ist sich sicher, dass er mit seiner Kraft und seinem Metallkörper jeglichen Feind überwinden kann. Drummer Boy, Earthquake, Kate und John Fortune sind ebenfalls in Jokertown unterwegs. Sie erfahren, dass jemand bei American Heroes illegale Aufnahmen gedreht hat und diese unter dem Ladentisch verkauft. Sie versuchen, den Täter zu finden und die Verbreitung der Aufnahmen zu verhindern, da sie teilweise sehr pikant sind. Bald ist klar, dass beide Fälle miteinander verbunden sind. Denn auch von den verschwundenen Jokern tauchen bald Filmaufnahmen auf und es scheint sich um den gleichen Kameramann zu handeln. Zusätzlich zu diesen beiden Handlungssträngen erfahren wir mehr von Michael , Pater Squid und Marcus, die in dem anderen Band schon eine große Rolle gespielt haben. Pater Squid ist meine Lieblingsfigur. Sein Leben ist tragisch und war stets mit Gewalt durchsetzt. Nichtsdestotrotz versucht er, allen Jokern zu helfen, insbesondere dem jungen Marcus, den er wie einen Sohn behandelt. Während es in "die Cops von Jokertown" noch einige sehr amüsante Szenen gab und der Leser oft schmunzeln konnte, ist dieser Band teilweise sehr traurig und auch sehr brutal und man verzweifelt an der Unfähigkeit der Cops. Einzig Franny ist bereit, den Fall der verschwundenen Joker zu untersuchen. Seine Kollegen haben schon lange resigniert und sehen kaum noch einen Sinn in ihrer Arbeit. Jamal Norwood, der ebenfalls bei den American Heroes dabei war, arbeitet nun bei SCARE, einer Elitetruppe von Agenten. Durch seine Tätigkeiten kommt er an Informationen, die Franny Black nützen, im Gegenzug hilft der junge Cop dem Agenten bei seinen Ermittlungen. Beide agieren heimlich, da ihre Vorgesetzten mit der Zusammenarbeit nicht einverstanden sind. Zusammen bilden sie ein starkes Duo, dass den Entführern bald auf den Fersen ist. Die Vielzahl an Fähigkeiten, die hier aufgelistet werden sind sehr erschreckend. Während bei den X-Men die Mutanten noch relativ menschlich sind, gibt es bei den Jokern alle Variationen, die man sich nur vorstellen kann. Gruselig sind vor allem die Jokern, welche in die Gedanken der Menschen eindringen und ihre Alpträume wahr werden lassen können. Das Cover passt sich an den ersten Band der Joker Town Geschichten an, es wird noch einen dritten Band zu diesem Erzählstrang geben. Man kann diese Bücher aber durchaus ohne Vorkenntnisse lesen. Auch wenn George R.R. Martin auf dem Titel steht, hat das Buch wenig mit ihm zu tun. Hier haben acht Autoren die unterschiedlichen Charaktere entworfen. Sie arbeiten aber so gut zusammen, dass kein Bruch in der Geschichte entsteht und sich alles flüssig lesen lässt. Die Erzälperspektive wechselt oft, so dass ein hoher Spannungsboden entsteht. GRRM ist lediglich der Herausgeber, auch wenn es, auf Grund des Erfolges von GoT, so dargestellt wird, als wäre er hier der federnführende Autor. Die Geschichte, so wie alle anderen Bände, ist Urban Science Fiction. Geschichten aus einer Welt, die sich anders entwickelt hat als unsere und wo Menschen durch einen Virus entweder einstellt wurden oder plötzlich über Superkräfte verfügen. Die Ausgrenzung, die Vorurteile und der Hass gegenüber den Jokern kann man durchaus auf unsere Welt ummünzen, wo Menschen, die anders oder fremd sind, ebenfalls ausgegrenzt werden. Ich freue mich auch Band drei und hoffe, dass die Geschichten so spannend und unterhaltsam bleiben. Ich bin ein Fan dieser Serie und habe alle Bände gelesen. Mein Dank geht an den Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Es handelt sich hier aber weder um Werbung, noch um eine Gefälligkeitsrezension, sondern um meine eigene, subjektive Meinung.

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Vita

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos »Das Lied von Eis und Feuer« wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie »Game of Thrones« verfilmt. George R.R. Martin wurde u.a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

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