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Zeitkurier Roman

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€ 15,50 [A] | CHF 21,50*
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Paperback, Broschur ISBN: 978-3-453-31733-8

Erschienen:  14.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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In einer zerstörten Zukunft liegt die letzte Hoffnung in der Vergangenheit

Die Erde hat sich in der Zukunft in ein verseuchtes Ödland verwandelt, und die Menschheit musste ins äußere Sonnensystem ausweichen. Dort, in den Weiten des Alls, sind Ressourcen allerdings ein seltener Luxus, und so bedient sich die menschliche Zivilisation der Zeitreise als letztes Mittel. Sogenannte Zeitkuriere reisen in die Vergangenheit, um dort nach Ressourcen und Antworten zu suchen. Bei seinem letzten Auftrag macht der Zeitkurier James Griffin-Mars jedoch den größten Fehler: Er greift in die Zeitlinie ein – und rettet eine Frau. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Flucht in die Gegenwart …

»Was für ein Zeitreise-Abenteuer! Unbedingt lesen!«

Ann Leckie

Wesley Chu (Autor)

Wesley Chu, 1976 in Taiwan geboren, wuchs in den USA auf und studierte Management und Informatik an der Universität von Illinois. Nach einigen Jahren als Berater, Banker und Stuntman wurde sein Erstlingsroman "Das Leben des Tao" ein großer Erfolg. Mit "Der Zeitkurier" hat Wesley Chu internationale Anerkennung gewonnen. Er lebt mit seiner Familie in Chicago.

wesleychu.com/

»Was für ein Zeitreise-Abenteuer! Unbedingt lesen!«

Ann Leckie

»Wesley Chu hat das Genre der Zeitreiseromane neu erfunden. Zeitkurier ist ein gnadenlos brillantes Buch!«

Paul Cornell

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Time Salvager
Originalverlag: Tor Books

Paperback, Broschur, 496 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31733-8

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  14.08.2017

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Wenn ein Schritt alles verändern könnte ...

Von: Susanne Glahn / Solara300/ Solaria Datum: 03.02.2018

fantastikbooks.blogspot.de/

Kurzbeschreibung
Der Chronist James hat das Reisen und seinen Job allmählich satt.
Sei es die Aufträge die ihn an seine Grenzen bringen, oder die Frage für was es sich lohnt weiter die Ressourcen in die Gegenwart zu bringen, wenn sich nichts ändert an der Lage im Moment.

Bei seinem letzten Auftrag allerdings begeht James denn wohl größten Fehler eines Chronisten, den er kennt die Zeit gesetze und weiß das er niemanden retten darf auch wenn es schwer fällt, und genau gegen dieses Gesetz verstößt er als er jemanden rettet.

Eine Zeit auf er Flucht scheint unausweichlich ...


Cover
Das Cover passt zum Inhalt und man sieht einen Mann der rennend unterwegs ist wie es aussieht.
Für mich mit dem Dunklen Raum außen interessant gestaltet, da es sich hier um mehr als nur das ersichtliche handeln könnte.



Schreibstil
Der Autor Wesley Chu hat hier eine interessante und stimmige Zeitreise Geschichte verfasst, die mit interessanten Protagonisten Lust macht mehr zu erfahren, was als nächstes passiert.
Leider war ich aber nicht so drin wie ich es mir gewünscht habe beim Lesen, da die Spannung nicht so bildhaft war wie gewünscht.
Das allerdings hat nur etwas mit meinem Empfinden beim Lesen zu tun und nicht mit der Geschichte selbst.
Deshalb hier nur drei Sterne.


Meinung
Wenn ein Schritt alles verändern könnte ...

Dann sind wir bei dem Chronisten James- Griffin- Mars, der wie alle anderen Chronisten Aufträge erhält in der Zeit zu reisen und sich Ressourcen zu beschaffen.

Bei seinem gerade erst vollendeten Auftrag traf James zum Beispiel auf die Oberin Grace Priestly, die die Zeitfirma mitbegründet hat und im Jahr 2212 sterben wird.
Den auf dem Raumschiff, wo sie sich gerade befindet, steht eine Druckwelle bevor, die nichts und niemanden übrig lassen wird.
James weiß das und doch ist er traurig einen Verstand wie von Grace verloren in der Vergangenheit zu lassen.

Wegen dieser Einsätze, in der er über manches Leben entscheiden muss, trinkt er und lässt sich manches Mal von Schuldgefühlen überrennen.
Allerdings hat er eigentlich Gefühle, oder wie hätte er sonst die Ausbildung die Fünf Jahre dauert zum Chronisten überleben sollen.
Chronisten sind im Jahre 2511 gefürchtet und gehasst und ein notwendiges Übel und keine Erretter, wie manche vielleicht denken.
James weiß das und nimmt weiterhin Aufträge an, auch wenn die Zahl aus seinem Lehrgang schwindet, da es einen sehr hohe Sterberatte gibt.

Bei einem seiner Aufträge oder sagen wir mal so, bei seinem letzten, trifft James eine Entscheidung die alles verändert und eingreift in das Zeit Gefüge, den er nimmt jemanden mit.


Und genau hier wird es etwas spannender, denn vorher lernt man erst einmal James kennen und seine Neigung sich seinem selbstzerstörerischen Sein nach abgeschlossenen Aufträgen zu widmen. Denn die Aufträge setzen ihm immer mehr zu und Alpträume plagen ihn.
Man lernt nicht nur James Gefühlswelt kennen, sondern auch wie es so aussieht in der Gegenwart im Jahr 2511 und was die Verbliebenen Bewohner auf den restlichen Planeten so machen.
Dabei lernt man auch Smitt kennen, der der Lotse von James ist und die Aufträge an Land zieht.

Sehr Interessant gestaltet.


Fazit
Ein Zeitreise Roman mit Empfehlung!
Ein Chronist, die Zeitreiseregeln und ein Verstoß der alles ändern könnte.

3 von 5 Sternen

Zeitchaos

Von: ralfreitze Datum: 06.12.2017

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/

Zeit! Zuallererst ist Zeit eine physikalische Größenart. Wie wir sie wahrnehmen, ist sie philosophisch das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend und in die Zukunft hinführend. Doch zuallererst bildet die Zeit mit dem Raum eine vierdimensionale Raumzeit. (Quelle: Wikipedia) Zeit war schon immer eine sehr subjektive Empfindung. Wartet man, schleicht sie dahin, erlebt man etwas sehr schönes, rennt sie einem davon. Auch ist das Alter eine wichtige Größe, in der Jugend fühlt man sich unsterblich, mit einem unendlichen Zeitkonto ausgestattet, im Alter zerrinnt die verbleibende Zeit zwischen den Fingern.

Schon früh hat die Zeit Schriftsteller fasziniert und animiert. Zeitreiseromane wie ‚Die Zeitmaschine‚ von H.G. Wells, ‚I.N.R.I oder die Reise mit der Zeitmaschine‘ von Michael Moorcock oder die sehr kreative Art eines Philip K.Dick, mit diesem Medium umzugehen, haben mich als Kind immer fasziniert. Dies sind nur einige Beispiele, im deutschsprachigen Raum hat sich gerade Wolfgang Jeschke als Verleger oder auch mit dem Zeitreisebuch: ‚Das Cusanus-Spiel‘ hervorgetan. Mein Lieblingsbuch in dem Genre ist allerdings der wunderbare Liebesroman mit Zeitreise: ‚Ein Tropfen Zeit‘ von Daphne du Maurier.

Natürlich habe ich bei Zeitkurier von Wesley Chu sofort zugegriffen, zumal es sich um den Anfang einer Serie handeln soll. Einen weiteren Grund zuzugreifen war das Titelbild, was mich an die alte Serie Timetunnel erinnerte. Der Wunsch des Menschen in der Zeit zu reisen und sie auch zu verändern ist sehr stark vertreten, doch wäre das immer gut?



Die Erde ist in naher Zukunft grau und öde. Alle Ressourcen sind ausgeschöpft, die Menschheit lebt hauptsächlich auf den umliegenden Planeten im Sonnensystem.

„Elise betrachtete die mit Moos und Dreck bedeckten Wände und strich mit den Fingern über den schmierigen Boden. Alles war feucht, sogar die Luft. Diese Welt war ausgelaugt und müde, als zerschmölze nach und nach der ganze Planet. Verfall, wohin der Blick auch fiel. Selbst die Steine vor ihren Füßen schienen zu trauern.“

Ressourcen werden auch aus der Vergangenheit geholt. Dabei ist aber zu beachten, dass das Raumzeitgefüge nicht gestört wird, das heißt, dass frühere Ereignisse nicht geändert werden dürfen, so dass sie das Heute verändern. Die Chronauten erledigen diese teils recht schwierige und psychisch anstrengende Aufgabe. Die ChronoCom ist die Institution, die das Raum-Zeitgefüge überwacht und auf die Einhaltung der Zeitgebote achtet. James Griffin-Mars (ein selten dämlicher Name für den Hauptprotagonisten) ist ein Chronaut der ersten Stufe und erledigt die wirklich kniffligen Aufgaben. Durch seine sehr burschikose Art macht er sich nicht gerade beliebt, er ist dafür bekannt immer sehr direkt zu sein. Bei einem wirklich sehr kniffligen Auftrag, lässt er sich hinreissen, einen Menschen aus der Vergangenheit mit in die Gegenwart zu nehmen. Damit hat er das erste Zeitgebot gebrochen. Von nun an wird er als Geächteter gejagt.

Zeitkurier beginnt sehr schwungvoll und beschreibt die qualvolen psychischen Probleme der Zeitreisen sehr schön. Die Gedanken, die James bei seinen Reisen in die Vergangenheit hat, dass diese Menschen die er trifft, schon lange tot sind und er ihnen nicht helfen kann. Diese Hilflosigkeit dem Zeitstrom gegenüber, verschafft ihm Albträume und zieht ihn tagtäglich runter. Auch die Beschreibung der Vergangenheit und der Bezug zur Gegenwart wie sie sich entwickelte, fesselte mich an das Buch. Nachdem James eine Frau in die Gegenwart gebracht hat, geschieht etwa in der Hälfte des Buches ein regelrechter Bruch.

Ab da häufen sich die unlogischen Situationen. Der Schreibstil, schon vorher recht einfach gehalten, wird zusehens grob und wirkt dahingeschludert. Auch gehen Wesley Chu die kreativen Ideen aus. James Griffin-Mars verausgabt sich in wilden sinnlosen Zeitsprüngen, die keinen rechten Bezug zur Handlung mehr haben. Am Ende war ich froh, dass das Buch ein Ende hatte, viel weiter hätte ich auch das Zeitchaos nicht mehr verfolgen wollen. Eine recht gute Idee, leider schlurig zum Ende hin ausgeführt. Für mich enden hier die Zeitreise-Tätigkeiten des Zeitkuriers.

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