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Zukunftsmenü Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-50150-4

Erschienen: 15.04.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das Plädoyer für einen neuen Umgang mit unseren Nahrungsmitteln.

Sarah Wiener hat eine Leidenschaft für gutes Essen, das frisch und mit regionalen Zutaten, ehrlich und kernig zubereitet wird. In ihrem Elternhaus war es, schon aus wirtschaftlichen Gründen, üblich, dass mittags und abends immer frisch gekocht wurde. Die geschmackliche und kulturelle Prägung, aus dem eigenen Garten und mit einfachen Mitteln gesundes und gutes Essen zu gewinnen, ist bis heute ihre Spezialität. So wird verständlich, dass sie sich, als sie eine prominente Spitzenköchin wurde, ganz öffentlich über den Zusammenhang von Nahrungsmittelproduktion, Handel und Qualität unseres Essens Gedanken machte.

Immer mehr Menschen ernähren sich von industriell vorgefertigten Speisen. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Geschmackserlebnisse immer uniformer und flacher, die sinnlichen Erfahrungen mit dem Essen immer dürftiger werden.
Immer weniger Menschen haben noch eine Vorstellung davon, wie aus Roggen, Weizen oder Dinkel unser täglich Brot wird, wie Lauch, Pastinaken oder Rote Bete im Garten wachsen oder wo das Fleisch für ihre tägliche Nahrung herkommt. Mit dem Verlust von Ursprünglichkeit und Vielfalt gehen auch gesundheitliche Ernährungsschäden einher, nicht zuletzt die Zivilisationskrankheit der Fettleibigkeit. Hier ist Sarah Wieners Engagement für eine bodenständige Nahrungsproduktion und für Achtsamkeit und Genuss beim Essen nicht nur vernünftig, sondern auch trendy. Mit ihrem alten Wissen und traditionellen Werten hat sie ein Knowhow zu bieten, das uns Kochkultur und Genuss wiederentdecken lässt und nebenbei der Ausweg aus unserer einseitig auf Effizienz ausgerichteten, Umwelt und Gesundheit zerstörenden Industrienahrung ist.

"Zukunftsmenü macht plausibel, warum gutes Essen teuer sein darf und muss – und warum wir trotzdem davon profitieren."

Essen & Trinken Online (11.04.2013)

Sarah Wiener (Autorin)

Sarah Wiener, geboren 1962, entdeckte ihre Kochleidenschaft in den Künstlerrestaurants ihres Vaters. Sie begann ihre gastronomische Karriere mit einer kleinen Firma für Kuchen und Mehlspeisen und gründete 1990 ihre erste Cateringfirma. Zehn Jahre später eröffnete sie „Das Speisezimmer“, 2003 ihr Café und Restaurant im Berliner Hamburger Bahnhof, gefolgt von weiteren Restaurants in Berlin, Bremen und Stuttgart. 2012 kam mit „Wiener Brot“ ihre traditionelle Holzofenbäckerei in Berlin hinzu. Seit Anfang 2013 hat Sarah Wiener ihre eigene Lebensmittelmarke, die ganz auf Transparenz und Nachhaltigkeit und auf die Verwendung regionaler Zutaten und alter Gemüse- und Obstarten setzt. Gemeinsam mit Alfred Biolek begründete die Köchin die Stiftung „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“. Sie ist unter anderem UN-Botschafterin für biologische Vielfalt, Wald-Botschafterin für den WWF sowie Bio-Botschafterin des Bundesernährungsministeriums. Auch mit ihren zahlreichen TV-Auftritten wie etwa ihren Arte-Sendungen „Sarah und die Küchenkinder“ und „Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener“ verfolgt sie ihr Ziel einer genussvollen, nachhaltigen Ess- und Kochkultur.

"Zukunftsmenü macht plausibel, warum gutes Essen teuer sein darf und muss – und warum wir trotzdem davon profitieren."

Essen & Trinken Online (11.04.2013)

"Sarah Wieners Plädoyer für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln mit vielen praktischen Tipps sowie traditionellen und originellen Rezepten."

Tina (03.04.2013)

"Praktische Tipps, wie jeder zu einer achtsameren Esskultur beitragen kann."

Emotion (15.05.2013)

"Es ist ein Buch der Aufklärung mit dem sich Wiener treu bleibt. […] [E]s sind die einfachen und eingängigen Thesen, die es lesenswert machen."

dpa (19.04.2013)

"Spitzenköchin mit Mission."

Buchjournal (19.04.2013)

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Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten, 19,0 x 22,8 cm
4-farbig

ISBN: 978-3-570-50150-4

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Riemann

Erschienen: 15.04.2013

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Kein Kochbuch im üblichen Sinne, aber unverzichtbar.

Von: Nicole Datum: 08.06.2015

blog.nicole-rensmann.de

Sarah Wiener war für mich schon immer die Rebellin unter den TV-Profiköchen. Sie verfügt über ein großes Fachwissen, sagt ihre Meinung frei heraus (und sie hat eine) und gehört zu den Köchen, die nicht auf filigrane Verzierungen oder High-Tech setzen, sondern aus frischen Zutaten Gerichte zaubern, die jeder nachkochen kann.
Geboren wurde sie 1962 in Halle, wuchs in Wien auf. Die Begeisterung zum Kochen entdeckte sie erst spät, im Berliner Restaurant ihres Vaters. Als Vorbilder bezeichnet sie zwei ältere Köchinnen, Helma und Traudl, die bei ihrem Vater öfters kochten. Mit 28 Jahren gründete sie ihre eigene Cateringfirma. Heute führt sie mehrere Restaurants, wie Das Speisezimmer, Das Kaffeehaus oder den Hamburger Bahnhof – allesamt in Berlin. Dort hat sie auch die Bio-Steinofenbrot-Bäckerei Wiener-Brot eröffnet – eine Herzensangelegenheit. Überhaupt betreibt sie nicht nur Cafés oder Restaurants, seit 2013 besteht die eigene Sarah Wiener Lebensmittel-Linie. Sie setzt sich für gesunde Ernährung bei Kindern ein, ist WWF-Botschafterin und tritt auch immer wieder im Fernsehen auf, z.B. bei ihren Reisen durch ferne Länder in denen sie über die dortigen kulinarischen Trends berichtet.

Mein erstes Ketchup-Rezept stammt von Sarah Wiener. Das Rezept stellte sie vor einiger Zeit bei stern.de in einem Video vor. Ich fand es so simpel, dass ich seitdem nur noch Ketchup selbst koche, zwischenzeitlich mit eigenen Variationen (andere Kräuter, mehr Gewürze). Auch sonst habe ich von ihren Erfahrungen schon häufiger lernen können und mir Anregungen geholt.
Ihr Buch »Zukunftsmenü« ist jedoch alles andere als ein Kochbuch und für jeden, der sich mit Lebensmitteln beschäftigt, eine interessante Wissensquelle. Aber wer will ein Sachbuch als Menüvorschlag?
Ein Köchin klärt auf – Muss das sein?

Ja. Denn Profi-Köche sind es, die uns Verbraucher aufklären können. Ihr Job ist es, aus guten Lebensmitteln noch bessere Speisen zuzubereiten. Wer sonst weiß so viel über Ernährung, Zutaten und Zubereitung wie ein guter Koch oder eine gute Köchin? Sarah Wiener nimmt dabei kein (Salat)-Blatt vor den Mund, sie spricht offen über die Missstände der Ernährungsindustrie. Dabei holt sie sich Hilfe von Professoren, Umweltmedizinern, Agrarwissenschaftlern oder TV-Koch-Freunden wie Tim Mälzer.

Leider wird schnell klar, dass es kein schmackhaftes »Zukunftsmenü« geben wird, wenn zukünftig nicht bedächtig mit unserer Nahrung umgegangen wird. Allen Trends zum Trotz, ob vegan, vegetarisch oder Paleo – kein neuer Ernährungskult schafft es, der Industrie das Umdenken beizubringen, denn hier geht es nicht um gesundes Essen, sondern um Geld und Macht. Und um sehr viel Dummheit.

Als sie Kind war, so erzählt sie, litt keiner an Nahrungsmittelunverträglichkeiten litt. Und überraschenderweise muss ich dieser Aussage zustimmen. Auch als ich noch klein war, einige Jahre später – bekam keiner Bauchweh von Milch oder Allergieschocks von Nüssen. Heute hat fast jeder irgendein Problem mit der Nahrung: Nüsse, Eiweiß, Gluten, Zitrusfrüchte. Die Gründe für die Unverträglichkeiten sind vielfältig und werden anschaulich von den Experten, die Sarah Wiener zu Rate zieht, erklärt.

Ob über Bienensterben, Medikamente und Adrenalin im Fleisch, Bio-Ware, die keine ist oder warum regional essen so gesund ist – Sarah Wiener erklärt und klärt in einer offenen und herzlich warmen Art auf.

Auf Seite 84 ging mir das Herz auf und mir wurde klar, warum ich Sarah Wiener einfach nett finde. Sie war alleinerziehende Mutter – wie ich -, musste zum Sozialamt – wie ich -, hat sich geschämt, diese Unterstützung anzunehmen – so wie ich. Und sich dann wieder rausgekämpft. Wie ich. allerdings hat sie einen anderen Weg eingeschlagen und ist erfolgreicher als ich.
Auch das Kapitel über ihre Resteverwertung hat mir Freude bereitet, denn sie macht es wie ich – oder besser: Ich wie sie, ohne zu wissen, dass sie es auch so macht. Aus trockenem Kuchen oder Kuchenresten zaubert Sarah Wiener Nachtisch – wie ich. Brötchen vom Vortag werden zu Knödeln oder Semmelbröseln und auch sonst wird bei ihr fast alles verwertet, was missglückte oder übrig blieb – wie bei mir. Kann also gar nicht so verkehrt sein. Jetzt könnte der geneigte Leser denken, die Rensmann spinnt ein bisserl. Das will ich nicht abstreiten, aber wenn du oft mit so einem seltsamen Blick betrachtet wirst und dich komisch fühlst, wenn du erzählst (und es deshalb auch für dich behältst), dass du die Pfeffersauce zum Grillen selbst gekocht hast und du den abgelaufenen Joghurt zu Kuchen verarbeitest oder aus Obstresten Marmelade kochst, dann fühlt es sich richtig an, wenn eine Sarah Wiener sagt: Sie macht es so! :-)

Zu manchen Kapiteln kredenzt die Köchin feine Rezepte, die simpel nachzukochen sind.
Auch ihre Webseite ist einen Besuch wert. Dabei spielt jedoch Zeit eine nicht unwesentliche Rolle, denn auf der interaktiven Seite gibt es viel zu entdecken: Tipps zum Kochen und Backen, aber auch zahlreiche Rezepte und Informationen zu vielen Zutaten und Nahrungsmitteln. Außerdem gewährt uns Sarah Wiener einen Einblick in die Speisekarten ihrer drei Restaurants.

Fazit: Ich habe viel gelernt. Manches wusste ich schon, anderes hatte ich vergessen, vieles konnte ich neu entdecken. »Zukunftsmenü« von Sarah Wiener ist ein Aufschrei, ist ein Mut-Mach-und-Aufklärungsbuch mit überraschenden Beispielen und klaren Worten, das sich an all diejenigen richtet, die nicht nur einem neuen Essenstrend folgen, sondern sich wahrlich mit Nahrungsmitteln beschäftigen wollen. Das »Zukunftsmenü« ist wichtig und empfehlenswert!

Mehr www.nicole-rensmann.de/2014/09/08/gelesen-zukunftsmenue-von-sarah-wiener/

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