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Zwei Papas und ein Baby Unser Leben als (fast) ganz normale Familie

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€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-20096-8

Erschienen: 11.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Eltern über Nacht

Nach ihrer Heirat beschließen Tobias Rebisch und sein Mann, ihr Glück perfekt zu machen: Sie wollen ein Kind adoptieren. Doch der Adoptionsprozess ist langwierig und nervenaufreibend, die Bürokratie und das lange Warten sind eine Belastungsprobe für die Beziehung. Als sie schon fast aufgeben wollen, geschieht das Wunder: Das Jugendamt meldet sich, schon am nächsten Tag sind sie Eltern eines neugeborenen Jungen, der ihr Leben durcheinanderwirbelt.

Tobias Rebisch beschreibt offen und ehrlich, wie es ist, von heute auf morgen Eltern zu sein, und berichtet vom Leben als schwules Paar mit Kind. Er erzählt von Müttern, die Männern grundsätzlich die Eignung zur Kindererziehung absprechen, und davon, was ihm durch den Kopf geht, als sein Sohn eines Tages nach der Krippe verkündet, er wolle seinen Kita-Freund Stefan heiraten . . .

Tobias Rebisch gewährt uns Einblicke in eine etwas andere Familie – wunderbar ehrlich und berührend!

Tobias Rebisch (Autor)

Tobias Rebisch wurde 1979 in einem Bergdorf in Österreich geboren und lebt seit 15 Jahren in Deutschland. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann arbeitete er in der internationalen Luxus-Hotellerie. Heute ist er für den Vertrieb eines renommierten Hotels verantwortlich – und Vollblutpapa.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-20096-8

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 11.04.2016

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Extrem gefühlsbetont geschrieben

Von: KayaDominica Datum: 19.04.2017

isabellsbooks.blogspot.de/

Komplette Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/

MEINE MEINUNG:


POSITIVES


Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, da man dadurch ein schönes erstes Bild der Familie bekommt. Besonders schön fande ich, dass im Vorwort des Buches gleich die Geschichte zum Bild erzählt wurde. Das empfand ich als sehr gelungenen Einstieg.


Das Buch ist wirklich sehr sehr schön geschrieben und der Autor ist einem schon nach ein paar Seiten sehr sympathisch. Mir gefiel es, dass das Buch relativ chronologisch aufgebaut war und nur in angemessenen Rahmen teilweise vor- oder zurückgriff, da sich die Geschichte dadurch sehr wie ein Roman lesen ließ. Was besonders auffällt ist die Gefühlsbetontheit des Buches, welches es teilweise sehr emotional macht. Auch hatte ich das Gefühl, dass der Autor es geschafft hat, in den einzelnen Kapiteln einen gewissen Spannungsaufbau herzustellen, obwohl einem als Leser ja eigentlich schon von Anfang an klar ist, wo das ganze hinführt. Dennoch mochte ich es sehr, dass trotz des allgegenwärtigen Wissens, dass die beiden ein Kind bekommen werden, das Buch trotzdem nicht ins Dokumentarische verfiel, was das Lesen für mich immer in die Länge zieht, da ich keine Bindung zu dem Buch aufbauen kann. Das war aber wie gesagt hier überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil ist das Buch stellenweise wirklich extrem emotionsgeladen geschrieben.


Diese Emotionalität bahnt sich schon von Anfang an an,, jedoch erreicht sie erst im Kapitel "Luis" ihren Höhepunkt. Man kann gar nicht nicht berührt sein von der unglaublichen Liebe, die Tobias Rebisch in viele Worte fasst.


Während des Lesens hatte ich auch das Gefühl, dass das Buch immer besser und vorallem intensiver wird, je weiter ich lese. Irgendwann saugt man die Seiten nur noch so weg, da man so extrem mit dem Autor mitfühlt, da der Autor seine Gefühle so vollkommen offen legt. Der Autor schafft es auf jedenfall sehr, einen als Leser mit auf seine Reise zu nehmen und einige Gefühle fühlen zu lassen.


Was durch das ganze Buch hindurch extrem spürbar war, und keine Sekunde in Frage stand, war die unglaubliche Liebe die der Autor zu seinem Kind empfindet, sowohl bevor es überhaupt da ist, als auch danach. Es wurde eindringlich vermittelt, dass die beiden Männer sich unfassbar danach sehnen ein Kind zu bekommen. Jedoch fand ich es sehr schön, dass so klar dargestellt wurde, dass das vorrangig aus dem Grund der Fall war, da beide das Gefühl hatten, sehr viel Liebe zu vergeben zu haben, statt dass es sich nur um einen Punkt auf der "To Do Liste des Lebens" handelte.


Die Kapitel des Buches haben eine angenehme Länge, die mit dem sehr flüssigen Schreibstil und der generellen Dünne des Buches ein schnelles Durchlesen sehr begünstigen.


Es hat mir immer sehr gefallen, wenn etwas vom Charakter des Autors miteinfloss und er eigene speziellere Vorlieben und Wünsche miteinbrachte. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor ein sehr ehrliches und selbstreflektiertes Bild von sich an den Leser vermittelte. Das war extrem angenehm zu lesen, da man nie das Gefühl hatte, dass der Autor einem etwas vormachen will. Ganz im Gegenteil öffnete der Autor eher sein komplettes Gefühlsleben sperrangelweit auf für den Leser.


Das Buch bringt einen selbst sehr dazu über Familienplanung nachzudenken und darüber, was ein Baby bedeutet und wie überfordert man selbst in vielen Situationen damit wäre.


Das Kapitel "Helikoptermütter" hat mir extrem gut gefallen und mich auch sehr schockiert. Es hat bei mir definitv bewirkt, über das gesellschaftliche Bild der Kompetenzen eines Vaters nachzudenken.


Generell hat mir das Buch am besten gefallen, sobald Luis da war und vom Alltag der Familie berichtet wurde, was den letzten Teil des Buches ausmacht.




NEGATIVES


Ich hatte im ersten Teil des Buches das Gefühl, dass sich der Autor trotz der generellen Kürze des Buches doch teilweise zu viel Zeit für manches nimmt. Vorallem jetzt, nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, hätte man im ersten Teil noch einiges weglassen können, und dafür ein paar Seiten mehr in den zweiten Teil einbauen können, der sich für mich ohnehin viel schöner lesen ließ. (Mit ersten Teil meine ich "Ohne Luis", mit dem zweiten Teil dann "Mit Luis")

Manches wurde mir einfach zu oft wiederholt, wobei ich mir dann dachte, dass mir der Autor jetzt nicht noch ein zehntes Mal hoch und heilig versichern muss, dass sie unbedingt ein Kind wollen, da ich ohnehin schon davon ausgegangen bin.


Ich hatte oft das Gefühl, dass der Autor das Buch vorrangig für sich selbst geschrieben hat um alles nochmal zu verarbeiten und Revue passieren zu lassen, was ja auch eine tolle Intention ist, nur manchmal hätte man manches etwas kürzen können. Ebenfalls wieder eher im ersten Teil.


Teilweise fiel es mir wirklich schwer zu glauben, dass das Buch wirklich auf realen Begebenheiten beruht, da es stellenweise so extrem poetisch wirkte, was aber auch sehr am gefühlsbetonten Schreibstil des Autoren liegt. Bei biographischen Büchern fällt es mir immer etwas schwer zu glauben, dass sich der Autor noch so haargenau an bestimmte Situationen, Wetter und Dialoge erinnern kann, wenn man als Leser weiß, dass das für den Autor jetzt schon jahrelang zurückliegt. Dieses Gefühl, dass ich dem Autor nicht alles glaube was da steht, auch wenn es sich nur auf die Beschreibungen bezieht, verleiht dem Buch für mich dann etwas fiktives, was zu so einem Buch dann irgendwie nicht passt.


Die immer wieder auftauchenden Vergleiche zu Heteropaaren und das Klarstellen, dass der Autor und sein Mann sich ja genauso wie diese verhalten, fühlte sich für mich etwas befremdlich und unnötig an. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Autor und sein Mann es nötig hatten, sich unbedingt so mit anderen Paaren zu vergleichen oder gleichzustellen, jedoch kann ich mich dabei wohl auch zu schwer in die Situation hineinversetzen. Es las sich einfach seltsam, so oft "In dem Punkt verhielten wir uns genauso wie ein Heteropaar" zu lesen. Für mich stellt ein Heteropaar nicht das Non-plus-ultra dar.


Die extreme Elterneuphorie, die in der Mitte des Buches extreme Oberhand nimmt, ist teilweise sehr schwer nachzuvollziehen wenn man nicht selbst in der Situation ist oder war. Es wird als vollkommene Erleuchtung dargestellt, ein Kind zu bekommen, was auf mich etwas befremdlich wirkte, weil ich einfach nicht in der Situation der Familienplanung bin.


Die extreme Emotionalität des Schreibstils bewegt sich für mich auf einem dünnen Grad zwischen eindringlich & berührend und zu viel des Guten & daher befremdlich.




FAZIT


Ich kann dieses Buch allen, die sich für das Thema Regenbogenfamilien interessieren, sehr empfehlen. Es hat mir im Großen und Ganzen sehr gefallen und mir einige interessante Stunden beschert. Der Schreibstil ist extrem gefühlsbetont und eindringlich, was man mögen muss. Jedoch hat es mir die meiste Zeit über sehr gut gefallen.

Generell ist es ein schön rundes Buch, das man sehr schnell durchgelesen hat. "Zwei Papas und ein Baby" schafft es dabei einen zu berühren, zu informieren und zum Nachdenken anzuregen.




MEINE BEWERTUNG IN STERNEN


Ich verleihe diesem Buch 4 von 5 Sternen.

Ein Buch über die Liebe, das Leben und das jede menge Hoffnung macht

Von: bookbliedling Datum: 23.08.2016

bookbliedling.blogspot.de/

Rezension:

Dieses Buch ist so besonders und hat mich auf so eine spezielle Art und Weise berührt, dass ich es mittlerweile schon zwei Mal gelesen habe. Denn diese Autobiographie ist mehr als eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Sie ist eine Geschichte voller Hoffnung, aber auch Rückschlägen. Eine Geschichte die zeigt, dass fast alles möglich zu sein scheint, besonders wenn man eigentlich schon nicht mehr daran glaubt. Eine Geschichte mit der man sich einfach identifizieren kann, auch wenn man weder homosexuell ist, noch je im Leben über Adoptionen nachgedacht hat. Es ist einfach eine Geschichte aus dem Leben, über das Leben.
Tobias Rebisch beschreibt einfach so gefühlvoll, was es heißt sich plötzlich in einen anderen Mann zu verlieben, wie die Gesellschaft darauf reagiert. Und man merkt sehr deutlich, dass er dies nie bereuen wird, das Marc und er sich bedingungslos lieben und füreinander da sind, egal wie schwer es manchmal auch sein mag.
Doch die Liebe zwischen den beiden ist nicht der zentrale Punkt in diesem Buch. Es ist ihr Sohn Luis und welchen harten Weg sie beschreiten mussten, ehe dieser ihr Glück perfekt gemacht hat.
Schon für "normale" Paare ist es mehr als schwierig ein Kind zu adoptieren, für ein schwules Paar scheint es daher zunächst unmöglich. Aber Tobias und Marc haben einen Traum und sind bereit dafür alles zu tun. Sie erkundigen sich über Möglichkeiten, tun alles was nötig ist, lesen alles was es zu wissen gibt. Und das über Jahre. Sie machen eine schwere Zeit durch und besonders Tobias kommt beinahe an seine Grenzen. Doch als die beiden schon fast aufgegeben haben, da passiert das unglaubliche, innerhalb weniger Tage werden sie Eltern.
Sehr humorvoll schreibt Rebisch über das Leben zu dritt, über Helikopter Mütter im Drogerie Markt, die eh immer alles besser wissen, darüber wie es ist, wenn zwei Männer einen kleinen Jungen groß ziehen, wie Kindergärtnerinnen und Spielkameraden darauf reagieren und so weiter.

Fazit:
Dieses Buch ist besonders. Es macht einen Mut auch mal etwas zu wagen, egal wie ausweglos alles zunächst scheint. Es ist ein wunderschönes Buch über die Liebe und das Leben. Ich kann es einfach jeden nur wärmstens ans Herz legen.

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