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»Perfect Girlfriend« - Interview mit Hörbuchsprecherin Nora Waldstätten

Das Hörbuch

Ein packender Psychothriller über Schuld, Neid und Rache

Juliette Price weiß genau, was sie will und wen sie will. Um ihrem Freund Nate nahe zu sein, wird sie Flugbegleiterin bei der Airline, für die er als Pilot arbeitet. Sie sind füreinander bestimmt, da ist Juliette sich absolut sicher. Dass Nate vor ein paar Monaten mit ihr Schluss gemacht hat, bedeutet nichts. Denn Juliette hat einen Plan, wie sie ihn zurückgewinnen wird. Sie ist die perfekte Freundin, und sie wird ihm zeigen, wie sehr er sie in seinem tiefsten Inneren noch liebt – und wenn er sie dafür erst einmal fürchten lernen muss ...

Nora Waldstätten, geboren 1981, ist eine österreichische Schauspielerin. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Universität der Künste Berlin. Sie war in mehreren Inszenierungen des Deutschen Theaters zu sehen und wirkt in zahlreichen Verfilmungen mit. 2010 wurde sie beim Filmfestival mit dem Max Ophüls Preis für ihre Leistung in Schwerkraft als Beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. 2012 spielte sie eine der Hauptrollen in Ken Folletts Romanverfilmung Die Tore der Welt. Seit 2014 ermittelt Nora Waldstätten an der Seite von Matthias Koeberlin in der ZDF-Reihe Die Toten vom Bodensee.

Das Interview

1) Frau Waldstätten, Sie haben gerade die Aufnahmen zu Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich. beendet. Sie haben auf die Anfrage, ob Sie bereit wären und Lust hätten, das Hörbuch einzusprechen, sehr schnell mit „Ja“ geantwortet haben. Warum?
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(Lacht) Das stimmt. Ich habe lustigerweise die Anfrage für das Hörbuch, ich glaube, zwei Tage vor meinem Urlaub bekommen und hatte somit sofort die perfekte Urlaubslektüre (lacht). Ja, Perfect Girlfriend ist ein ganz spannender, packender, krasser, fesselnder Thriller und ein richtiger Pageturner.
2) Wie haben Sie sich auf das Einlesen des Buches vorbereitet?
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Ich habe, nachdem ich das Buch gelesen habe, das Manuskript genommen und wirklich Seite für Seite durchgearbeitet. Das heißt, ich habe mir überall Markierungen gemacht, wo die Gedankenbögen sind, was betont werden möchte… Und dann sieht das am Schluss immer ganz lustig aus, so ein Manuskript voller 1000 Einzeichnungen. Damit ich dann einfach beim Lesen genau die Kurven schon sehe und dann auch möglichst gut nehmen kann. Richtig spannend wird es dann natürlich, wenn ich hier im Studio bin. Das ist ein wirklich ganz besonderer Vorgang. Denn es gibt nur den Text, das Mikro und deine Stimme. Das ist so spannend, weil es reduziert ist bis zum Maximum. Und genau in dieser Reduktion so ein großer Reichtum liegt. Das finde ich ganz, ganz spannend. Dass man einfach mit der Sprache versucht, Bilder herzustellen. Und das ist jedes Mal aufs Neue - ich habe ja noch nicht so viele Hörbücher aufgenommen, aber ich freue mich sehr, dass es mehr und mehr werden (lacht) – das ist wirklich jedes Mal etwas ganz besonderes.
3) Sie haben beschrieben, worin der Reiz des Hörbuch-Sprechens liegt. Aber ist es nicht auch eine Herausforderung, auf den anderen Teil Ihres schauspielerischen Könnens zu verzichten und alles in die Stimme zu geben?
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Unbedingt! Es ist eine ganz, ganz große Herausforderung und Aufgabe und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass man mir die anvertraut. Weil es so besonders ist. Weil ich eben nur mit meiner Stimme arbeiten kann. Normalerweise, wenn ich eine Figur für die Kamera oder für die Bühne vorbereite, dann überlege ich mir natürlich, „wie geht sie? Wie steht sie?“. Und hier ist das alles nicht vonnöten. Ich versuche mich auf den Text einzulassen. Der Text gibt mir seinen Rhythmus vor und das ist sehr interessant. Wenn man auch nur eine Sekunde dem Satz hinterher hängt, in dem man gerade ist, weil man vielleicht überlegt, „hm, habe ich den gerade richtig betont?“, dann wirst du höchstwahrscheinlich aus der Kurve geworfen werden. Weil es einfach nicht anders… ja, du musst in dem Moment sein. Und dadurch bekommt es auch etwas meditatives, was ich sehr spannend finde.
4) Das Einsprechen von Hörbüchern wird ja immer beliebter. Welchen Tipp würden Sie jungen Kolleginnen und Kollegen geben, was sie lernen müssen, worauf sie sich einlassen müssen, wenn sie sich ganz auf ihre Stimme verlassen müssen?
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Das ist eine schöne Frage. Zum einen glaube ich, ist es hilfreich, das Buch, den Text wirklich gut vorzubereiten. Dass man sich da auf seine Vorbereitung verlassen kann. Und dann wiederum, im Studio, sich auf den Moment zu verlassen. Sich zu vertrauen. Ich habe mir zum Beispiel vorgenommen, wenn ich mich verspreche, dass ich mich nicht über mich ärgere (lacht). Sondern dass ich cool bleibe, weil ich davon ausgehe, dass ich mich versprechen werde. Das ist bei knapp 500 Seiten vorauszusehen, dass das wohl passieren wird. Und es ist einfach sehr hilfreich, dass man sich da nicht stresst oder sich Druck macht. Sondern dass man sagt, „wenn ich mich verhaspele, dann setze ich einfach neu an!“. Vor allem vertraue ich mir, dem Moment und dem Text. Das ist so mein Rezept (lacht).

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