Reimer Gronemeyer und Michaela Fink: Unsere Kinder. Was sie für die Zukunft wirklich brauchen

Reimer Gronemeyer und Michaela Fink: Unsere Kinder. Was sie für die Zukunft wirklich brauchen

Wir, die Älteren, sollten sie in ihrem Aufbruch unterstützen, wir sollten ihren Pioniergeist entfachen. Wir gehen von der unverrückbaren und vielleicht verrückten Annahme aus, dass Menschen, und gerade auch unsere Kinder, sich nicht abfinden wollen und nicht glücklich sind in einer Lebenswelt, die außer Geld und Erfolg und Ego nichts kennt. Darum ist klar, dass die starken Kinder die Ich-Gesellschaft hinter sich lassen müssen. Das ist leichter gesagt als getan. Aber es muss gelingen, weil sie, und damit auch wir, sonst keine Überlebenschancen haben.

Wie also können Kinder stark werden? Was müssen sie mitbringen, um auf die Krisen antworten zu können? Was brauchen sie? Und woher soll dieses Potenzial kommen? Schule, Universität, Gesellschaft, der gesamte Alltag, ja letztlich auch das Elternhaus leiden unter der Verseuchung durch das ökonomisierte Denken. Als wäre irgendwo ein Geldturm explodiert und verstreue wie ein Fukushima-Meiler seine Geldpartikel in die Umwelt.

Hält uns außer dem Geld und dem Erfolg noch irgendetwas zusammen? Oder ist das, was wir Gesellschaft nennen, nichts als ein Behälter, in dem die Ichlinge sich beißen, nach oben zu kommen versuchen und die Schwächeren nach unten treten? Sind Schule, Kommune, Elternhaus noch etwas anderes als Geschäftsmodelle?

Die neoliberale Botschaft »Wenn jeder an sich denkt, ist auch an alle gedacht« ist Betrug, ist Irrtum, ist Sackgasse. Aber können aus einer Ich-Gesellschaft überhaupt Kinder herauswachsen, die nicht Egomanen sind? Man muss zugeben, dass das nicht sehr wahrscheinlich ist.

Unsere Kinder

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