Richard David Precht - Liebe

Richard David Precht - Liebe

Die Liebe ist ein seltsames Spiel...

Richard David Precht mit seiner Frau Caroline Mart. Das Hörbuch von "Liebe" wird von ihnen gemeinsam gelesen. (c) privat
sang Connie Francis in den 1960er Jahren. Und obwohl die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen wie Biologie und Genetik, Psychologie, Soziologie und Neurologie enorme Fortschritte in der Erforschung der Liebe gemacht haben, bleibt das Seltsame bestehen.

„Unordentlich“ nennt es Richard David Precht, Autor des Bestsellers „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“, und unterzieht das Phänomen Liebe auf bewährt kluge und anschauliche Weise einer durchdringenden Prüfung, indem er einen ebenso lehrreichen wie amüsanten Streifzug durch die beteiligten Wissenschaften unternimmt.

Dabei durchleuchtet er nicht allein Zuneigung, Partnerschaft und Sexualität kritisch, sondern auch die verbreitetsten Irrtümer, die seit der Romantik einerseits – seit Darwin andererseits unser Denken über die Liebe prägen.
Was er dabei herausfindet? Zum Beispiel

• dass die Geschlechterrolle vielmehr eine Frage des Selbstkonzepts und abhängig davon ist, was wir von uns denken und wie wir uns fühlen, als von der biologischen Ausstattung von Mann und Frau. Auch wenn das Autorenduo Pease & Pease in seinen unterhaltsamen Thesenbüchern mit großem Erfolg das Gegenteil verbreitet.

• dass wir stets auf der Suche nach den gesündesten und fittesten Partnern zwecks Paarung sind, ist eine fixe Idee – die weder psychologisch noch evolutionär stimmt.

• dass wir oftmals falschen medialen Bildern aufsitzen mit unseren Vorstellungen. Aber die Wahrheit ist: „Das Kopulationsverhalten von Porno-Darstellern hat mit normalem Sex soviel zu tun wie Donald Duck mit einer Stockente.“

• dass in Umfragen immer noch Freundlichkeit und Intelligenz als wichtigste Charaktereigenschaften für potentielle Partner gesucht werden.

• inwieweit der häusliche Wäscheschrank Auskunft über die Qualität der gelebten Partnerschaft geben kann.

Eigene Beobachtungen, kluge Ableitungen und der pointierte Umgang mit Sprache zeichnen „Liebe – ein unordentliches Gefühl“ aus. Wie das mit Richard David Prechts eigenen Worten klingt, erfahren Sie im folgenden Interview, das Petra Metzger anlässlich der Hörbuchaufnahme mit ihm führte:

Audio-Interview mit Richard David Precht:

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