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SPECIAL zu »Vaterfreuden« / »Frettsack« & »Frettnapf« von Murmel Clausen

Matthias Schweighöfer über »Frettsack« von Murmel Clausen

Was ist für Sie das Besondere an dem Roman »Frettsack« von Murmel Clausen? Und warum wollten Sie den Roman als Vorlage für »Vaterfreuden« verwenden?
Matthias Schweighöfer: Da ich Komödien mag, in denen es aber auch um etwas geht, fand ich das Thema gut. Ein Mann, der keine Kinder mehr kriegen kann ist in erster Linie tragisch. Aber ich mag die Möglichkeiten, die das Thema bietet. Das Arbeiten mit Klischees, Familien, den existentiellen Fragen.

Gibt es Eigenschaften oder Situationen, in denen Sie sich mit Jens Fischer identifizieren können?
Matthias Schweighöfer: Bedingt. Wir sind uns jetzt nicht wirklich ähnlich. Ich hatte immer lange Beziehungen und bin relativ früh Vater geworden.

Jens Fischer wird von dem Frettchen seines Mitbewohners an seiner empfindlichsten Stelle gebissen. Hatten Sie auch schon einmal Schwierigkeiten oder lustige Situationen mit einem Haustier?
Matthias Schweighöfer: Ich denke, das Frettchen ist unschlagbar. Das kann ich leider mit keiner Geschichte toppen.

Murmel Clausen hat mit »Frettsack« auch eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt München geschrieben. Wie gefällt Ihnen als Berliner München, und haben Sie eine besondere Beziehung zu der Stadt?
Matthias Schweighöfer: Ich mag München sehr. Unsere Firma sitzt hier. Ich liebe die Berge. Die Freiheit. Die Weite. Die Nähe zu Italien. Das Dörfliche, Überschaubare. Wenn mein Kind nicht in Berlin wäre, könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, dort zu wohnen.

Für Jens Fischer verändert sich mit der Vaterschaft sehr viel in seinem Leben. Sie sind auch Vater einer Tochter, was war für Sie die gravierendste Veränderung?
Matthias Schweighöfer: Wirkliche Verantwortung zu übernehmen, hat mir Eier verpasst. Selbstbewusstsein. Man hat eine wirkliche Aufgabe. Und in einer Welt, in der ich arbeite, die so viel mehr Schein als Sein ist, ist das die beste Bodenhaftung und die bedingungsloseste Liebe, die ich mir wünschen kann. Ich bin zufriedener und demütiger geworden.