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SPECIAL zu »Asphaltseele« von Gregor Weber (Heyne Hardcore)

Interview mit Gregor Weber

Wie sind Sie aufgewachsen?
Gregor Weber: Eher zufällig. In der südwestdeutschen Provinz werden ja kaum Forderungen an eine Pubertät gestellt, außer, Langeweile zu ertragen. Dann dachte ich, die Welt ist überall so und schon kam’s knüppeldick.

Gibt es eine Person, die Ihr Leben entscheidend geprägt hat?
Gregor Weber: Viele. Aber für die Existenz als Krimiautor war wohl der Vater eines Jungen entscheidend, den ich im Fechten trainierte. Der, selbst beim Bundesgrenzschutz, sagte zu mir nach dem Wehrdienst: Wenn du dir jetzt nicht schnell ein gutes Studium aussuchst, wirst du Bulle, das sehe ich. Aus der Vermeidung wurde dann eine lebenslange Faszination.

Welcher Ort auf der Welt fasziniert Sie am meisten?
Gregor Weber: Die See.

Wovor haben Sie Angst?
Gregor Weber: Ein langweiliges Leben zu führen.

Was macht Sie glücklich?
Gregor Weber: Meine Familie (inklusive Hund und Katze). Einigkeit der Herzen mit gleich wem. Liebe (ja, die handfeste Sorte). Wilde Geschichten. Ein kaltes Helles. Heißer Earl Grey. Gutes Essen.

Können Sie sich einen Tag ohne Musik vorstellen?
Gregor Weber: Als Schriftsteller kann ich mir ja alles vorstellen. Aber das möchte ich nicht.

Welche Rolle in einem Kinofilm hätten Sie gerne gespielt?
Gregor Weber: Den L.I. in Das Boot: „Vorne unten zehn, hinten oben fünfzehn!“. Jede Rolle, die bei Sydney Pollack den Satz sagen durfte: »You think not getting caught in a lie is the same thing as telling the truth!«. Popeye Doyle in French Connection: »All right, Popeye’s here! Get your hands on your head, get off the bar and get on the wall!«

Wenn Sie nur noch 10 Euro übrig hätten, wofür würden Sie sie ausgeben?
Gregor Weber: Ein Bier und einen Whisky.

Gibt es Himmel und Hölle?
Gregor Weber: Ja. Beides vom Menschen erschaffen. Es liegt an jedem selbst, wo er endet.

Was ist wichtig im Leben?
Gregor Weber: Rauszukriegen, was wichtig ist.