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SPECIAL zu Deborah Harkness

Tipps zum Kräuter säen

Hallo Kräuterfreunde!
Wie wäre es, wenn Ihr zur Abwechslung mal selbst was zum Wachsen bringt?
Dazu braucht Ihr nicht viel. Und mit ein bisschen guter Pflege schießt alles ins Kraut.

Vorbereitung zum Aussäen

Die meisten Kräuter kannst Du sowohl im Topf als auch im Balkonkasten oder im Garten ziehen. Achte dabei aber auf die Ansprüche der jeweiligen Pflanze bezüglich Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Das Samentütchen enthält immer eine entsprechende Anleitung!

Sorgen im Garten für ein absolut unkrautfreies Beet, denn es ist am Anfang schwierig, Kräuter und Wildpflanzen auseinanderzuhalten. Grabe dazu das zukünftige Kräuterbeet um, und entferne alles, was an Wurzeln und Grünzeug dabei im Beet zu finden ist. Decke das Beet dann bis zur Bepflanzung mit dunkler Folie ab.

Verwende für die Aussaat eine spezielle Erde, die feinkrümelig ist und den zarten jungen Pflanzen die Möglichkeit bietet, gut zu wurzeln. Außerdem enthält Anzucht-Erde genau die richtige Zusammensetzung an Nährstoffen, damit die Kräuter nach dem Säen gut gedeihen.

Säen von Kräutern und Gewürzen

• Hebe Dir das Samentütchen auf, bis aus den Samen nach dem Aussäen Kräuter geworden sind, denn dort findest Du alle Informationen darüber, wie Du die Kräuter pflegen musst.

• In Bezug auf die Saattiefe werden die meisten Fehler gemacht! Halte dich genau an die Angaben auf dem Tütchen und decke dabei auch Dunkelkeime während der ersten paar Tage immer mit einer dunklen Folie ab.

• Messe im Garten die Bodentemperatur, bevor Du dort Kräuter aussäst, denn manche Kräuter brauchen eine bestimmte Temperatur zum Keimen. Im Zimmer ist die Bodentemperatur gleich der Raumtemperatur und somit leicht zu bestimmen. Denke aber auch daran, dass manche Pflanzen Kälte brauchen, um zu keimen! Enzian zum Beispiel muss im Kühlschrank keimen.

• Decke die frische Saat immer mit einer Folie ab. Das hat verschiedene Gründe. Im Freiland würden Vögel das Saatgut und junges Grün als Futter betrachten. Aber auch im Zimmer sorgt eine Abdeckung dafür, dass die Kräuter nach dem Aussäen besser keimen, weil die Temperatur dann gleichmäßiger ist und sich unter der Abdeckung feuchte Luft staut, die für die Keimung von Vorteil ist.

Arbeiten mit den Jungpflanzen

• Säe das Saatgut dünn, aber nicht zu sparsam aus, denn Du weißt nie, welcher Prozentsatz der Körner keimt. Aus diesem Grund stehen die Pflanzen nach der Aussaat immer zu dicht. Dagegen helfen Ausdünnen und Pikieren.

• Beginne mit dem Ausdünnen, sobald die Pflanzen angegangen sind und erkennbar ist, dass diese zu dicht stehen. Lockere die Erde vorsichtig mit einem Zahnstocher und ziehe kleine schwache Pflanzen heraus. So erreichst Du, dass die großen Pflanzen nicht von den kleinen behindert werden.

• Pikieren bedeutet, die kleinen Kräuter nach dem Aussäen umzusetzen, sobald die Pflanzen eine gewisse Größe erreicht haben, meistens wenn sie zwei Blätter zusätzlich zu den Keimblättern haben. Hebe die Pflanzen mit der Wurzel aus den Anzuchtgefäßen und setze diese einzeln in Töpfe mit gelockerter Erde. Gieße die Kräuter gut an und stülpe am Anfang noch einen transparenten Deckel darüber.

• Setze die Kräuter nach dem Säen erst dann ins Freiland, wenn sich diese gut abgehärtet haben, sie also keine Haube mehr benötigen, und auch nachts ohne Probleme im Freien überleben könnten. Gehe beim Abhärten schrittweise vor, indem du die Haube zunächst nur stundenweise bei optimalem Wetter oder im Haus abnimmst - später wird diese ganz entfernt, und die Pflanzen kommen an den vorgesehenen Standort.

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