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SPECIAL zu »Into the Water« von Paula Hawkins

Unbequeme Frauen, die Literatur ist voll von ihnen – und hier sind einige meiner liebsten:

Paula Hawkins‘ Top 5 der „unbequemen Frauen“ in der Literatur

Lady Macbeth: Gnadenlos und tödlich ehrgeizig treibt sie die Karriere ihres Mannes voran und lässt dabei nie locker. Sowie sie meint, ihre Stunde schlagen zu hören, nötigt sie ihren Mann zu handeln, obwohl ihn selbst Zweifel plagen. Natürlich wird ihr anschließend die ganze Schuld gegeben – als treibende Kraft, die ihn zu mehreren Morden verleitet hat. (Der eine oder andere wird vielleicht behaupten, ein stärkerer Charakter hätte ihr widerstehen können.)
Letztlich fällt sie ihrem eigenen Ehrgeiz zum Opfer: Sie stellt fest, dass sie nicht den Mut hat zu töten. („Aber wer hätte gedacht, dass der alte Mann noch so viel Blut in sich hätte?“, sinniert sie im fünften Akt.) Dass Lady Macduff und ihre Kinder ermordet werden, treibt sie schließlich in den Wahnsinn.

Marquise Isabelle de Merteuil: Die geradezu exquisit böse Marquise de Merteuil hat – schon im Alter von fünfzehn Jahren, wie sie selbst behauptet – gelernt, die ihr von der Gesellschaft zugewiesene Rolle einzunehmen. „Ich wusste schon früh, was meine Pflicht war“, sagt sie, „nämlich den Mund zu halten und zu tun, was man mich hieß.“ Und während sie dies tat, hörte sie zu, beobachtete sie und lernte, wie sie die Waffen gekonnt einzusetzen vermochte, die ihr zur Verfügung standen, um ihren Machtbereich zu vergrößern: ihre Schönheit, ihre Intelligenz und ihre Sexualität.

Bertha Mason aus Sargassomeer: In Jane Eyre ist Bertha die verführerische Schönheit, die den armen Mr. Rochester umgarnt, ohne ihm zu erzählen, dass in ihrer Familie der Wahnsinn vererbt wird. Sie wird zur „Geisteskranken auf dem Dachboden“ – einer gewalttätigen Alkoholikerin und Bedrohung für Janes Lebensglück.
Bei Jean Rhys treffen wir eine andere Bertha – die eigentlich Antoinette Conway heißt, kreolischer Abstammung ist und mit einem Engländer verheiratet, den sie kaum kennt, der sie nicht liebt, der sie vielmehr (trotz und wegen ihrer berückenden Schönheit) zutiefst verachtet. Von ihrer Andersartigkeit fühlt er sich zugleich angezogen und abgestoßen. Als er sie in seiner englischen Heimat auf Thornfield quasi einkerkert, verfällt sie dem Wahnsinn.

Desfred aus Der Report der Magd: Die kluge, nachdenkliche Erzählerin aus Margaret Atwoods feministischer Dystopie bleibt nur deshalb geistig gesund, weil sie im Angesicht der Tyrannei kleine Akte des Widerstands begeht: Sie hält trotz Verbots Blickkontakt, denkt über Diebstahl nach. Im weiteren Verlauf des Romans eskaliert ihre Widerspenstigkeit: Sie liest. Sie spielt Scrabble. Sie hat unerlaubten Sex. Sie genießt unerlaubten Sex. Trotz aller Maßnahmen der Obrigkeit, trotz aller Bemühungen, ihre Persönlichkeit auszuradieren und sie zu einer Gebärmaschine auf zwei Beinen zu reduzieren, bleibt Desfred widerständig.

Bathsheba Hart aus Tagebuch einer Verführung: Die bildschöne Sheba Hart – ist sie bloß naiv und willfährig oder mutwillig naiv? Als die Lehrerin an einer Londoner Schule eine sexuelle Beziehung mit einem 15-jährigen Schüler eingeht, setzt sie ihre Anstellung, ihre Ehe, ihre Familie, ihre Freiheit aufs Spiel. Und sie wird zum Zielobjekt der Boulevardpresse, der ganzen Gesellschaft – weil sie, das „sexuelle Raubtier“, eine attraktive Frau und ihr Opfer ein heißblütiger junger Mann ist. Sie verwischt die üblichen Regeln der Abhängigkeit.

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Blick ins Buch

Paula Hawkins

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

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