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SPECIAL zu Robert Bryndza - »Night Stalker«

Robert Bryndza über Chief Detective Erika Foster und die Recherche für seine Bücher

Für alle Leser, die die Krimireihe rund um die Ermittlerin Erika Foster noch nicht kennen, worum geht es?

Chief Detective Erika Foster kommt ursprünglich aus der Slowakei und ist als Teenager nach England gekommen. Sie ist sehr ehrgeizig und hat sich von ganz unten zu einer erfolgreichen, sehr geschätzten Polizistin hochgearbeitet. Zu Beginn der Serie ist Erika schwer traumatisiert von dem Tod ihres geliebten Mannes Mark, der ebenfalls Polizist war und der, zusammen mit vier ihrer Kollegen, bei einer Drogenrazzia ums Leben kam. Erika, die diese Razzia damals leitete, leidet furchtbar unter den Ereignissen und fühlt sich schuldig. Für einen Neustart zieht sie daher nach London und beginnt dort im Mordfall einer jungen Frau zu ermitteln, die unter dem Eis eines Sees in einem Londoner Park gefunden wird.

Wie kamen Sie auf den Fall, in dem Erika Foster in »Night Stalker« ermittelt?

Auf die Idee für »Night Stalker« hat mich eine Situation gebracht, die ich selbst erlebt habe als ich vor neun Jahre im Süden von London wohnte – also genau dort, wo die Erika-Foster-Fälle spielen. Meine Wohnung lag im ersten Stock und hatte ein Erkerfenster, von dem aus man in den Garten schauen konnte.
Ich wachte damals um 2 Uhr morgens auf, weil ich ein komisches Geräusch aus Richtung des Wohnzimmers hörte. Ich stand auf, ging ins Wohnzimmer und sah, dass eine dunkle Gestalt über den Gartenzaun kletterte und versuchte, das Fenster der Erdgeschosswohnung unter mir aufzuschieben. Ich war beinahe unfähig mich zu bewegen, weil ich wirklich Angst hatte. Als der Typ das Fenster nicht aufbekam, gab er auf, kletterte über den Zaun und ging ganz ruhig und entspannt die Straße entlang. Ich rief die Polizei, doch sie haben ihn nicht erwischt. Aber am nächsten Morgen erfuhr ich, dass in dieser Nacht in fünf Wohnungen eingebrochen wurde.
Bis heute denke ich immer wieder darüber nach, was passiert wäre, wenn dieser Mann in meine Wohnung eingebrochen wäre. Hätte er mich nur ausgeraubt oder auch umgebracht? Ich habe die Wohnung jedenfalls gekündigt und bin drei Wochen später ausgezogen.

Können Sie uns die beste und die schlechteste Eigenschaft von Erika Foster nennen?

Ihre schlechten Eigenschaften sind gleichzeitig ihre besten. Erika schert sich nicht um sogenannte »Revier-Politik« – sie entscheidet sehr intuitiv, sie hat keinen Respekt vor ihren Chefs und sie denkt niemals daran, welche Konsequenzen ihr Verhalten nach sich ziehen könnten. Sie bringt sich damit oft in Gefahr.

Was mögen Sie am liebsten daran, Krimis zu schreiben?

Ich liebe es, spannende, rätselhafte Fälle zu erfinden, um den Leser mit der Identität des Täters und seinen Motiven möglichst lange auf die Folter zu spannen.

Haben Sie einen bestimmten Ablauf beim Schreiben und wie recherchieren Sie für ihre Bücher?

Ich bin geradezu versessen darauf, alle Details meiner Bücher korrekt zu recherchieren. Ich lese eine Menge, ich spreche mit Experten und ich versuche, die Schauplätze über die ich schreibe, auch tatsächlich zu besuchen.
Der Schlüssel ist es, dass die Recherche das Schreiben anregt, ohne dass das Buch voll mit unwichtigen Details ist. Und ich arbeite mit einem pensionierten Polizeibeamten, damit die polizeilichen Abläufe auch alle stimmen.

Was möchten Sie den deutschen Lesern der Erika-Foster-Reihe sagen?

Liebe Leser, vielen Dank, dass ihr »Das Mädchen im Eis« gelesen habt! Ich wünsche euch jetzt ganz viel Vergnügen mit »Night Stalker«, dem wunderbar furchterregenden zweiten Teil der Erika-Foster-Reihe!

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