VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü

SPECIAL zu den Thrillern von Ryan David Jahn

10 Fragen an Ryan David Jahn

Wie sind Sie aufgewachsen?
Ryan David Jahn: Ich wurde in Arizona geboren, doch zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen zählt ein vier Hektar großes Waldstück, das meine Eltern in einer Kleinstadt in Texas besaßen. Übrigens wurde The Texas Chainsaw Massacre gleich in der Nähe gedreht. Ich war gern im Wald und spielte oft allein dort. Es war friedlich, und ich konnte meiner Fantasie freien Lauf lassen.
Als Teenager wohnte ich dann mit meiner Mutter, meinen beiden Schwestern und meinem Bruder südlich von Los Angeles. Ich geriet auf die schiefe Bahn, fuhr Skateboard, beging Ladendiebstähle und verwüstete gemeinsam mit meinen Freunden fremde Häuser. Inzwischen bin ich über diese Phase (größtenteils) weg. Sobald ich erwachsen wurde, zog ich in die Innenstadt von Los Angeles, wo ich bis zu meinem zweiunddreißigsten Lebensjahr wohnte. Momentan lebe ich in Louisville in Kentucky (obwohl ich diese Frage in einem Hotelzimmer in Paris beantworte).

Gibt es eine Person, die Ihr Leben entscheidend geprägt hat?
Ryan David Jahn: Vielleicht mein Vater, weil ich ihm sehr ähnlich bin. Er beging im Jahr 2004 Selbstmord, was mich tief erschütterte. Eine Zeit lang hatte ich Angst, dass mich dasselbe Schicksal ereilen würde. Zum Glück liegt der Selbstmord nicht in unseren Genen. Daher versuche ich, die guten Eigenschaften meines Vaters zu würdigen und die schlimmen zu vergessen.

Welcher Ort auf der Welt fasziniert Sie am meisten?
Ryan David Jahn: Ist das menschliche Herz ein Ort? Das finde ich nämlich faszinierender als jeden geographischen Punkt.

Wovor haben Sie Angst?
Ryan David Jahn: Vor dem Tod. Ich weiß, dass es eine Zeit gab, in der ich nicht existierte – eigentlich existiere ich erst seit dreiunddreißig Jahren und davor Jahrmilliarden lang nicht –, doch der Gedanke daran, in die Nichtexistenz zurückzukehren, schnürt mir die Kehle zusammen. Rein verstandesmäßig weiß ich, dass ich meine Nichtexistenz überhaupt nicht mitbekommen werde und deshalb auch keine Angst davor haben müsste, aber es ist ziemlich schwer, sich das vorzustellen, nicht wahr? Man geht unwillkürlich davon aus, dass man dieses Nichts bewusst erleben wird. Ich zumindest.

Was macht Sie glücklich?
Ryan David Jahn: Vor zehn Tagen habe ich eine wunderschöne Frau namens Jessica Alt geheiratet (deren Mutter übrigens aus Bremen stammt). Sie macht mich glücklich. Außerdem mag ich blöde Witze und Marx-Brothers- Filme.

Können Sie sich einen Tag ohne Musik vorstellen?
Ryan David Jahn: Solche Tage habe ich schon erlebt – obwohl ich immer Musik im Kopf habe. Meine Angst wäre, eines Morgens aufzuwachen und festzustellen, dass die Musik in meinem Kopf aufgehört hat.

Welche Rolle in einem Kinofilm hätten Sie gern gespielt?
Ryan David Jahn: Eine Rolle zu spielen liegt mir nicht so, aber manchmal fühle ich mich ein bisschen wie Jim Carreys Figur aus Vergiss mein nicht.

Wenn Sie nur noch $10,– übrig hätten, wofür würden Sie sie ausgeben?
Ryan David Jahn: Whiskey.

Gibt es Himmel und Hölle?
Ryan David Jahn: Nur wenn wir sie uns selbst erschaffen.

Was ist wichtig im Leben?
Ryan David Jahn: Liebe, Ehrlichkeit und das Lachen.