Verborgen hinter Lügen, liegt eine Wahrheit, die nie ans Licht kommen sollte …

Du glaubst, deine Familie ist perfekt?

Du glaubst, dein Kind zu kennen?

Doch das, was du glaubst, ist eine Lüge.

Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie.
Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter.
Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann namens Christopher Olsen erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen …

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Das Hörbuch: Drei hochkarätige Sprecher, drei Wahrheiten

Höre hier die Perspektive von Vater Adam, gelesen von Hannes Hellmann:

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Drei Personen, drei Perspektiven, viele Lügen

Der Geburtstag von Stella wird vom Vater und von der Tochter unterschiedlich beschrieben. Und am Ende beschreibt die Mutter, wie es hier und jetzt um alles geht. Um die eine Lüge.

An einem Freitag im Spätsommer wurde Stella neunzehn, und ich hatte einen Tisch in unserem Lieblingsrestaurant reserviert. Italien und die italienische Küche haben uns schon immer am Herzen gelegen, und es gibt im Stadtteil Väster ein kleines Lokal, das himmli-sche Pasta und Pizza serviert. Ich freute mich auf einen ruhigen und gemütlichen Abend mit der Familie.
»Una tavola per tre«, sagte ich zur rehäugigen Kellnerin mit der Perle in der Nase. »Adam Sandell. Ich habe für zwanzig Uhr einen Tisch reserviert.«
Sie sah sich ängstlich um.
»Einen Moment, bitte.« Dann verschwand sie im vollbesetzten Lokal.
Ulrika und Stella sahen mich an, während die Kellnerin mit ihren Kollegen wütend diskutierte und gestikulierte.
Es stellte sich heraus, dass der Kellner, der meine Reservierung angenommen hatte, diese versehentlich für Donnerstag eingetragen hatte.
»Wir haben gedacht, dass Sie gestern kommen wollten«, sagte die Kellnerin und kratzte sich mit ihrem Stift im Nacken. »Aber das kriegen wir schon hin. Geben Sie uns fünf Minuten.«
Eine andere Tischgesellschaft musste aufstehen, während die Kellner einen weiteren Tisch in den Raum schleppten. Ulrika, Stella und ich standen mitten im engen Restaurant und taten so, als sähen wir nicht die genervten Blicke, die von allen Seiten auf uns gerichtet wurden. Beinahe hätte ich erklärt, dass nicht wir den Fehler begangen hatten, sondern die Mitarbeiter des Lokals.
Als wir uns endlich an den gedeckten Tisch setzen konnten, versteckte ich mich hinter meiner Speisekarte.
»Bitte entschuldigen Sie unseren Fehler«, sagte ein graubärtiger Mann, vermutlich der Restaurantbesitzer. »Das Dessert geht natürlich aufs Haus.«
»Kein Problem«, entgegnete ich. »Wir sind alle nur Menschen.«
Die Kellnerin kritzelte unsere Getränkebestellung auf einen Block.
»Ein Glas Rotwein?« Stella sah mich fragend an. Ich wandte mich zu Ulrika.
»Es ist schließlich ein besonderer Tag«, meinte meine Frau.
Also nickte ich der Kellnerin zu.
»Ein Glas Rotwein für das Geburtstagskind.«
Nach dem Essen überreichte Ulrika Stella einen Briefumschlag.
»Ein Stadtplan?«, fragte Stella, nachdem sie das Kuvert geöffnet hatte.
Ich lächelte über unsere ausgeklügelte Idee.
Wir begleiteten Stella aus dem Restaurant und folgten ihr hinter die nächste Straßenecke. Ich hatte ihr Geschenk schon am Nachmittag dort deponiert.
»Aber Papa, ich hatte doch gesagt … Die ist ja viel zu teuer!«
Es war eine rosa Vespa Piaggio. Wir hatten uns in der Woche davor ein ähnliches Exemplar im Internet angesehen, und es war mir gelungen, Ulrika trotz des stattlichen Preises zum Kauf zu überreden.
Stella schüttelte den Kopf und seufzte.
»Warum hörst du mir nicht zu, Papa?«
Ich hielt die Hand hoch und lächelte.
»Ein Dankeschön genügt völlig.«
Ich wusste, dass sich Stella Bargeld gewünscht hatte, aber ich fand Geldgeschenke langweilig. Mit der Vespa würde sie schnell und problemlos in die Stadt, zur Arbeit oder zu Freunden fahren können. In Italien fahren alle Teenies eine Vespa.
Stella umarmte uns und bedankte sich mehrmals, ehe wir ins Restaurant zurückgingen, aber ich war trotzdem irgendwie enttäuscht.
Die Kellnerin brachte unser Entschuldigungstiramisu, und wir stellten alle drei fest, dass wir eigentlich keinen Krümel mehr essen konnten. Und dann aßen wir trotzdem alles auf.
Ich trank Limoncello zum Kaffee.
»Ich glaube, ich muss jetzt los«, sagte Stella und rutschte unbehaglich auf dem Stuhl herum.
»Doch nicht jetzt schon?«
Ich sah auf die Uhr. Halb zehn.
Stella presste die Lippen zusammen.
»Gut, noch ein bisschen«, sagte sie dann. »Zehn Minuten oder so.«
»Es ist dein Geburtstag«, sagte ich. »Und der Laden öffnet morgen doch sowieso nicht vor zehn Uhr?«
Stella seufzte.
»Ich arbeite morgen nicht.«
Nicht? Normalerweise arbeitete sie jeden Samstag. Als Samstagsaushilfe hatte sie bei H&M einen Fuß in die Tür bekommen. Daraus war ein Ferienjob geworden, den sie jetzt auf Stundenbasis verlängert hatte.
»Ich hatte den ganzen Nachmittag Kopfschmerzen«, sagte sie ausweichend. »Migräne.«
»Das heißt, du hast dich krankgemeldet?«
Stella nickte. Das sei gar kein Problem, erklärte sie mir. Es gebe da ein anderes Mädchen, das in solchen Fällen gerne ihre Schicht übernahm.
»So haben wir dich aber nicht erzogen«, bemerkte ich, während Stella aufstand und ihre Jacke von der Rückenlehne nahm.
»Adam«, sagte Ulrika.
»Aber warum so eilig?«
Stella zuckte mit den Schultern.
»Ich bin mit Amina verabredet.«
Ich nickte und schluckte meine Enttäuschung hinunter. So war das wohl mit Neunzehnjährigen.
Stella umarmte Ulrika lang und innig. Ich war noch gar nicht aufgestanden, da hatte sie mich schon kurz gedrückt. Unsere Umarmung war ungeschickt und steif.
»Und die Vespa?«, fragte ich.
Stella warf Ulrika einen Blick zu.
»Wir sorgen dafür, dass sie nach Hause kommt«, versprach meine Frau.
Als Stella verschwunden war, wischte sich Ulrika langsam den Mund mit der Serviette ab und lächelte mich an.
»Neunzehn Jahre«, sagte sie. »Nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht.«

Mein Vater suchte das Restaurant für meinen Geburtstag aus. Italienisch natürlich.
Da er von italienischem Essen besessen ist und von allem anderen, was die geringste Verbindung zu diesem verdammten Spaghettiland aufweist, geht er selbstverständlich davon aus, dass es meiner Mutter und mir genauso geht.
Diese ganzen Italienurlaube. Ehrlich gesagt muss ich kotzen, wenn ich an Bruschetta und Pasta, Birra grande und Vino rosso denke und an all die ständig flirtenden Kellner mit ihrem gegelten Haar und ihrem verdammten »Ciao bella«.
Ich hatte mit anderen Worten keine sonderlich hohen Erwartungen an meine Geburtstagsfeier, aber meine Eltern hatten den halben Sommer gequengelt, und im Hinblick auf die Sache mit dem Auto wollte ich sie nicht allzu sehr enttäuschen.
Der Abend fing nicht gerade gut an. Das Restaurant hatte es fertiggebracht, uns für den falschen Tag einzubuchen, oder vielleicht hatte sich auch mein Vater geirrt, ich weiß es nicht. Später wollte er mir nicht mal ein Glas Wein gönnen.
»Es ist mein neunzehnter Geburtstag«, erklärte ich. »Ich habe das Gesetz auf meiner Seite.«
»Das Gesetz irrt sich auch mal«, konterte mein Vater.
Wenigstens lächelte er dabei.
»Oder was sagt die Juristin dazu?«
Zum Glück hatte ich auch meine Mutter auf meiner Seite.
»Natürlich darf sie Wein trinken.«
Nicht, dass es mir besonders wichtig gewesen wäre, was ich zum Essen trank. Es ging mir ums Prinzip.
Nach dem Hauptgang bekam ich einen Umschlag mit einem kleinen Stadtplan. Ich folgte dem eingezeichneten Weg aus dem Restaurant bis um die nächste Straßenecke. Dort stand eine rosa Vespa mit einer großen hässlichen Schleife am Lenker. Ich traute meinen Augen nicht! Papa hatte meinen Wunsch nach einem Zuschuss für die Reisekasse komplett ignoriert und stattdessen dreißigtausend Kronen in eine Vespa investiert.
»Ich hatte doch gesagt …«
»Ein Dankeschön genügt völlig«, sagte mein Vater.
Ich hasste mich selbst. Natürlich sollte ich dankbar sein und meinem Vater um den Hals fallen. Stattdessen stand ich reglos da, voller widersprüchlicher Gefühle. Was stimmte eigentlich nicht mit mir?
Nach dem Dessert saßen wir schweigend und satt da und starrten uns über den Tisch hinweg an. In regelmäßigen Abständen checkte ich mein Handy. Auf Facebook trafen jede Menge Glückwünsche zum Geburtstag ein, nur von Amina hatte ich noch nichts gehört.
»Ich glaube, ich muss jetzt los«, sagte ich.
Mein Vater war natürlich verärgert. Da hatten sie ein Geburtstagsessen für mich organisiert, und ich ging einfach.
»Ich bin mit Amina verabredet«, erklärte ich und zog meine Jacke an. »Vielen lieben Dank für das Abendessen und das Geschenk.«
»Nimmst du die Vespa mit?«, wollte meine Vater wissen.
Ich betrachtete mein Weinglas. Hatten sie mir deshalb die Vespa geschenkt? Wenn ich damit unterwegs war, konnte ich nichts trinken.
»Mach dir keine Sorgen«, meinte meine Mutter. »Wir kriegen die schon irgendwie nach Hause.«
Sie stand mit einem wehmütigen Lächeln auf, und während wir uns zum Abschied umarmten, schloss ich die Augen. Auf einmal fühlte ich mich verdammt unglücklich. Eine Trauer, eine Sehnsucht, ein tiefer Schmerz brannte in mir, und ich hielt meine Mutter lange im Arm.
Papa blieb sitzen, unsere Umarmung war kurz und kühl, doch er blickte mir traurig nach, als ich ging.

Die letzten Tage verschwimmen, in meinem Gehirn verbinden sich Zeiten und Orte zu komplizierten Mustern. Eindrücke blitzen vorbei, völlig unsortiert, ein Durcheinander von Zeit und Raum. Mir kommt es vor, als würde ich in einem endlosen nebligen Traum umherirren.

Neulich saß ich in einem Mandantengespräch in Stockholm. Ich habe keine Ahnung mehr, was gesagt wurde oder warum ich dort war. Ich weiß nur noch, dass ich auf dem Heimweg im Flugzeug einschlief. Eine Stewardess fragte mich, wie es mir gehe. Noch im-mer sehe ich ihr besorgtes Gesicht vor mir.
Eben noch stand ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere, energiegeladen, von oben bis unten in Dolce & Gabbana gekleidet, geschätzt für meine direkte Art, mein berufliches Geschick und meinen Fleiß. Jetzt sitze ich in einem Gerichtssaal und warte auf die Verhandlung, die über die Zukunft meiner Tochter, meine eigene Zukunft und die meiner Familie entscheiden wird.

Noch vor wenigen Monaten waren wir eine ganz normale Familie. Jetzt sind wir Gefangene im Scheinwerferlicht der Schonungslosigkeit.

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© Carolina Andersson

Der Autor Mattias Edvardsson

Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden.
Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.

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