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Sophie Page »Wie man einen Prinzen heiratet«

Sophie Page »Wie man einen Prinzen heiratet«

Sophie Page über Bella und Richard aus »Wie man einen Prinzen heiratet« ...

Bella

Das ganz gewöhnliche Mädchen

Natürlich ist niemand wirklich gewöhnlich, wenn man genauer hinsieht. Aber meine Bella glaubt, dass sie gewöhnlich ist, und – noch schlimmer – hat das Gefühl, versagt zu haben.

Sie sollte eigentlich die Abenteurerin der Familie sein, die in die Fußstapfen ihres Forscher-Vaters und ihrer Großmutter, die den Regenwald rettet, tritt. Aber Bella hat gerade ein Jahr als freiwillige Helferin auf einer tropischen Insel verbracht, und weiß jetzt, dass das kein Leben für sie ist.

Jetzt ist sie wieder zurück in London, hat keinen Job, keine Unterkunft, neigt dazu, sich an Möbeln zu stoßen, und hat keine Ahnung, was sie als nächstes tun soll. Deswegen macht sie das, was wir gewöhnlichen Mädels an diesem Punkt tun – sie ruft eine Freundin an.

Ein Aromabad, eine Flasche Wein und eine Menge weibliche Geheimnisse später zieht Bella Bilanz:
• Unmittelbare Vergangenheit, Pluspunkte: Der Strand, die Sterne, die Ergänzung ihres Lebenslaufs, eine zartgoldene Bräune und sonnengebleichtes blondes Haar.
• Unmittelbare Vergangenheit, Minuspunkte: Unfähiger Chef und eine totale Null als Nicht-ganz-fester-Freund (derselbe Kerl).
• Unmittelbar anstehende Aufgaben: Zeitarbeitsvertrag unterschreiben, warme Kleidung bei Oxfam kaufen.
• Aufgaben in der nächsten Woche: neuen Lebenslauf schreiben, Flexibilität hervorheben. Familie treffen. Leben wieder aufnehmen.

Aber ihre Freundin Lottie muss zu einer schicken Party und will Bella als Begleitung. Freundinnen gehen vor, deswegen setzt sie ein Abendkleid auf ihre Oxfam-Einkaufsliste, ignoriert den Jetlag und ermahnt sich selbst, kein Glas fallen zu lassen …



Richard

Der Prinz

Thronfolger zu sein ist ein Vollzeitjob. Man kann ihn gut oder schlecht machen. Niemand wird dich feuern. Richard macht seine Sache gerne gut.

Deswegen arbeitet er hart. Er ist gewissenhaft, verantwortungsbewusst und (meistens) eher reserviert. Sein jüngerer Bruder sagt, dass er langweilig ist. Andererseits versteht Prinz George unter „Spaß haben“, als Banane verkleidet Motorrad zu fahren. Und er weiß, dass er darauf vertrauen kann, dass Richard ihn und ihre Schwester aus ihren häufigen Schwierigkeiten herausholt.

Richard selbst gerät nie in Schwierigkeiten. Niemals. Er sucht sich seine Freunde sorgfältig aus und seine Freundinnen noch sorgfältiger. Er ist höflich und charmant, aber seine Arbeit steht an erster Stelle. Dass macht er seinen Freundinnen immer sehr deutlich klar.

Das also ist er: ein guter Freund, großartiger Bruder, von seiner Pflicht geleitet, sagt die Wahrheit. Er wird nicht von Leidenschaft überwältigt und tut nichts Unbesonnenes.

Und dann trifft er Bella Greenwood …