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Special zu Ben Bennett »Nachtmahl im Paradies«

Wussten Sie, dass Ben Bennetts Lebensmotto ist: Träume deinen Traum nicht, lebe ihn?

Interview mit Ben Bennett

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Nach Stationen in Los Angeles, Mallorca und Südfrankreich lebe ich nun in Barcelona; ich habe den besten fünfjährigen Sohn der Welt, zwei überaus faule, aber ziemlich liebenswerte Hunde und das großartige Privileg, von meinem Traumberuf, dem Schreiben leben zu können – all das bedeutet für mich Glück.

Und auch, im hohen Alter von einundvierzig Jahren ;-), noch immer den Glauben an die große Liebe nicht aufgegeben zu haben. „Es geschieht nichts, was wir nicht zuvor geträumt haben.“ Nach dieser Devise lebe ich. Träumen + handeln = eine gute Chance, ein glückliches Leben zu führen. P.S.: Nicht zu sehr auf andere Leute hören, die angeblich nur das Beste für einen wollen und von allem abraten – und in Wahrheit nur nicht mutig genug sind, ihre eigenen Träume zu leben.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Meine Karriere als Schriftsteller begann in der vierten Klasse der Grundschule. Mit der Gründung einer Schülerzeitung und einer Fortsetzungsgeschichte namens „Die Ratten, die nicht zur Schule kamen.“ Ein kontroverser Bestseller, der von der Schülerschaft begeistert aufgenommen wurde, von den Lehrern weniger.

Wie finden Sie Ihre Themen?
Jeden Tag aufzuwachen an dem Ort, an dem ich sein möchte; frei zu sein. Nicht gefangen in einem Leben, das ich eigentlich nicht leben möchte. Wenn ich durchatmen kann, am besten an einem weiten Strand am Meer, kommen die Geschichten zu mir.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?
Es heißt „Ein weißes Blatt Papier“ und handelt von einer Frau, die durch ein Geschenk des Himmels eine zweite Chance bekommt, ihr Leben noch einmal zu leben. Das, was sie falsch gemacht hat, nun richtig zu machen.

Welche Szene daraus war bisher am schwierigsten zu schreiben?
Alle. ;-)

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Das Meer. Der Himmel.

Was lesen Sie selber gerne?
Querbeet. Von amerikanischen Autoren wie Dirk Wittenborn, Jonathan Franzen und Co. über Haruki Murakami und Paulo Coelho zu Alessandro Baricco und Deutschlands einzigem lebenden Autor von Weltruf, Patrick Süskind, von dem es ja leider nicht allzu viel zu lesen gibt. Martin Suter gefällt mir ebenfalls sehr gut. Plus selbstverständlich Hermann Hesse, wie sollte es auch anders sein?

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
„Seide“ von Alessandro Baricco, „Gefährliche Geliebte“ von Haruki Murakami, „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Und als Nummer vier und fünf „Nachtmahl im Paradies“ sowie, falls Sie noch romantisch wie ein Teenager sind: „Seestern“ von Ben Bennett ;-)

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Davon gibt es ein paar, aber die jugendfreie ist ohne jede Frage guter Rotwein. Der im Übrigen sehr gesund ist (was nicht heißen soll, dass andere Versuchungen es nicht sind...).

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Ich koche sehr gern. Und liebe alles, was mit Pasta zu tun hat. Dabei folge ich der klassischen italienischen Regel: Das Beste kann so einfach sein. Das gilt auch für Spaghetti Bolognese ...

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Einen Café con leche trinken und auf das Meer hinausschauen.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Träume deinen Traum nicht, lebe ihn. Das klingt nach einem Klischee. Aber die Wahrheit ist: Fast niemand tut es. Weil es so viel leichter ist, sich zu beschweren, warum man etwas nicht tun kann, als das Risiko einzugehen, etwas zu wagen. „Eigentlich würde ich ja lieber...“ Ein fast schon standardisierter Anfang eines Satzes in vielen Ländern Europas, den man in Amerika, England oder Skandinavien nur selten vernimmt. Weil die Menschen ihren Träumen dort offen gegenüber stehen. Sie umarmen ihre Träume anstatt sie zu verbannen.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Mein Sohn.

Wollen Sie Ihren LeserInnen eine kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!

Liebe Ben Bennett-Leserin!

„Es geschieht nichts, was wir nicht zuvor geträumt haben.“ Dieser Satz könnte der Anfang sein. Für eine neue Liebe. Für ein neues Leben. Es ist nie zu spät. Meine Geschichten handeln von Menschen, die eine zweite Chance bekommen. Als ein Geschenk des Himmels. Warten Sie nicht auf den Himmel – nehmen Sie Ihr Glück selbst in die Hand. Haben Sie keine Angst, Fehler zu machen. Es ist genauso wie es Albert Einstein formuliert hat: „Wer nie einen Fehler gemacht hat, hat nie etwas Neues probiert.“ Manchmal muss man einfach mutig sein. Unvernünftig. Denn nur so kommt man irgendwann an: am Ziel seiner Träume.

Ihr Ben Bennett

August 2012