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Special zu Billy Idol »Dancing With Myself« (Autobiografie)

Verlagskollegen und Autoren über Billy Idol

Man kann über Billy Idol sagen, was man will, man kann ihn einen Poser nennen, man kann sich über seine hochgezogene Oberlippe lustig machen, man kann sein Rockergehabe lächerlich finden. Aber man sollte nie vergessen, dass ohne ihn die Musikgeschichte um einiges langweiliger gewesen wäre. Er war der erste Punkrocker, der in den USA zum MTV-Megastar aufstieg, seine größten Hits zünden noch heute auf jeder Party. Er lebte das Leben, von dem die meisten Möchtegern-Rock-’n’-Roller nur träumen können. Er nahm auf nichts und niemanden Rücksicht, am allerwenigsten auf sich selbst. Das sollte sich oftmals bitter rächen, aber ein Billy Idol kommt immer wieder zurück. Und so gibt es diesen Herbst ein doppeltes Comeback, zum einen ein Album mit neuen Songs und zum anderen seine Autobiografie, eine Achterbahnfahrt von den Siebzigern bis heute. Der Mann hat eine Menge erlebt. Und von wegen Dancing with Myself – wir tanzen mit!


»Im Bezirk Silverlake, dem Prenzlauer Berg von Los Angeles, treffe ich eine Freundin, die vor drei Jahren nach L.A. gezogen ist. Drinnen brühen junge Ballonmützenträger bei 28 Grad sehr ausgiebig Organic Roast Coffee, um sich die nächste Tätowierung zu finanzieren. Vor der Tür frage ich meine Freundin, ob sie das Gefühl habe, angekommen zu sein. Sie erzählt von der durchwachsenen Anfangszeit, von den hohlen Freundlichkeiten und bedeutungslosen Begegnungen, die man als Europäer so typisch findet für die USA. Aber mittlerweile lebt sie mit Mann und Hund in Bel Air, in einem schönen Haus mit Joggingstrecke, auf der einem auch mal David Lynch entgegenkommt. Nur von den Nachbarn, von denen oft Lärm die Straße runterdrang, war sie ein wenig genervt. Nicht wegen des Lärms, sondern weil deren völlig verhaltensgestörter Hund den eigenen häufig attackierte. Wie man das so löst in den USA: Mrs. Broad, die Nachbarin, wurde irgendwann zur Rede gestellt, das Problem diskutiert, am Ende beschlossen, dass die Hunde gemeinsam zu einem Hundetherapeuten müssen. Nach ein paar Sitzungen war das Aggressionsproblem der Tiere gelöst, und es stellte sich heraus, dass Mrs. Broad die geschiedene Frau von William Broad ist – also die ehemalige Mrs. Idol. ›Ich weiß, wie es zu all dem gekommen ist‹, erklärte meine Freundin, ›aber unter dem Strich bleibt: Mein Hund geht zur Gruppentherapie mit dem Hund von Billy Idol. Ich würde sagen, ich bin endgültig angekommen.‹« David Pfeifer, Autor

»Punk Rock? Billy Idol war von Anfang an dabei, er ist jetzt am Start und er wird auch ganz zum Schluss aufrecht dastehen. Billy Idol IST Punk Rock.«
John Niven, Autor

»Was wäre der Rock’n’Roll ohne Typen wie Billy Idol? Größenwahn, Eitelkeit, dicke Lippe, kreisendes Becken, geballte Faust – für all das steht Billy Idol. Und noch dazu für allerhand unsterbliche Gassenhauer, ohne die die 80er nicht halb so wild gewesen wären, wie sie für manch einen waren. Für mich gibt es keine gute Party ohne White Wedding, Rebel Yell oder Dancing with Myself.« Markus Naegele, Programmleiter Heyne Hardcore

»Egal, was man über seine Musik denkt, es gab eine Zeit, in der Billy Idol schlicht der coolste Mensch auf Erden war.« Charlie Huston, Autor

»Schaut sie euch an: Billy, Iggy, Ozzy, Lemmy – unser Rock-’n’-Roll-Quartett, angetreten, um alle Gesundheitstipps aus dem Ratgeber Fragen Sie Dr. Ozzy durchzuprobieren. Bisher scheint es ihnen nicht großartig geschadet zu haben. Beim Armdrücken setzt sich Billy Idol jedenfalls auch mit knapp sechzig Jahren noch locker gegen drei ausgewachsene Hardcore-Lektoren durch. Hut ab!« Oskar Rauch, Lektor Heyne Hardcore

»Bochum, Ende der 80er, ich war gerade mal 13 und habe nachts heimlich die Live-Übertragung einer dieser langen Rocknächte geguckt. Auf einmal war da so ein Typ auf der Bühne: schwarze Lederklamotten, blond gefärbte Stachelhaare, entblößter Oberkörper, unanständige Hüftbewegungen, geballte Faust, supersexy Mund und … boah, wie und was der sang. „Sweet sixteen“ und so! Ich gestehe: Nach Nena mein erstes musikalisches Erweckungserlebnis. Und bis heute der Albtraum meiner Mutter.« Nannette Elke, Lektorin Heyne

»Ein (Über-)Leben auf der Überholspur. Es gibt viele Musiklegenden und Idole, aber nur einen Billy 'Fuckin' Idol!« Wulf Dorn, Autor

»Rebell Yell ist für mich einer der größten Songs überhaupt. Als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, war ich zarte siebzehn, und Billys Oberlippe war ein Schock für mich. Seiner Musik konnte ich mich trotzdem nie entziehen. Und so ist es bis heute. Gnadenlos guter Rock’n’Roll.« Kirsten Naegele, Lektorin Heyne

»Als Kind der 90er musste ich erst Mr. Vain und Schlimmeres ertragen, um mich dann als Erwachsener richtiger Musik zu widmen. Billy Idols White Wedding hat mich als erster Song aus einer Zeit erreicht, die ich gerne live miterlebt hätte. Idol selbst steht für alles, was man mal erlebt haben muss, um eine wirklich interessante Biografie zu veröffentlichen.« Jens Westerbeck, Autor

»Billy Idol ist mir zu wenig suizidal, ich höre nur ganz, ganz depressive Musik, mir geht musikalische gute Laune schnell auf die Nerven.« Sophie Andresky, Autorin

»Ein Punker, der Poprock macht und Gothic-Videos wie White Wedding dreht, aber mit einem Metalgitarristen – Steve Stevens – zusammenspielt, hat mich als Jugendlicher immer schwer verwirrt. Mittlerweile habe ich begriffen, dass Billy Idol sich nicht bei verschiedenen Genres bedient hat, sondern verschiedene Genres bei Billy Idol.« Berni Mayer, Autor

»Ende der 80er-Jahre konnte ich meine Eltern während eines Italienurlaubs überreden, mir in einer Videothek den Horrorkracher Dèmoni (Dämonen 2) zu kaufen. Es war einer der ersten härteren Streifen, die ich zu sehen bekam – und der Heavy-Metal-Soundtrack ein Traum. Billy Idol fiel mit White Wedding bei der Musikuntermalung etwas aus dem Rahmen, aber gerade darum wirkte das Lied bei mir nach und gehört bis heute zu meinen Billy-Idol-Faves, auch wenn es eigentlich schon seiner ›Pop-Phase‹ zuzurechnen ist.« Tim Müller, Lektor Heyne Hardcore

»Ich stand direkt daneben, als Stephen King in München beim meet & greet dem Autorkollegen Wulf Dorn freundlich die Hand schüttelte und mit ernster Miene meinte: ›You look like Billy Idol.‹« Sven-Eric Wehmeyer, Redakteur

»Wem das nicht ins Blut geht, der hat ein Herz aus Stein!« Nina Lieke, Lektorin Heyne