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Special zu David Hair

Haben Sie gewusst, dass David Hair sehr weit gereist ist, um seiner Frau einen Heiratsantrag zu machen?

Eine kurze Biografie:
Ich bin in Neuseeland geboren und aufgewachsen und habe an der Victoria University in Wellington Geschichte und Alte Geschichte studiert. Seither bin ich hauptsächlich in der Finanzbranche tätig und habe zeitweise in England und Indien gelebt. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Abgesehen vom Schreiben liebe ich Fußball und Tennis, trinke gern Wein und reise viel.

Bisher wurden neun Romane von mir veröffentlicht, die ersten acht waren Jugendbücher, und gerade ist mein erster Fantasyroman für Erwachsene erschienen, Mage’s Blood (Originaltitel des ersten Bandes von Die Brücke der Gezeiten).

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Es war einfach immer mein Traum – es gab eigentlich keinen Zeitpunkt, an dem ich nicht Schriftsteller werden wollte. Mir hat die Vorstellung schon als Kind gefallen, ich dachte, das macht sicher Spaß und liegt mir.

Wie finden Sie Ihre Themen?
Im Leben, in der Geschichte, in den Nachrichten. Ich träume mit offenen Augen, schaue genau hin und frage mich: „Was wäre, wenn …“

An welcher Geschichte arbeiten Sie aktuell?
Ich habe gerade den zweiten Band der Die Brücke der Gezeiten beim Verlag abgeliefert und fange jetzt langsam an, mich mit dem letzten Band meiner Jugendbuchreihe zu befassen, die in Neuseeland spielt.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren? Und warum?
Als Teenager habe ich J. R. R. Tolkien, David Eddings, Stephen Donaldson und Alan Garner geliebt (Garners Jugendromane hatten vermutlich den größten Einfluss auf meine eigene Arbeit in dem Bereich). Was die Zeitgenossen angeht, lese ich gern Jim Butcher und Joe Abercrombie, und jenseits des Fantasy-Genres Carlos Ruiz Zafón.

Welche Bücher haben Sie kürzlich gelesen?
In letzter Zeit am meisten bewegt hat mich wahrscheinlich die Autobiografie von Fatima Bhutto, Songs of Blood and Sword. Ich durfte sie vor kurzem auf einer Buchmesse in Indien bei einer Lesung erleben und war sehr beeindruckt. Dieses Jahr haben mich außerdem noch Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor und Ready Player One von Ernest Cline begeistert. Der letzte Werwolf von Glen Duncan fand ich auch ganz toll.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Ja, aber nichts besonders Tiefsinniges: Lebe für andere und lebe für dich, zeige Leidenschaft für das, was dir wichtig ist und: Bloß keine Hemmungen.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Wenn ich Zeit habe, schaue ich Fußball (nach jahrelangem, eigenem Gebolze musste ich die Fußballschuhe vor kurzem leider an den Nagel hängen) oder spiele Tennis. Ganz normale Hobbys also. Und mein iPod muss immer mit – ich stehe auf alle möglichen Musikrichtungen und folge diversen Podcasts.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Um die Hand meiner Frau Kerry habe ich vor dem Taj Mahal angehalten.
2. Ich habe zwei Halbbrüder, die Halbitaliener sind.
3. Meine Jugendbücher wurden schon zweimal ausgezeichnet: 2009 hat mein Erstlingsroman The Bone Tiki den Preis für das beste Romandebüt beim Kinderbuchpreis der New Zealand Post erhalten, und 2012 hat Pyre of Queens den Preis für den besten Jugendroman bei den LIANZA Awards, dem Preis des neuseeländischen Bibliothekarverbands, abgeräumt.
4. Ich bin mal im englischen York von der Stadtmauer gefallen und habe mir dabei die Schulter ausgekugelt.
5. Mit 20 bin ich mit dem Rucksack quer durch Europa gereist (und habe dabei auch ein paar wunderschöne Ecken in Deutschland besucht – es ist ja eigentlich ein Touristenklischee, aber ich war ganz hin und weg von Schloss Neuschwanstein in Bayern).

Wie würden Sie Ihren Roman in einem Satz zusammenfassen?
Ein Konflikt der Kulturen zwischen Ost und West in einer Welt, in der Zauberei existiert.

Was hat Sie zu der Geschichte inspiriert?
Da gab es vieles, aber den größten Einfluss hatte sicher meine Zeit in Indien. Dort habe ich mit eigenen Augen die extremen Gegensätze zwischen Arm und Reich gesehen, zwischen Pracht und Chaos, und das Erbe einer uralten Kultur erlebt, über die ich vor meiner Ankunft praktisch nichts wusste. Auch meine diversen Reisen und mein Geschichtsstudium haben den Roman geprägt, und interessanterweise auch meine Arbeit im Finanzsektor.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Ich versuche immer, niemanden zu bevorzugen. Meiner Meinung nach müssen alle Figuren leiden, damit man sieht, was wirklich in ihnen steckt.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Die Anfangsszenen sind immer am schwierigsten, weil man zu dem Zeitpunkt noch nach dem richtigen Ton und dem passenden Tempo für die Geschichte sucht. Das erste Kapitel schreibe ich auf jeden Fall häufiger neu als alle anderen.

Was glauben Sie, wer Ihr Buch lesen wird?
Ich glaube, dass jeder, der gerne aufwändig erzählte Fantasygeschichten mit starken Charakteren liest, Spaß an dem Roman haben wird, vor allem, wenn man beim Lesen gerne in fremde Welten eintaucht. Es ist eine „große“ Geschichte, aber sie ist gleichzeitig sehr intim.

Gibt es andere Bücher, mit denen man Ihre Arbeit vergleichen könnte?
Das ist eine schwierige Frage. Beim Schreiben stürzt man sich ja mit Haut und Haaren in seine Geschichte, und erst wenn man daraus wieder auftaucht, entwickelt man eine Haltung dazu. Ich lese immer ganz bewusst keine Bücher, die meinem aktuellen Projekt auch nur im Geringsten ähneln, um Ablenkung zu vermeiden. Deshalb kann ich dazu also eigentlich nichts sagen.

Ich habe allerdings mitbekommen, dass der Roman oft mit der Krieg der Propheten-Trilogie von R. Scott Bakker verglichen wird, vermutlich, weil es darin auch um einen Kreuzzug geht. Bakker spielt in seiner Serie jedoch stark mit philosophischen Konzepten, während ich mich in erster Linie auf die Erzählung konzentriere.

Die Brücke der Gezeiten 1 Blick ins Buch

David Hair

Die Brücke der Gezeiten 1

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