Special zu Holger-Andreas Elsner »Quelle des Reichtums«

Fünf Fragen an Holger-Andreas Elsner

»Wir müssen lernen, dass wir keine Opfer sind, sondern Schöpfer.«

1. Gegenwärtig leiten Sie sowohl ein Unternehmen als auch eine spirituelle Schule mit dem Namen ad fontes (deutsch: zu den Quellen). Kann man als spiritueller Mensch trotzdem der Wirtschaftswelt verhaftet bleiben?

Holger-Andreas Elsner: Selbstverständlich. Im Sinne freiwillig verbunden bleiben. Jeder Lebensbereich eignet sich zur spirituellen Entwicklung. Ich habe mich in diesem Bereich erfahren und habe ihm einiges zu verdanken. Warum sollte ich gerade jetzt, da ich viel mehr noch zu geben habe als nur meine fachlichen und unternehmerischen Fähigkeiten, mich abwenden von ihm? Gebe ich meinem bisherigen Wirken in der Wirtschaftswelt nicht vielmehr dadurch erst Sinn, dass ich ihr jetzt verhelfe eine positive Entwicklung zu vollführen? Wenn alle, die glauben moralisch oder spirituell einem Bereich entwachsen zu sein, sich abwenden, wie wollen wir dann unvollkommene Strukturen und Systeme zu Besserem wandeln? Nein, ein Abwenden aus diesen Gründen wäre Resignation oder schlichtweg arrogant.

2. Ihr Buch trägt den Titel „Quelle des Reichtums“. Wie definieren Sie Reichtum?

Holger-Andreas Elsner: Für mich bedeutet Reichtum, die Freiheit zu haben, aus allen Optionen wählen zu können. Das setzt voraus, dass ich aus einer Fülle schöpfen kann und keinen Begrenzungen unterliege. Materielle Begrenzungen sind hierbei nur ein Aspekt. Einschränkungen aus Gesundheit, Glaubensvorstellungen oder sonstigen Konditionierungen heraus sind weitere.

3. Lernt man durch Ihr Buch, wie spirituelle Einsichten dazu genutzt werden können, den Geldfluss auf sich zu lenken und wirtschaftlich erfolgreich zu sein?

Holger-Andreas Elsner: Auch hier ist der wirtschaftliche Aspekt nur einer von vielen. Wer aus meinem Buch, aus meiner Lehre nur diesen Aspekt wählt, tritt möglicherweise in eine Falle. Von dieser Falle, ich nenne sie Versuchung, berichte ich in dem Buch. Die wahre Erkenntnis ist, den Geist als die stärkste Kraft zu erkennen und zu entwickeln. Ist dies gelungen, steht man über der Materie. Dann vermag man als Nebenprodukt wohl auch die Energien des Geldes zu lenken. Aber es ist eben nicht ein vorrangiges Ziel. Das wahre Ziel ist viel größer.

4. Sie erzählen in „Quelle des Reichtums“ auch aus Ihrem Leben. Welchen Nutzen kann der Leser daraus ziehen?

Holger-Andreas Elsner: Es holt hohe spirituelle Weisheiten auf den Boden der Praxis. Sie sind eben keine unerreichbaren Theorien oder abgehobenen Philosophien, die alltagsuntauglich wären. Ich nehme die Leser an die Hand und vermittle ihnen meine Lehre ganz praktisch und authentisch, indem ich und mein Leben als Beispiel fungieren. Was mir als verantwortungsvoller Familienvater mit Verpflichtungen, und einstmals mit Ängsten und Begrenzungen ausgestattet, gelang, können andere auch. Die Leser werden sich mit mir identifizieren können. Sie werden sich erkennen und damit auch ihr Potenzial. Und zudem erhält das Buch durch eine kleine Portion Selbstironie auch eine gewisse Unterhaltungskomponente.

5. Was ist Ihre zentrale Botschaft an den Leser und wie kann er sie praktisch umsetzen?

Holger-Andreas Elsner: Das Leben ist ein Geschenk. Es will uns zur Vervollkommnung führen. Es konfrontiert uns solange mit unseren Ängsten und Unvollkommenheiten, bis wir verstanden haben sie zu überwinden. Dazu müssen wir lernen, dass wir keine Opfer sind, sondern Schöpfer. Mit den Gedanken, den Gefühlen und den Handlungen, die wir wählen! Und das kann jeder!

Vielen Dank für das Gespräch.