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Welcher Tod ist Dir vorherbestimmt?

Wussten Sie, dass Sam Wilson einst als Stand-Up-Comedian in Kapstadt aufgetreten ist?

Eine kurze Biographie:
Ich wurde in England geboren, aber meine Familie zog nach Simbabwe als ich noch ein Kind war. Ich glaube dadurch, dass ich in Afrika aufgewachsen bin, hatte ich viele Möglichkeiten und Erlebnisse, die ich sonst nirgends auf der Welt gehabt hätte – zum Beispiel einen Elefanten auf einem Auto sitzen zu sehen oder einen Ex-Sträflingsmillionär zu filmen, der mit einer Motorradgang durch Swasiland gefahren ist.
Ich habe Schauspiel und Englisch an der Universität in Südafrika studiert, einen Master in kreativem Schreiben gemacht, mehrere animierte Shows kreiert und arbeite zurzeit als Autor und Regisseur bei Sunrise Productions. Ich lebe mit meiner Frau Kerry in Kapstadt.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich wollte immer Autor werden, hatte aber auch das Glück, dass man mich sehr dabei unterstützt hat. Als ich fürs Fernsehen geschrieben habe, habe ich mit einigen wirklich talentierten Autoren zusammengearbeitet, unter anderem mit Lauren Beukes und Sarah Lotz. Von ihnen habe ich jede Menge Ratschläge, Ermutigungen und Inspiration bekommen.

Was hat Sie zu Ihrem Roman inspiriert?
Die meisten meiner Ideen kommen mir immer dann, wenn ich die Welt betrachte und mir ein “Moment, dass erinnert mich an …“ durch den Kopf schießt. Im Zeichen des Todes habe ich geschrieben, weil ich Parallelen gesehen habe zwischen der Astrologie und anderen Wegen, durch die sich Menschen definieren.

Was für eine Art Geschichte schreiben Sie momentan?
Momentan schreibe ich an einer Fortsetzung von Im Zeichen des Todes, die in derselben Welt spielt, in der aber nicht mehr dieselben Figuren auftauchen. Ich hoffe, dass ich diese Welt nutzen kann, um ein paar neue Ideen auszuprobieren und wieder eine andere Geschichte zu erzählen.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren? Und warum?
Ich bin mit Science-Fiction aufgewachsen - Greg Egan und Ted Chiang sind absolute Größen für mich. Im Bereich Sachbuch bin ich ein Fan von Mary Roach. Sie schreibt brillant, gewagt und unglaublich witzig.

Was haben Sie kürzlich gelesen?
Wenn ich selbst schreibe, habe ich die schlechte Angewohnheit, keine Belletristik zu lesen, daher stammen die meisten meiner derzeitigen Bücher aus der Non-Fiction. Ich bin gerade mit Heart of the Original von Steven Aylett fertig geworden, eine kreative Hasstirade über Kreativität, und mit How Not to Be Wrong von Jordan Ellenberg, das faszinierende Wege aufzeigt, Mathematik im Alltag anzuwenden.

Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?
Meine Weltsicht ist hauptsächlich wissenschaftlich und rational geprägt, obwohl mir klar ist, dass mich das einschränkt. Im Allgemeinen glaube ich, dass sich Kooperation gegen Wettbewerb durchsetzen wird, allerdings erfordert eine solche Einstellung Mut. Niemand will ein Loser sein.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade schreiben?
Wenn ich nicht gerade lese oder mich mit meinem Computer rumschlage, finde ich immer irgendwas, das mich interessiert. Ich habe vor kurzem die Plansprache Toki Pona gelernt, was Spaß macht aber ziemlich unpraktisch ist, und momentan lerne ich die südafrikanische Sprache isiXhosa.

Fünf Dinge über Sie, die wir noch nicht wussten …
Ich habe mehrere Brettspiele designt, aber keines von ihnen hat es bisher auf den Markt geschafft.

Ich bin in Kapstadt als Stand-Up-Comedian aufgetreten, habe aber aufgehört, als ich merkte, dass ich mehr Spaß daran habe, Witze zu schreiben, als sie zu erzählen.

Ich mache regelmäßig bei „Book Dash“ mit, einer gemeinnützigen Organisation, die lizenzfreie Kinderbücher produziert und sie umsonst in Schulen und Bibliotheken verteilt.

2011 haben mich die Mail und der Guardian aufgrund meiner Arbeit am Literaturprojekt M4Lit in die Liste der Top 100 jungen Südafrikaner aufgenommen.

Wie würden Sie Ihren Roman in einem Satz beschreiben?
Ein Thriller, der in einer Gesellschaft spielt, die nach Sternzeichen aufgegliedert ist.

Was hat Sie zu dem Roman inspiriert?
Ich habe einen Artikel über psychologische Studien gelesen, laut derer Tierkreiszeichen viel über die Persönlichkeit eines Menschen aussagen – allerdings nur, solange man an Astrologie glaubt. Bei allen anderen waren eventuelle Übereinstimmungen reiner Zufall.
Egal ob man nun an Astrologie glaubt oder nicht, mich fasziniert die Vorstellung von sich selbsterfüllenden Prophezeiungen. Wenn man einem Kind sagt, dass es gut in Sport ist, wird es sich sicherer fühlen, sich mehr anstrengen und tatsächlich besser werden. Sagt man ihm hingegen, dass es kein Talent hat, wird es seine Bemühungen aller Wahrscheinlichkeit nach einstellen. Die Welt erzählt Kindern, wie und was sie zu sein haben, dabei kann eine Aussage über eine Person oder eine Gruppe von Menschen akkurat oder absoluter Schwachsinn sein. Es war eine interessante Idee das Extrem dieser Logik für meine Geschichte zu nutzen.
Nach der Fertigstellung meines Romans habe ich über echte Fälle von astrologischer Diskriminierung in China gelesen, wo Menschen wegen ihres Sternzeichens ein bestimmter Beruf verweigert wurde. Die Idee ist also gar nicht so abwegig wie man vielleicht meinen würde.

Welcher ist Ihr Lieblingscharakter in dem Roman und warum?
Ich habe eine Schwäche für die Astrologin Lindi Childs. Sie ist intelligent, wenn auch ziemlich fehlgeleitet. Sie will sich gegen Ungerechtigkeiten auflehnen, akzeptiert aber gleichzeitig die Welt, in der sie lebt, ohne sie zu hinterfragen, so lange die Dinge gut für sie laufen. Dennoch hat sie das Potenzial zur wahren Heldin zu werden. Für mich fühlt sie sich wie eine Person aus dem wahren Leben an, und ich würde gerne mehr Zeit mit ihr verbringen.

Welche Szene war am schwersten zu schreiben?
Das schwierigste am Schreiben ist die Unsicherheit. Wenn ich schreibe ist es, als würde ich in einer halb-realen Welt leben, wo mehrere Dinge gleichzeitig passieren und sich gegenseitig beeinflussen. Alles, was ich mache, verändert alles, wie ein gigantisches Sudoku Spiel. Sehr unangenehm.
Die Szene, bei der ich mich am schwersten getan habe, hat es nicht ins Buch geschafft. Ich habe an die 20.000 Wörter in die Tasten gehackt, bevor ich begriff, dass ich in die falsche Richtung gegangen bin und alles anders machen muss. Mein Lektor Emad Akhtar und ich haben den Entwurf gedreht und gewendet und einzelne Details herausgearbeitet. Danach war es erstaunlich leicht, den Roman zu schreiben. Ich kann Emad nicht genug für seine Hilfe danken. Aber das erste Kapitel der ersten Version war definitiv das schwerste für mich.

Welchen Lesern wird Ihr Buch gefallen?
Im Zeichen des Todes wird Fans von Kriminalromanen und Thrillern gleichermaßen ansprechen und außerdem all jenen gefallen, die eine rasante Geschichte lesen möchten, die einfach mal ganz anders ist.

Möchten Sie ein paar Worte an Ihre deutschen Leser und Leserinnen richten?
Ich freue mich sehr, dass Im Zeichen des Todes in Deutschland veröffentlicht wird und ganz besonders, dass es bei Penhaligon erscheint. Es ist ein rasanter Thriller, der mit Identitäts- und Verschwörungsmotiven spielt. Ich bin überwältigt, wie gut das Buch in Europa angekommen ist und hoffe, dass die deutschen Leser den Roman ebenso genießen werden wie ich das Schreiben.

Im Zeichen des Todes Blick ins Buch

Sam Wilson

Im Zeichen des Todes

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