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Special zu Susan Peterson »Die roten Blüten der Sehnsucht«

Wussten Sie, dass Susan Peterson italophil ist?

Interview mit Susan Peterson

Bitte geben Sie uns eine kurze Biografie von sich:
Ich studierte in Frankfurt Völkerkunde, Geschichte und Kultur Südostasiens sowie Anthropologie mit Magisterabschluss. Im Seminar für Vor- und Frühgeschichte lernte ich meinen Mann kennen. Nach der Hochzeit zogen wir nach Süddeutschland, wo unsere Kinder in einem alten Bauernhaus mit viel Platz zum Toben aufwuchsen. Hier leben wir immer noch und wenn ich nicht gerade schreibe, bin ich im Garten beschäftigt.

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Während der Kindergartenzeit unserer Kinder waren die „Baschtelabende“ für Eltern mein absoluter Horror! Nach einem Urlaub in Italien entdeckte ich dann jedoch bei der Suche nach Material zur Reparatur einer Muranoglaskette den Reiz der Schmuckgestaltung. Andere stricken zur Entspannung, ich knüpfe Perlenketten und kreiere Schmuck.

Meine große Leidenschaft ist allerdings seit über zwanzig Jahren mein Garten. Das ist nicht mehr Hobby, das ist schon Obsession (meint mein Mann).

Wie finden Sie Ihre Themen?
Ort und Zeit schlägt der Verlag vor. Davon ausgehend grabe ich mich in die Materie ein, entwerfe ein Szenario und skizziere die Charaktere. Die meisten guten Geschichten sind ja Archetypen. Viele Ideen kommen mir im Traum oder spontan. Wenn man sehr viele Bücher gelesen hat, schwirren im Unterbewusstsein unzählige Versatzstücke herum, woraus sich quasi von selbst neue Geschichten entwickeln.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?
Ich arbeite am letzten Teil der Trilogie von Ian und Dorothea, bei der es um Verlieren und Wiederfinden geht. Dorothea reist aus gesundheitlichen Gründen mit den Kindern schon nach Australien vor, während Ian und sein Vater nachkommen wollen. Das Schiff mit den beiden an Bord kommt jedoch nicht an. Dorothea ist völlig verzweifelt. Trost findet sie bei dem Medium Steven Millner, der Kontakt zu Ians Geist herstellt. Dieser dünne Faden, der sie mit Ian noch verbindet, ist alles, was ihr bleibt. Millner täuscht vor, dass Ian möchte, dass sie ihn heiratet, um durch ihn weiterhin mit ihm verbunden zu sein.

Nach der Hochzeit lässt er die Maske fallen. Er will an das Geld sowohl von Robert als auch von Ian bzw. das Embersleigh-Erbe.

Wie es Dorothea und den Kindern ergeht und was Ian widerfährt (der natürlich überlebt hat und auf einer Insel gestrandet ist), das ist noch nicht geschrieben …

Welche Szene daraus war bisher am schwierigsten zu schreiben?
Der Übergang von der Apathie, in der Dorothea gefangen war, hin zu dem zwanghaften Verlangen nach dem medialen Kontakt (ist ja ziemlich unheimlich). Das glaubhaft zu schildern, ist eine Herausforderung.

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Ich freue mich schon auf das Happy-End, wenn Ian auf der abgelegenen Farm auftaucht und in letzter Minute Dorothea rettet.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Die resolute Köchin Eliza Perkins und selbstverständlich Ian.

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Beruflich zu Südaustralien, privat liebe ich Italien.

Was lesen Sie selber gerne?
Biographien, Sachbücher, Wissenschaftsthriller, alte Krimis (Dorothy Sayers, Agatha Christie, Arthur Upfield u.ä.), exotische Krimis (Richter Di, u.a.), Georgette Heyer, Barbara Wood, Amanda Quick, Linda Howard, James McGee.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Michael Crichton, Georgette Heyer

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden?
Miss Marple, die Männerfiguren von Georgette Heyer (die sind „echt cool“!)

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Wenn der Aufenthalt mit open end ist: Ein Survivalbuch, einen guten Naturkundeführer sowie einen dicken Band mit Gedichten zum Auswendiglernen, wie „Der ewige Brunnen“, als Hirntraining.

Wenn es nur zum Ausspannen ist und die Rückfahrt verlässlich gebucht: einen Naturkundeführer mit Teil zum Bestimmen, einen Himmelsatlas, um die Sterne zuordnen zu können, und ein Blankobuch, um alles festzuhalten, was man beobachtet hat.

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Schokolade, speziell Champagnertrüffel.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Mousse au chocolat: 2 Tafeln Caillerschokolade (o.a. Edelbitter) im Wasserbad schmelzen lassen, derweil drei Eigelb mit 2 EL Puderzucker schaumig rühren und die Eiweiß mit ebenfalls 2 EL Puderzucker steif schlagen. Dann die flüssige Schokolade unter die Eigelbmasse heben, das Eiweiß dazu und zum Schluss einen Becher steif geschlagene Sahne unterrühren – das ist der Trick, damit es schön geschmeidig und dennoch fest wird.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Gartenarbeit

Haben Sie ein Lebensmotto?
Ich versuch‘s!

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Viel zu viele, um sie alle aufzuzählen. Aktuell bin ich besonders fasziniert von der Person des Dr. James Barry, der im 19. Jahrhundert als Arzt beim britischen Militär Karriere machte und bei dem erst nach seinem Tod festgestellt wurde, dass er eine Frau war.

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
PC und Internet. Und immer, wenn man liest, wie es früher zuging: die moderne Medizin und Pharmazie!

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?
WWF und Greenpeace

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Ich arbeitete während meines Studiums als Lageristin in einem Pelzgroßhandel.
2. Ich bin italophil und feile seit Jahren an meinem Italienisch.
3. Ich entspreche voll dem Klischee, dass Frauen nicht einparken können.
4. Ich habe einen Schuhtick, während Handtaschen mich völlig kalt lassen.
5. Ich bin ein absoluter Sportmuffel.

Wollen Sie Ihren LeserInnen eine kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!

Geneigte LeserInnen,

wissen Sie, dass Sie mir beim Schreiben des öfteren kritisch über die Schulter gucken?

Immer dann, wenn ich mich frage: würde ich das jetzt mit Vergnügen lesen oder fände ich das als LeserIn zu langatmig, oder sogar zu langweilig, zu platt?

Als Autor neigt man nämlich dazu, etwas betriebsblind zu werden und alles für interessant zu halten, was man so zu Papier bringt bzw. in den PC tippt.

Deshalb würde ich mich über Feedback sehr freuen. Wo sollte gestrafft werden, was könnte etwas ausführlicher behandelt werden, sind die Charaktere/Geschichten überzeugend? – Rückmeldungen dieser Art wären sehr hilfreich für die zukünftige Orientierung. Denn ich schreibe ja nicht für mich.

August 2012

Susan Peterson

Der Duft der wilden Akazie

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