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SPECIAL zu Susanne Graf »Der Bildermacher«

Das Leben als "Kriminaler"

Carmen Henning und Albert Schneider, beides Kriminalbeamte, wurden von der Tageszeitung gebeten, für eine Serie über die Karlsruher Polizei einen Fragebogen auszufüllen. Albert Schneider wollte zuerst überhaupt nicht, die Staatsanwaltschaft hat allerdings darauf bestanden, um die Popularität der Polizei und speziell der Kriminalbeamten bei der Bevölkerung zu steigern. Hier der Artikel in der "Badischen Aktuellen":

In unserer aktuellen Serie über die Karlsruher Polizei stellen wir unseren Lesern verschiedene Abteilungen und wichtige Menschen vor, die sich um Recht und Ordnung in der Fächerstadt kümmern. Heute beantworten zwei Kriminalbeamte die Fragen der Badischen Aktuellen. Gemeinsam haben Carmen Henning und Albert Schneider im vergangenen Jahr die Mordserie um die lackierten Leichen bearbeitet, über die die Badische Aktuelle ausführlich berichtete. Carmen Henning ist Kriminalkommissarin und 36 Jahre alt, ledig und lebt in Karlsruhe. Albert Schneider ist Kriminalkommissar und 44 Jahre alt, ledig, und lebt ebenfalls in Karlsruhe.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Carmen Henning: Gärtnerin. Es hat mir immer gefallen, draußen zu sein.
Albert Schneider: Polizist.

Warum sind Sie zur Polizei gegangen?
Carmen Henning: Mich haben Puzzle schon immer fasziniert. Polizeiarbeit ist Puzzlearbeit. Und ich habe gerne mit Menschen zutun und sehe gerne hinter die Fassade. Das ist sehr spannend.
Albert Schneider: Siehe Frage eins.

Was war Ihr bisher schwierigster Fall?
Carmen Henning: Das kommt auf die Definition von „schwierig“ an. Es gab einmal einen Fall, der mich sehr mitgenommen hat. Dabei ging es auch um Minderjährige. Mehr kann ich dazu aber nicht sagen.
Albert Schneider: Jeder Fall ist schwierig.

Wovor haben Sie Angst?
Carmen Henning: Beruflich oder privat? Beruflich habe ich Angst davor, eine Sachlage falsch einzuschätzen und etwas zu versäumen, das für die Aufklärung wichtig wäre. Privat fürchte ich mich davor meine sozialen Kontakte über den Beruf zu vernachlässigen. Aber ich gebe mir Mühe.
Albert Schneider: Glauben Sie im Ernst, dass ich Ihnen diese Frage beantworte?

Lesen Sie gerne Krimis?
Carmen Henning: Es gibt wenig gute Krimis. Deshalb nur ab und zu. Und die meisten lege ich nach 50 Seiten beiseite, weil sie mir zu sehr an der Realität vorbeigehen.
Albert Schneider: Nein.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Carmen Henning: Momentan keines. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war ein Buch von Andrej Kurkow. Da ging es um einen Pinguin. Sehr hübsch, aber irgendwann war es mir ein bisschen zu depressiv. Vielleicht sollte ich mal wieder eine Familiensaga lesen. In solchen Büchern kann man sich so schön verlieren.
Albert Schneider: Ein Buch über Rechtsmedizin.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?
Carmen Henning: Ich habe leider wenig Freizeit. Wenn ich nicht zu müde bin, gehe ich gerne raus oder lese mal ein gutes Buch und versuche, meine Freundschaften zu pflegen.
Albert Schneider: Das ist meine Privatsache.

Trinken Sie Kaffee oder Tee?
Carmen Henning: Eindeutig Kaffee.
Albert Schneider: Kaffee.

Welchen Fehler möchten Sie keinesfalls noch einmal begehen?
Carmen Henning: Ich glaube, dass jeder Fehler einen irgendwie weiterbringt. Auch wenn er groß war. Insofern war jeder Fehler unterm Strich irgendwie okay.
Albert Schneider: Mich dazu überreden zu lassen, einen Fragebogen auszufüllen.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?
Carmen Henning: Es ist mir fast peinlich: Mit einem Blumenstrauß oder einer Postkarte aus dem Urlaub.
Albert Schneider: Keine Ahnung.

Womit kann man Sie ärgern?
Carmen Henning: Es ärgert mich, wenn jemand nicht zuhört. Und Rücksichtslosigkeit ärgert mich auch.
Albert Schneider: Mit Trägheit und Inkompetenz. Mit Vorträgen über die Schädlichkeit des Rauchens.

Was lesen Sie in einer Tageszeitung zuerst?
Carmen Henning: Die Überschriften. Und natürlich die Polizeimeldungen.
Albert Schneider: Ich fange vorne an zu lesen und höre hinten auf.

Wenn eine Fee käme und Ihnen sagen würde, dass Sie einen Wunsch frei haben, was würden Sie sich wünschen?
Carmen Henning: Nur einen? Schwierig, ich habe so viele Wünsche. Etwas mehr Zeit vielleicht. Aber wie gesagt, das ist nur einer von vielen.
Albert Schneider: Es gibt keine Feen.

(Anm.d.Red.: Wenn Sie die beiden ungleichen Ermittler näher kennenlernen wollen, lesen Sie am besten Susanne Grafs spannenden Kriminalroman "Der Bildermacher" ...)

Der Bildermacher Blick ins Buch

Susanne Garcia Beier

Der Bildermacher

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