VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Achtzehn Hiebe Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 11,00 [D] inkl. MwSt.
€ 11,40 [A] | CHF 16,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71861-0

DEMNÄCHST
Erscheint:  08.04.2019

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Links

  • Service

  • Biblio

Eitan Einoch ist Taxifahrer im heutigen Tel Aviv, und das ist auch schon das Aufregendste in seinem Leben. Doch alles ändert sich, als er den Auftrag bekommt, eine charmante alte Dame täglich zum Friedhof zu fahren. Die Lebensgeschichte von Lotta Perl fasziniert ihn, und jeden Tag erfährt er ein bisschen mehr über ihre große Liebe zu dem britischen Soldaten, den sie gerade begraben hat, und über das Leben in Palästina kurz vor der Gründung des Staates Israel. Als Lotta plötzlich spurlos verschwindet, will Eitan herausfinden, was geschehen ist, jetzt, in Tel Aviv, und damals in Haifa …

Assaf Gavron (Autor)

Assaf Gavron wurde 1968 geboren, wuchs in einem Dorf nahe Jerusalem auf, studierte in London und Vancouver und lebt heute mit seiner Familie in Tel Aviv. Er hat mehrere Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht, wurde ausgezeichnet u.a. mit dem Bernstein-Preis und dem Prix Courrier, und ist in Israel Bestsellerautor.


Barbara Linner (Übersetzerin)

Barbara Linner, geb. 1955 in München, studierte Judaistik, Orientalistik und südosteuropäische Geschichte. Sie ist Übersetzerin von u. a. David Grossman, Batya Gur, Judith Katzir, Jehoschua Kenaz, Etgar Keret, Joshua Sobol.

Aus dem Hebräischen von Barbara Linner
Originaltitel: Schmone-esre malkot
Originalverlag: Luchterhand

Taschenbuch, Broschur, ca. 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71861-0

€ 11,00 [D] | € 11,40 [A] | CHF 16,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

DEMNÄCHST
Erscheint:  08.04.2019

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Spannende Taxifahrt durch Tel Aviv

Von: Büchermadl Datum: 07.09.2018

https://buechermadlblog.tumblr.com/

Meinung
Zum Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm, man fällt in die Geschichte hinein und mag gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Zum Cover: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich mag es schlicht, so wie das Bild zu sehen ist. Der Titel ist groß und in deutlichen Farben zu sehen, dadurch ist er sehr auffallend gestaltet und zieht einen sofort in den Bann.
Zum Inhalt: Es geht um den Taxifahrer Eitan, der sich mit seiner Frau das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter teilt. Eine ältere Damen, mag seinen Humor und seine Art und bucht ihn immer wieder. Sie erzählt ihm einiges über einen Soldaten, der hier beerdigt wurde und Eitan möchte Genaueres darüber erfahren und ermittelt selbst. Ich habe Eitan direkt ins Herz geschlossen, er ist entspannt und sympathisch, leider macht ihm die Trennung sehr zu schaffen, was aber seine sehr menschliche Seite zeigt.
Fazit
Ein toller Roman, der über die israelische Geschichte in humorvoller und witziger, aber auch interessanter Weise erzählt. Sehr spannend ist auch zu erfahren, was es mit dem Soldaten auf sich hat.
Man sieht Tel Aviv durch Eitans Augen und hat Lust selbst eine Taxifahrt mit ihm zu unternehmen.

Chance vergeben - leichte Unterhaltung

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung  aus Bad Kissingen Datum: 16.05.2018

https://www.facebook.com/buchbesprechung

Eitan Einoch war schon die Hauptfigur in „Ein schönes Attentat“, dem 2008 veröffentlichten Debütroman des inzwischen als Bestseller-Autor gerühmten israelischen Schriftstellers Assaf Gavron (50). Zehn Jahre später spielt Eitan Einoch wieder die Hauptrolle in Gavrons neuem Roman „Achtzehn Hiebe“, im Februar beim Luchterhand-Verlag erschienen. Auch wenn auf die Ereignisse des Debütromans stellenweise Bezug genommen wird, ist der neue Roman keine Fortsetzung.
Es ist ein im heutigen Tel Aviv spielender, unterhaltsamer Krimi, dessen Vorgeschichte sich 1946 vor der Staatsgründung Israels zugetragen hat, als die Briten noch das Mandat über Palästina hatten. Inzwischen ist Eitan Einoch selbständiger Taxifahrer, der seine Fahrgäste mit Anekdoten zur Geschichte Israels unterhält. Er ist geschieden, Vater einer kleinen Tochter, um die er sich liebevoll an zwei Wochentagen kümmert. Eines Tages erhält er den Auftrag, eine liebenswerte 85-jährige Dame, die sich ihm als Lotta Perl vorstellt, täglich zum Friedhof zu fahren, wo ihr kürzlich verstorbener Jugendfreund begraben liegt. Eitan erfährt ihre Lebens- und Liebesgeschichte: Als 17-Jährige hatte sich das jüdische Mädchen verbotenerweise in einen britischen Soldaten verliebt, ebenso ihre Freundin. Nach 66 Jahren hatte sich das Quartett nun wiedergetroffen. Lotta ist überzeugt, ihr Jugendfreund sei ermordet worden. Als Eitan Einoch beginnt, gemeinsam mit seinem Freund Bar diesem Verdacht nachzugehen, finden sie Lotta Perl tot im Bett. War es Mord?
Im Laufe der locker und durchaus humorig erzählten Kriminalhandlung erfahren wir in mehreren Rückblicken Atmosphärisches und Wissenswertes aus der Zeit des Mandats: Die Briten waren bei den Juden verhasst und wurden von zionistischen Untergrundorganisationen bekämpft. Neben der Todesstrafe gab es bei den Briten auch die Prügelstrafe, die dem Roman seinen Titel gibt. Die Untergrundkämpfer revanchieren sich auf dieselbe Art, nehmen britische Soldaten gefangen und rächen sich an ihnen mit der Lederpeitsche. Eines Abends trifft es auch Lottas Freunde.
Bedauerlicherweise verzettelt sich Assaf Gavron in seinem Roman, der eigentlich interessante Ansätze hat. Doch wird in den Rückblicken ins Jahr 1946 das Alltagsleben der Juden unter britischer Verwaltung recht oberflächlich behandelt, auch kommen die mit ihnen verfeindeten Palästinenser überhaupt nicht vor. Es stimmt sicher, was Lotta Perl sagt, dass sich die Liebenden nicht um Politik gekümmert haben. Dennoch hätte der israelische Autor in seinem Roman auf die Historie seines Heimatstaates intensiver eingehen müssen. Auch die Handlung in heutiger Zeit wird bei Gavron nicht wirklich zum richtigen Krimi, sondern plätschert seitenweise fröhlich und in manchen Absätzen sogar trivial vor sich hin.
„Achtzehn Hiebe“, vom Thema her ein passender Roman zum 70.Jahrestag der Staatsgründung Israels, verspielt diese Chance. Es hätte ein spannender Krimi vor historischem Hintergrund werden können. So bleibt es ein austauschbarer Unterhaltungsroman, eine bunte Mischung aus Liebe, Enttäuschung und Verrat, Schuld und Verbrechen. Die anfängliche Spannung und Erwartung, aufgelockert durch eine Prise Humor, verflacht mit zunehmender Seitenzahl. Und: Wozu braucht es eigentlich die in Einzelheiten geschilderten Bettszenen? Sie tragen nichts zur Sache bei, sondern mindern noch das Niveau dieses Romans. Schade! Ich hatte vom neuen Buch des mehrfach ausgezeichneten Bestseller-Autor mehr erwartet.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors