Alles richtig gemacht

Roman

Alles richtig gemacht
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Freunde kommen, Freunde gehen, Freunde bleiben

Als es mit der DDR zu Ende geht, sind Thomas und Daniel noch jung, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde aus Rostock ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun?

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Alles richtig gemacht
Originalverlag: Penguin Verlag, München 2019
Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10643-2
Erscheint am 08. Oktober 2021

Leserstimmen

Alles richtig gemacht?

Von: Tarditier

04.08.2020

Thomas und Daniel. Zwei Freunde seit Kindertagen. Zwei, die lange Zeit gemeinsam ihren Weg gegangen sind. Die Jugend in Rostock, nach der Wende dann zusammen in Berlin. Aber irgendwann verschwindet Daniel. Thomas wird Rechtsanwalt, mit Frau und Kindern. Daniel ist plötzlich wieder da, genau in dem Moment, als Thomas Frau ihn verlässt. Zufall? Gregor Sanders Roman ist mir gleich ins Auge gestochen. Die große, markante Schrift, die an Wunderkerzen erinnert und das gesamte Cover einnimmt, sieht man nicht alle Tage. Die Geschichte selbst ist dann eigentlich eine Aneinanderreihung von kleinen Episoden, von Nebensächlichkeiten. Wild gemixt. Der ständige Perspektivenwechsel verwirrt anfangs und fordert höchste Aufmerksamkeit. Überhaupt bleiben die Protagonisten seltsam blass, fast wie hinter einer Nebelwand. Sie sind schwer greifbar und als Leser fragt man sich oft, warum und wieso? Eine Antwort bekommt man meistens nicht. Aber dennoch übt das Buch einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Denn der Autor schreibt brilliant! Seine Sprache ist modern und er schafft es, mir genau dieses Gefühl zu vermitteln, das man wohl damals haben musste. Ich kenne die DDR nicht, hatte zur Zeit der Wende auch gerade meine beiden Töchter bekommen, keinen Fernseher, dazu noch zwei kranke Großmütter, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit brauchten und deshalb sehr wenig Zeit, mich mit der Politik zu befassen. Als ich aber jetzt, parallel zur Lektüre des Buches, die Dokumentationen zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigungen gesehen habe, bekam ich eine Ahnung, was damals mit den Menschen passiert ist. Allein aus diesem Grund ist das Buch sehr gut gelungen und Gregor Sander hat in meinen Augen "alles richtig gemacht".

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Freundschaft

Von: Buchwoerter

17.11.2019

Vor ein paar Tagen feierten wir erneut die Wiedervereinigung! Keine trennende Mauer, kein gespaltetes Land und unterschiedlichen politischen Systeme mehr. DDR und BRD - ich kenne nur ein geeintes Deutschland und darüber bin ich wirklich sehr froh. Gregor Sander entführt uns in seinem Buch „Alles richtig gemacht” in die jüngere deutsche Geschichte und zwar auf eine unterhaltsame Art und Weise. . Darum geht’s: Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht? . Thomas und Daniel wachsen gemeinsam in der DDR auf. Sie verbindet eine ganz besondere und ungewöhnliche Freundschaft, die alles andere als klassisch ist. Der Roman ist aus der Perspektive des Protagonisten Thomas beschrieben. Durch die verschiedenen Zeitebenen erfährt man viel über das Leben in der DDR und später im vereinten Deutschland. Ganz nebenbei erfährt man vom Alltag der Jugendlichen in der DDR. Das hat mir wirklich total gut gefunden. Genauso wie überall sind Thomas und Daniel Suchende: Liebe, Freundschaft, Zukunftspläne, Drogen, Integrität. Die Beziehung zwischen den beiden spielt eine permanente Rolle. Man sieht, wie zwei sich sehr ähnelnde Charaktere mit unterschiedlichen familiären Backround aufbrechen und sich in völlig verschiedenen Leben wiederfinden, obwohl sie ähnliche Voraussetzungen hatten. Immer wieder gibt es spannende Wendungen und Umbrüche im Roman. Das Lesen bleibt spannend und trotz der ernsten Thematik mit einem Augenzwinkern erzählt. Einige Stellen im Buch waren mir persönlich zu konstruiert. Ich bevorzuge es, wenn ein Roman realitätsnah durchweg bleibt. Wahrscheinlich wählte Sander dies als stilistisches Mittel bzw. um die Lockerheit oder die Differenzen deutlicher aufzuzeigen z.B. beim Kunstwerk (Kritik Kapitalismus). Es ist ein Buch, welches sich gut und schnell lesen lässt. Welches in Ansätzen Einblicke in die junge deutsche Geschichte gibt und welches über zentrale Fragen im Leben berichtet. Für mich ein interessantes, leichtes Buch, welches man lesen kann, aber nicht muss.

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Vita

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman »Was gewesen wäre« wurde prominent besetzt verfilmt.

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22. März 2021

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19:00 Uhr | Rostock | Lesungen
Gregor Sander
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