Alles was glänzt

Roman

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»Eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur.« SPIEGEL ONLINE

Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs, von Strukturwandel und einem Ungleichgewicht in der Natur, vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.

»Eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur.«

SPIEGEL ONLINE

Originaltitel: Alles was glänzt
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71899-3
Erscheint am 11. November 2019

Leserstimmen

Der etwas andere Roman vom Leben

Von: G.Siema

26.01.2019

Rezension zu „Alles was glänzt“ von Marie Gamillscheg, 2018 Luchterhand Literaturverlag München in der Verlagsgruppe Randomhouse „Alles was glänzt“ ist das Romandeübt von Marie Gamillscheg, die 1992 in Graz geboren ist. Es ist nicht nur die Handlung, die Beschreibung des Dorfes, der Charakter von vier Dorfbewohnern, es ist Marie Gamillschegs Sprache, die Leser/Leserinnen, die Atmosphäre des Stillstandes, des Verharrens, deutlich spüren lässt. Das Ausharren, das Erstarren, das Warten, es rinnt einem aus jeder Seite entgegen. Das Warten darauf, dass der Berg endlich einstürzt. Das Warten darauf, dass in diesem Dorf, das einstmals vom Bergbau gut gelebt haben muss, endlich einmal etwas passiert. Abgesehen von den Festen, die Susa veranstaltet, außer den Jahreszeiten, die das Dorf immer auf die gleiche Weise verändern, geschieht nichts. Susa ist eine der Bewohner, die nicht weggehen, obwohl sie allen Grund dazu hätte. Sie ist, wie man auf Österreichisch sagt, ihr bester Gast, in ihrem „Espresso“. Behutsam führt die Autorin den Lesern/Leserinnen nicht nur Susas Vergangenheit vor Augen. Da ist doch tatsächlich einer, Merih, der freiwillig in dieses Dorf kommt und dort, wo alles zu Ende zu sein scheint, neu beginnen möchte. Es ist gar nicht so einfach, sich in dieser Bewegungslosigkeit zu bewegen. Manch einer schafft den Weggang durch Selbstmord, einem Unfall, durch Abtransport ins Altersheim, Theresa schafft es, indem sie vom Leben in der Stadt träumt, ihre Schwester durch rasches, unverhofftes Abhauen. Erstarren, verblöden, weggeworfene Chancen und Talente, verdrängte Gefühle. Alles, was Marie Gamillscheg mit den vier ausgesuchten Menschen, die auf ihre Weise mit der Stumpfsinnigkeit dieses Ortes ohne Zukunft umgehen, erzählt, finden wird überall. Hier wohl etwas verdichtet. Der Leser, die Leserin wird in diesem Roman nichts Leichtes, nichts Einfaches finden. Keine seichte Unterhaltung, kein Auf und Ab der Gefühle und keine spannungsgeladenen Momente. Die Autorin treibt uns nicht voran, sie lässt Raum für unser Denken, Nachdenken, für unsere Gefühle und Mitfühlen, für Betroffenheit. Eine Beschreibung vom Leben.

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Der etwas andere Roman vom Leben

Von: G.Siema

26.01.2019

Rezension zu „Alles was glänzt“ von Marie Gamillscheg, 2018 Luchterhand Literaturverlag München in der Verlagsgruppe Randomhouse „Alles was glänzt“ ist das Romandeübt von Marie Gamillscheg, die 1992 in Graz geboren ist. Es ist nicht nur die Handlung, die Beschreibung des Dorfes, der Charakter von vier Dorfbewohnern, es ist Marie Gamillschegs Sprache, die Leser/Leserinnen, die Atmosphäre des Stillstandes, des Verharrens, deutlich spüren lässt. Das Ausharren, das Erstarren, das Warten, es rinnt einem aus jeder Seite entgegen. Das Warten darauf, dass der Berg endlich einstürzt. Das Warten darauf, dass in diesem Dorf, das einstmals vom Bergbau gut gelebt haben muss, endlich einmal etwas passiert. Abgesehen von den Festen, die Susa veranstaltet, außer den Jahreszeiten, die das Dorf immer auf die gleiche Weise verändern, geschieht nichts. Susa ist eine der Bewohner, die nicht weggehen, obwohl sie allen Grund dazu hätte. Sie ist, wie man auf Österreichisch sagt, ihr bester Gast, in ihrem „Espresso“. Behutsam führt die Autorin den Lesern/Leserinnen nicht nur Susas Vergangenheit vor Augen. Da ist doch tatsächlich einer, Merih, der freiwillig in dieses Dorf kommt und dort, wo alles zu Ende zu sein scheint, neu beginnen möchte. Es ist gar nicht so einfach, sich in dieser Bewegungslosigkeit zu bewegen. Manch einer schafft den Weggang durch Selbstmord, einem Unfall, durch Abtransport ins Altersheim, Theresa schafft es, indem sie vom Leben in der Stadt träumt, ihre Schwester durch rasches, unverhofftes Abhauen. Erstarren, verblöden, weggeworfene Chancen und Talente, verdrängte Gefühle. Alles, was Marie Gamillscheg mit den vier ausgesuchten Menschen, die auf ihre Weise mit der Stumpfsinnigkeit dieses Ortes ohne Zukunft umgehen, erzählt, finden wird überall. Hier wohl etwas verdichtet. Der Leser, die Leserin wird in diesem Roman nichts Leichtes, nichts Einfaches finden. Keine seichte Unterhaltung, kein Auf und Ab der Gefühle und keine spannungsgeladenen Momente. Die Autorin treibt uns nicht voran, sie lässt Raum für unser Denken, Nachdenken, für unsere Gefühle und Mitfühlen, für Betroffenheit. Eine Beschreibung vom Leben.

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Vita

Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. Veröffentlichungen in zahlreichen literarischen Zeitschriften und Magazinen. Ihr Roman "Alles was glänzt" landete auf der ORF-Bestenliste, wurde für den aspekte Literaturpreis nominiert und mit dem Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt 2018 ausgezeichnet.

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Events

30. Sep. 2019

Lesung mit Marie Gamillscheg

19:00 Uhr | Heidelberg | Lesungen
Marie Gamillscheg
Alles was glänzt

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Pressestimmen

»Marie Gamillscheg ist Spezialistin für den menschlichen Faktor und die Überzeugungskraft des Details, für Misstöne der Zukunftsmusik und die Wahrheit des Körpers.«

FAZ

»Man darf gespannt sein, was diesem glänzenden Debüt folgt.«

Deutschlandfunk