Altes Land - Roman

Der Bestseller – mit einem exklusiven Brief der Autorin

Taschenbuch
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Der Bestseller in limitierter, exklusiver Auflage

Das »Polackenkind« ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine andere liebt.

Der Weltbestseller in edler limitierter Geschenkausstattung. Mit einem exklusiven Brief von Dörte Hansen an ihre Leser.


Originaltitel: Altes Land
Originalverlag: Knaus, München 2015
Taschenbuch, Klappenbroschur, 304 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10386-8
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das Buch lebt!

Von: Sylvia Hertel aus Frankfurt

27.04.2019

In ihrem Roman „Altes Land“ erzählt Dörte Hansen von Flüchtlingen die 1945 Ostpreußen verlassen mussten. Im Mittelpunkt steht Vera, damals gerade 5 Jahre alt. Sie muss mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke aus Ostpreußen fliehen. Unterschlupf finden sie bei Ida Eckhoff in der Knechtekammer. Damit gibt sich Hildegard aber nicht zufrieden. Sie heiratet den Sohn und verdrängt Ida aus dem Haus. Doch bald wird Vera von ihrer Mutter verlassen. Die Mutter zieht mit neuem Mann und neuem Kind nach Hamburg. Vera bleibt mit ihrem Stiefvater, der von Krieg psychisch krank ist und nachts schreit und weint zurück. Vera bleibt bei dem alten Mann bis zu seinem Tod, danach lebt sie alleine weiter in dem Haus. Richtig angekommen ist sie aber nie. Vera kommt mir mehr vor wie eine heimatlose. Zu Menschen hat sie auch nicht viel Kontakt, ich denke sie hat Angst sie könnte sie wieder verlieren. Erst als ihre Nichte mit Kind aus Hamburg bei ihr Unterschlupf suchen lebt Vera etwas auf. Dörte Hansen hat ihre Charaktere gut in Szene gesetzt, sie leben richtig. Hildegard kommt sehr gefühlskalt daher aber ich denke sie hat die Flucht nie verwunden. Vera hat sich in ihr Schicksal gefügt, hat aber nie eine Heimat gefunden. „Altes Land“ ist aber kein trauriges Buch, ganz im Gegenteil, ich musste oft schmunzeln. Sei es über die wortkargen Dorfbewohner oder die Städter die es aufs Land verschlagen hat. Auch die eingestreuten plattdeutschen Sätze machen das Buch authentisch und lebendig. „Altes Land“ bekommt von mir 4 Sterne, es ist nicht einfach ein Roman, für mich ist es ein literarisches Werk, dass Spaß macht zu lesen.

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Liebevoller, frecher & einfühlsamer Generationenroman!

Von: Naibenak aus Pinneberg

19.03.2019

Die polnische Flüchtlingstochter Vera landet im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Mutter im Alten Land und wird dort sesshaft. Mit ihrem Stiefvater und Kriegsveteran Karl lebt sie noch lange Zeit in einem großen, Altländischen Reetdachhaus inmitten von Kirschbaumplantagen. Später lebt sie dort allein. Anne ist auch ein Spross dieser Familie. Vera ist ihre Tante. Die junge Mutter eines etwa dreijährigen Knirpses lebt in Hamburg-Ottensen und wird vom Lebensgefährten und Vater des Jungen für eine andere verlassen. Sie „flieht“ ins Alte Land zur Tante und will als gelernte Tischlerin das alte Haus in Schuss bringen. Dörte Hansen erzählt mit liebevoller, lockerer, frecher und teils sarkastischer Zunge vom störrisch-eigensinnigen Menschenschlag im Alten Land, von den alternativen Übermuttis in Hamburg-Ottensen, von fürsorglichen Handwerkern in Hamburg-Barmbek und Hamburger Aussteigern, die auf dem Land neu anfangen wollen, aber doch irgendwie nicht aus ihrer Haus können. Dies alles ist unheimlich amüsant zu lesen, besonders, wenn die Autorin überspitzte Klischees zu Tage bringt, die mich ein ums andere Mal haben zustimmend nicken und schmunzeln lassen. Aber ich muss auch zugeben, dass es mir irgendwann ein bisschen viel geworden ist und ich mich dabei ertappt habe, es deshalb ansatzweise nervig zu finden… Zum anderen aber – und das gefällt mir an diesem Roman am besten – kann Dörte Hansen wunderbar und einfühlsam, in sprachlich schönen und ausdrucksstarken Bildern von den Sorgen, Ängsten, Erinnerungen und anderen Gefühlen ihrer Charaktere berichten. Sie werden alle sehr greifbar in ihrer jeweiligen Art, ich kann mich wunderbar in die Personen hineinversetzen, sie verstehen, mit ihnen fühlen… Aber auch sie zum Teufel jagen – oh ja, so jemanden gibt es durchaus auch ;) Und nicht nur die Charaktere beschreibt Hansen auf diese unbeschreibliche Art, auch das Alte Land selbst mit seinen Obstplantagen, Bauernhöfen, reetgedeckten Fachwerkhäusern, Deichen und Tieren wird so sehr lebendig vor meinem inneren Leserauge. Was mich beim Lesen aber manchmal etwas gestört hat, ist Hansens Tempo. Gerade habe ich noch schallend gelacht über die Schrulligkeiten der Altländer und schwupp – finde ich mich im Flüchtlingsstrom im Zweiten Weltkrieg wieder. Eben noch geschmunzelt über die Ottenser Muttis, zack – da baumelt jemand auf dem Dachboden. Da bleibt einem das Lachen regelmäßig im Halse stecken. Das zieht sich in ähnlicher Manier durch das ganze Buch. Ich persönlich hätte an der einen oder anderen Stelle gern noch etwas verweilen mögen. Fazit: Ein spritziger, frecher, liebevoll & einfühlsam erzählter Generationenroman über Mütter und Töchter, über Vergangenheits- und Trauerbewältigung, ein Über-sich-Hinauswachsen und Zur-Ruhe-Kommen. Und noch so viel mehr. Manchmal etwas zu klischeehaft für meinen Geschmack und zu „schnell“ im Verlauf. Aber in jedem Fall berührend und bezaubernd und sehr unterhaltsam. Empfehlenswert!

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Vita

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach arbeitete sie als Autorin für Hörfunk und Print, bis ihr Debütroman »Altes Land« 2015 erschien. Mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Husum.

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06. Juli 2019

Lesung und Gespräch im Rahmen des Tübinger Bücherfests

15:00 Uhr | Tübingen | Lesungen
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06. Sep. 2019

Lesung

Cismar | Lesungen
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Mittagsstunde

28. Okt. 2019

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