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Angel Baby Thriller

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-43793-7

Erschienen: 09.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Ausgezeichnet mit dem Hammett Prize

Im Leben von Luz ist einiges schiefgelaufen: Sie hat ihre kleine Tochter in Los Angeles zurückgelassen, um in Tijuana einen mächtigen Drogenboss zu heiraten. Seither lebt sie wie eine Gefangene in Rolandos bizarrer Villa und ist seiner Willkür ausgeliefert. Doch heute ist der Tag, an dem Luz ihre Fehler wiedergutmachen wird. Sie schießt ihre Bewacher nieder, räumt den Tresor leer und flieht in Richtung Grenze. Alles oder nichts. Das Schicksal wird entscheiden, ob sie ihre Tochter findet oder beim Versuch draufgeht.

Weitere Infos zu "Angel Baby" von Richard Lange

»Richard Langes lässige, aufs Wesentliche verknappte Prosa klingt mal wie ein Country Song, bitter-süß und sehnsuchtsverweht, mal wie Hardcorepunk, rasend schnell und knallhart.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online

Richard Lange (Autor)

Richard Lange wurde in Oakland geboren und wuchs im kalifornischen San Joaquin Valley auf. Für seine Bücher wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem den Rosenthal Family Foundation Award for Fiction und war Stipendiat der Guggenheim-Stiftung. Lange lebt in Los Angeles.

www.richlange.com

»Richard Langes lässige, aufs Wesentliche verknappte Prosa klingt mal wie ein Country Song, bitter-süß und sehnsuchtsverweht, mal wie Hardcorepunk, rasend schnell und knallhart.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online

"Lange gelingt es, mit seiner raffinierten, skizzenhaften Prosa, seinen Figuren auf kleinstem Platz so viel Leben einzuhauchen, wie es andere Schriftsteller auf 1000 Seiten nicht meistern."

Süddeutsche Zeitung, David Steinitz (14.04.2015)

»Schön hartgesotten und geradeaus.«

Kulturspiegel

„Lange schreibt knapp und hart und unsentimental. Ein Roman wie ein Country-Song.“

Welt am Sonntag (03.05.2015)

»Konsequent erschüttert dieser Roman unsere Vorstellungen davon, was richtig und was falsch ist ... Angel Baby ist wild und unberechenbar wie eine Meute Klapperschlangen.«

Los Angeles Times

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Jan Schönherr
Originaltitel: Angel Baby
Originalverlag: Mulholland

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-43793-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 09.03.2015

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Schluss mit lustig, wenn die Frau abhaut

Von: Philipp Elph Datum: 07.03.2016

https://krimilese.wordpress.com/

Wer denkt, er wisse seit Don Winslows “Tage der Toten” und dessen als Dokumentarroman bezeichnetes Buch “Das Kartell” ausgiebig Bescheid über den Drogenkrieg in Mexiko, das brutale Geschäftsgebaren der Drogenbosse, die Verflechtungen von Geschäft und Familie, liegt falsch. Vieles wird bei Winslow klischeehaft dargestellt. Die Welt der Drogenmafia erscheint dort eingeteilt in weniger böse und ganz böse Typen.

P1030333Richard Lange dagegen zeigt, dass es in diesem Umfeld auch menscheln kann, zeichnet ein differenziertes Bild der Szenerie und der Beteiligten. Wir erfahren, was passiert, wenn die Frau eines Bosses ihren smarten Gatten verlässt. Dann ist Schluss mit lustig.

Das „Angel Baby“ Luz, war über einige Stationen aus L.A. kommend im Bett von Ronaldo, in der Szene „el principe“ genannt, gelandet und geheiratet worden. Ihre kleine Tochter Isabel hatte sie bei Verwandten in L.A. zurückgelassen, deren Existenz vor ihrem Mann verheimlicht. Zum dritten Geburtstag von Isabel möchte die Mutter zu ihrer Tochter, ihr wieder Mutter sein.

Doch so einfach ist das nicht. Angel Baby ist gefangen im goldenen Käfig, einer prächtigen Villa in Tijuana, in den Klauen eines wahren Despoten. Der erste Versuch, das Haus zu verlassen, geht schief. Dafür wird sie von ihrem Mann brutal bestraft. Ein Jahr später gelingt es Luz das Haus zu verlassen, nachdem sie die zwei anwesenden Hausangestellten erschossen hat. Mit der Waffe ihres Mannes und einem üppigen Bündel Bargeld aus dem häuslichen Tresor entkommt sie.

Unentdeckt bleibt ihr Verschwinden nicht und „el principe“ fühlt sich in seiner Ehre gekränkt, will Angel Baby zwecks Bestrafung zurück, denn was ihm gehört, will er nicht hergeben. Den „Rückholauftrag“ erhält Jerónimo, sein ehemaliger Geldeintreiber und als Ex-Killer ein Mann für spezielle Fälle. Der sitzt gerade im Knast sitzt, wird aber für diesen Auftrag dort herausgeholt – und allein diese Tatsache, dass das möglich ist, zeichnet den Boss aus und beweist dessen Macht und Besessenheit. Luz macht sich auf den Weg zu Isabel, wissend, dass Ronaldo sich auf ihre Verfolgung machen wird. Es geht um ihr Leben. Wird sie eingefangen, ist sie tot.

Mit Geld kommt sie zunächst weiter. Sie schlägt sich durch zu einem Schlepper, der engagiert Malone, einen Menschenschmuggler, der Lebendtransporte von Mexiko über die Grenze in die USA durchführt. Damit verdient sich der gealterte Surfer seinen Lebensunterhalt – und dazu braucht er nicht viel mehr als Alk und Drugs, dazu ein paar Dollar für den Einsatz bei Hunderennen. Groß sind die Ansprüche nicht. Einfach wird der Transfer nicht, denn nicht nur Jerónimo setzt sich auf die Spur, die Luz zieht, auch bei anderen weckt das dicke Bündel Bares Begehrlichkeiten.

Das Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.

Aber das ist nur die eine Seite des Romans. Die andere ist das Zusammenfinden von Luz und dem Menchenschmuggler Malone, der während des Wettlaufs mit den Verfolgern vom abgewrackten, perspektivlosen Surfer zum Menschenversteher mutiert. Dazu noch das Schwanken der Verfolger zwischen Konkurrenzverhalten und den Versuchen, Allianzen im Rennen um Ronaldos flüchtendes Eigentum– Luz und das Geld in ihrem Rucksack – des Drogenbosses einzugehen. Doch Jerónimo hat noch ein anderes Problem. Damit er seiner Verpflichtung nachkommt, den Auftrag zur Zufriedenheit zu erfüllen, „kümmert“ sich sein Boss um Frau und Kind des Jägers, für die er seine Karriere unter Ronaldo einst aufgeben wollte. Ein Pfand, mit dem Jerónimo schwerlich leben kann. Es ist verwirkt, wenn der Auftrag schief läuft. Es ist ein komplexes Gemenge von Gefühlen der Beteiligten, denn alle wissen: Geht es schief, endet diese Episode mit dem Tod.

Wie Richard Lange uns durch diese Ereignisse führt, wie er zum Ende kommt, ist spannend und ungewöhnlich, auch ungewöhnlich gut.

Packend und voller Überraschungen, doch manchmal sehr konstruiert

Von: Wulf Bengsch | Medienjournal Datum: 27.12.2015

medienjournal-blog.de/2015/12/review-angel-baby-richard-lange-buch/

Richard Langes "Angel Baby" kann man getrost als literarisches Road-Movie bezeichnen und dank der sorgfältig ausgearbeiteten Figuren lässt es sich spielend leicht in die Geschichte versetzen, die unerwartet viel Wert auf das Innenleben ihrer Charaktere und deren Beweggründe legt, leider am Ende allerdings ein wenig den Fokus aus den Augen zu verlieren scheint, wodurch einmal mehr deutlich wird, wie konstruiert die Story letztlich ist, doch tut das dem Lesegenuss kaum einen Abbruch, denn dafür ist Langes Schreibe dann doch zu gekonnt und kurzweilig.

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