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Anständig Essen Ein Selbstversuch

Kundenrezensionen (4)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-47647-3

Erschienen: 18.06.2012
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„Manchmal wünschte ich, ein Hackbraten wäre wieder ein Hackbraten, ein Grillfest ein großes Vergnügen und ich könnte in eine Bratwurst beißen, ohne dass dafür an finsteren Orten wochen- und monatelang gelitten wird.“ Bestsellerautorin Karen Duve wollte herausfinden, ob man sich heutzutage noch irgendwie moralisch korrekt ernähren kann. Und so wurde sie probeweise zur Bio-Käuferin, zur Vegetarierin, Veganerin und Frutarierin und schrieb ein ebenso augenöffnendes wie eindringliches Buch darüber. Ohne Moralpredigt, dafür mit dem ganz speziellen, knochentrockenem Duve-Humor.

"Ein gut lesbares Buch, das zum Nachdenken anregt – auch für Nicht-Vegetarier."

Brigitte (30.05.2012)

Karen Duve (Autorin)

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Bereits ihr Debüt »Regenroman« war ein sensationeller Erfolg. Auch ihre folgenden Romane »Dies ist kein Liebeslied«, »Die entführte Prinzessin« und »Taxi« waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. Zudem veröffentlichte sie zwei erfolgreiche Sachbücher zu aktuellen Themen. Für ihre Arbeit ist Karen Duve bereits mehrfach ausgezeichnet worden, die Presse feiert sie als »Ausnahmetalent unter den Autoren ihrer Generation« (Stuttgarter Zeitung).

"Ein gut lesbares Buch, das zum Nachdenken anregt – auch für Nicht-Vegetarier."

Brigitte (30.05.2012)

Originaltitel: Anständig Essen
Originalverlag: Verlag Galiani, Berlin 2010

Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-47647-3

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.06.2012

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Gähn..schnarch..

Von: Alfred E. Neumann  aus Emden Datum: 20.08.2016

Ein langweiliges und albernes Buch. Esst worauf ihr Lust habt. Wir grillen heute abend Lammkotlett, Hühnerspiesse und Rumpsteak. Und wisst ihr was....?? Ich habe total Bock drauf und werde anständig essen mit Freude und Genuss am Leben.

Anständiges Buch!

Von: Krinkelkroken Datum: 06.02.2016

kathrineverdeen.blogspot.de/

Wer kennt sie nicht – die ewige Nahrungsmitteldiskussion? Ist Milch nun gesund oder schädlich? Produzieren Vegetarier durch ihren ausgleichenden Milchprodukt-Konsum nicht eigentlich mehr Schaden als Fleischesser? Bio-Lebensmittel sind doch lediglich teurer anstatt gesünder? Ist es überhaupt möglich als Mensch keinen Schaden anzurichten und unter Berücksichtigung aller ethischen und moralischen Aspekte zu (über-)leben? In einem Selbstversuch geht die Autorin Karen Duve diesen Fragen sukzessive nach: Zwei Monate lang steigt sie auf eine reine Bio-Produkt-Ernährung um, lebt anschließend zwei Monate vegetarisch, weiterhin 4 Monate vegan und abschließend weitere zwei Monate fru(k)tarisch, um gegen Ende des Jahres eine Bilanz zu ziehen.

Bewertung: In einer Art Tagebuchform lässt Karen Duve den Leser an ihrer Ernährungsentwicklung teilhaben, wobei Eindrücke, Informationen und persönliche Erlebnisse gut und abwechslungsreich dosiert werden. Ein humoristischer, offener und intelligenter Sprachstil (ja, ich halte ihre vermeintlich naiven Aussagen für eine intelligente Art der Ironie), sowie exzellente Recherchearbeit runden den Bericht ab.
Vor Beginn des Experiments bezeichnet die Erzählerin sich als „Allesfresserin“, d.h. alle vier Ernährungsweisen sind absolutes Neuland für sie. Um die Lebensweise möglichst strikt einzuhalten verzichtet sie während ihrer veganen Phase auf jedwede Tierprodukte – quartiert unter Anderem sogar Daunenbetten, Lederwaren und Wollprodukte aus. Vorübergehend, wohlgemerkt. Je höher die sittenstrengen Ansprüche steigen, desto schwieriger wird es für sie diesen gerecht zu werden – Kosten, Zeitaufwand und Vorurteile nehmen mit jeder Phase zu.
Welche Auswirkungen menschliches Handeln hat und wie schwierig es sein kann, seinen eigenen Ansprüchen zu genügen, wird bei diesem Versuch mehr als deutlich. Kritische Stimmen bemängeln hingegen die laxe Umstellung und fehlende Konsequenz von Duves Studie. Da aber gerade Schwierigkeiten und Fehltritte beleuchtet, statt unter den Tisch gekehrt werden und eine realistische Umsetzung der Vorsätze (ggf. zulasten der Durchführbarkeit) von vornherein Ziel des Versuches ist, erweisen sich diese Kritikpunkte als unhaltbar. Nur weil sich die Dame vegan ernährt, muss man ihre Autonutzung meiner Meinung nach nicht als inkonsequent abstempeln. Und der Versuch zur halb- veganen Ernährung ihrer Katzen ist doch weit von Tierquälerei entfernt, sondern entspricht nun einmal den Verhaltensweisen strenger Veganer. Mit ihrem extremen Verhalten versucht die Erzählerin möglichst authentisch zu leben, was ich durchaus nachvollziehbar finde. Zwar stiftet sie auf familiären Grillfesten mit ihren neu gewonnenen Ansichten regelmäßig Unfrieden. Das werte ich allerdings mehr als amüsante Provokation, denn als ernst gemeinte Besserwisserei. Da sie lediglich ihren eigenen ethischen Vorstellungen gerecht werden möchte und auch alle Schwierigkeiten und Misserfolge sympathisch ehrlich (und oft unterhaltsam) schildert, sucht man den moralischen Zeigefinger vergeblich. Die Vorzeige-Lebensweise wird stets mit einem Augenzwinkern praktiziert. Am Ende wird das Wunschbild einer tugendreichen Ernährungsweise auch stark zugunsten der Durchführbarkeit korrigiert.
Ein weiterer oft gelesener Kritikpunkt lautet „Schleichwerbung“. Auch hier muss ich widersprechen. Gerade die Nennung einiger Lebensmittelmarken macht den Bericht realistisch und gibt wichtige Informationen preis. Zu keiner Zeit wird der Eindruck von unsachlicher Werbung verbreitet, sondern lediglich eine eigene Präferenz dargelegt. Und „Hela“ macht nun einmal das beste Curry-Ketchup, das fällt fast schon unter Allgemeinwissen.
Lediglich die nahezu fehlende Auseinandersetzung mit der Nahrungszubereitung tritt negativ hervor. Sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene wären Erörterungen und Inspirationen zu Vielfalt und Verarbeitung geeigneter Lebensmittel hilfreich und anregend gewesen. Denn auch vegane oder frutarische Ernährung muss nicht nur aus Fertignahrung oder Erbsen mit Kokosnussmilch bestehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist lebenswichtig und führt wahrscheinlich zwangsläufig zu einer Einschränkung in Sachen Tierschutz, so abstoßend das auch sein mag. Insgesamt wirkt der letzte Teil der Studie, das Frutariertum, am Schwächsten und hätte gut und gerne gekürzt oder auch weggelassen werden können.
Die Schlüsse, die Duve am Ende zieht, beinhalten einen realistischen Vorsatz, vor Allem aber eine ehrliche Bilanz.

Fazit: Für Menschen, die sich noch nicht mit den Folgen ihres Konsums auseinandergesetzt und bis jetzt keine Einschränkungen ihrer Ernährungsgewohnheiten praktiziert haben, ist dieser „Selbstversuch“ ein toller Einstieg, um dieses Versäumnis nachzuholen. Eine Wertung bleibt am Ende dem Leser selbst überlassen. Der Bericht wendet sich an interessierte Menschen, nicht an solche, die meinen, einen vegetarischen/veganen/frutarischen Lebensstil bereits perfektioniert zu haben. Die Erzählerin ist nicht fehlerlos, nicht allwissend, nicht unkritisch. Wer damit nicht umgehen kann, der sollte von diesem Buch die Finger lassen.

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