Beim Morden bitte langsam vorgehen

Roman

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»Mittlerweile liegt das Ganze sechs Jahre zurück und noch ist mir niemand auf die Schliche gekommen ...«

Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien hat Irene endgültig genug von ihrem Mann. Als sie eines Tages in einer alten Schachtel Bleibänder zum Beschweren von Vorhängen findet, kommt ihr die beste Idee ihres Lebens: Aus der immer so netten Bibliothekarin wird eine gerissene Hobbychemikerin, die ihre bisher von Braten- und Kuchenduft erfüllte Küche in ein Labor verwandelt. Dort bereitet sie Bleizucker zu. Geduldig rührt sie ihrem Mann täglich ein Löffelchen in den Kaffee. Bei den wirklich wichtigen Dingen muss man langsam vorgehen ...


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Blybröllop
Originalverlag: Brombergs, Stockholm 2017
Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10439-1
Erschienen am  08. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bitterböse aber kurzweilig

Von: Sarah Rawrpunx

25.12.2018

Irene hat sich ihr Leben völlig anders vorgestellt, ihr Alltag ist Routine und ihr Ehemann alles andere als liebevoll. Beim täglichen Hausputz fällt ihr ein altes Brautgeschenk ihrer Mutter in die Hände. Eine Dose voller Blei-Rollen, eigentlich gedacht für Vorhänge doch Irene hat andere Pläne damit. Nach 39 gemeinsamen Jahren könnte ihr Gatte doch mal den Löffel abgeben, hat er ja schon genug Jahre verlebt. Während sie alles plant und ausführt, wird in Rückblicken aus ihrem Leben erzählt. Kindheit, unerfüllte Träume und vom Kennenlernen ihres baldigen Verschiedenen. Ob ihr wohl jemand auf die Schliche kommen wird?
Die Geschichte ist wirklich bitterböse und nur für Leser, die diesen Humor teilen. Irene nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt von ihrem Leben, dass tatsächlich nicht so rosig verlief. Ob das allerdings das Ende ihres Gatten entschuldigt, soll mal dahingestellt bleiben. Anfangs hat man noch ein bisschen Mitleid mit ihr, doch schnell wurde mir Irene unsympathisch. Eine Frau, die jeden für ihr Unglück verantwortlich gemacht hat und zu spät für sich selbst eingestanden ist. Ich habe mir von der Geschichte mehr erhofft und war am Ende dann doch enttäuscht. Dennoch war es eine kurzweilige Unterhaltung, ich habe das Buch sogar in einem Rutsch weggelesen.


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DER ÜBERMÄSSIGE KONSUM VON ZUCKER KANN TÖDLICH SEIN ...

Von: Sarah M.

05.12.2018

Das Buch beginnt mit einer kurzen Erklärung der Protagonistin Irene, dass sie ein Notizbuch gefunden hat, welches ihre Mutter ihr damals zum Schulabschluss schenkte. In diesem Notizbuch möchte sie ihre Geschichte niederschreiben - wie sie Horst, ihren Ehemann, vergiftete. Irene ist seit 39 Jahren mit Horst verheiratet. 39 Jahre, in denen Horst den Ton angegeben hatte und Irene, um das Bild der braven Ehefrau bemüht, fügte sich ihm. 39 Jahre voll Sticheleien, Bevormundung und Einengung. Eines Tages findet Irene in einem alten Karton, in dem sie Gardinen lagert, Bleibänder findet, die normalerweise zum Beschweren ebendieser Gardinen verwendet werden. Irene kommt ein Gedanke, erst zögerlich, doch dann immer konkreter: Blei ist doch giftig, nicht wahr? Diese Geschichte ist unvergleichbar mit den Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Die Abgründe einer fast vier Dekaden dauernden Ehe zu lesen, hat etwas Abschreckendes an sich. Man ist größtenteils auf Irenes Seite, doch ich muss sagen, dass man sich manchmal auch fragt, warum sie Horst diese vielen Jahre hat gewähren lassen. Der Schreibstil ist absolut angenehm, das habe ich sehr genossen. Auch hat mich dieses Buch einiges gelehrt. Irene ist eben mittlerweile eine seniorige Frau, die viel Lebenserfahrung gesammelt hat. Ich gebe dem Buch deshalb vier Sterne, weil es in sich absolut stimmig, aber kein Highlight ist. Dennoch bin ich sehr froh, dass ich dieses Werk gelesen habe. Zudem ist das Cover sehr schön und das Hardcover fasst sich toll an! Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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Vita

Sara Paborn, 1972 geboren, war früher in der Werbebranche tätig und lebt heute als Autorin in Stockholm. 2009 veröffentlichte sie ihr Debüt. »Beim Morden bitte langsam vorgehen« ist ihr vierter Roman, mit dem Sara Paborn erstmals auf Deutsch zu entdecken ist.

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