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Berlin 1936 Sechzehn Tage im August

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10196-3

DEMNÄCHST
Erscheint: 11.12.2017

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Berlin im August 1936: Zehntausende Gäste aus aller Welt strömen in die Stadt. Die Olympischen Spiele locken die Besucher zu den Sportstätten, in die Straßen, Bars und Cafés. Für einen kurzen Moment wirkt Berlin in diesem Sommer weltoffen und unbeschwert, als schalte die Diktatur in einen Pausenmodus. Oliver Hilmes folgt Berlinern und Touristen, Sportlern und Künstlern, Diplomaten und Nazi-Größen, Nachtschwärmern und Showstars durch die fiebrig-flirrende Zeit der Sommerspiele und erzählt ihre Geschichten. Es sind Geschichten von Opfern und Tätern, von Mitläufern und Zuschauern. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Sommers.

"Propagandaschlacht im Stadion" - spiegel.de

Oliver Hilmes über seine Bücher: Video-Interview Zum Special

"Inszenierte Spiele" morgenpost.de

"Hinter den Kulissen von Hitlers Olympia 1936 - bz-berlin.de

Oliver Hilmes im Gespräch in der "Redezeit" - wdr.de

"Ich wollte hinter die Kulissen schauen" - Interview mit Oliver Hilmes auf deutschlandfunk.de

"Diktatur im Pausenmodus" - Rezension in der Sächsischen Zeitung

"Wie Hitler die ganze Welt täuschte" - stern.de

"Skrupellos gut erzählt" - Rezension in berliner-zeitung.de

"Propaganda und Spektakel" - Interview mit Oliver Hilmes

Oliver Hilmes (Autor)

Oliver Hilmes, 1971 geboren, wurde in Zeitgeschichte promoviert und arbeitet seit 2002 für die Stiftung Berliner Philharmoniker. Er ist Autor zahlreicher Bücher unter anderem über Franz Liszt und Ludwig II., seine Biographien über widersprüchliche und faszinierende Frauen »Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel« (2004) und »Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner« (2007) wurden zu Bestsellern.

12.10.2017 | 20:00 Uhr | Bonn

Gespräche über Musik
mit Oliver Hilmes und WDR-Redakteur Christoph Vratz

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Mehr Infos

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Originaltitel: Berlin 1936
Originalverlag: Siedler, München 2016

Taschenbuch, Broschur, 304 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 18 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-328-10196-3

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

DEMNÄCHST
Erscheint: 11.12.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Beklemmend und authentisch

Von: Manuela Candal Datum: 15.05.2017

meinetestecke.blogspot.com

"Vorsicht Spoiler!"
Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Sicher, wir alle wissen genau, was in der Zeit von 1933 bis 1945 passiert ist und wer hier an der Macht war und wir sind uns sicher alle einige: So etwas darf nie wieder passieren. Und trotzdem gibt es viele Details, die - zumindest mir - nicht ganz so gegenwärtig waren. Klar habe ich von den Olympischen Spielen 1936 gehört - und doch ist einem vielen verborgen geblieben. Obwohl ich selbst schon das olympische Stadion in Berlin besucht habe und tatsächlich eine Art Beklommenheit spüren konnte, so ist es doch noch etwas Anderes, aus einem Buch Details kennenzulernen, die man so nicht kannte.

Das Cover
Das Cover zeigt eine vollkommene Darstellung einer Schwimmerin vor einem klaren und blauen Himmel.

Der Autor
Oliver Hilmes wurde 1971 geboren und studierte Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris und Potsdam. Promoviert hat er in Zeitgeschichte und arbeitete in der Intendanz der Berliner Philharmoniker.
Seine Bücher befassen sich mit Themen, die Zeitgeschichte widerspiegeln. So verfasste er u.a. Bücher über Frauen, die faszinieren und auf ihre Art widersprüchlich sind.
Genauso gerne befasst er sich allerdings auch mit Biografien von großen Männern der Geschichte wie z.B. Ludwig II.

Klappentext
Berlin, Sommer 1936. Die Hauptstadt erstrahlt im neuen Licht und gibt sich liberal - auch gegenüber den so verhassten Juden. Schilder auf denen „Juden verboten“ steht, sind verschwunden. Eine Stadt, die Unbeschwertheit suggerieren will. Sie zeigt sich weltoffen und neutral - zumindest oberflächlich.
Im Hintergrund gehen die grausamen Geschehnisse weiter.
Doch augenscheinlich ist alles gut und Berlin begrüßt die Sportler aus aller Welt - zumindest für 16 Tage im Sommer 1936.

Inhalt
Deutschland befindet sich im Ausnahmezustand und so auch das Regime. Man möchte den Eindruck einer weltoffenen Stadt vermitteln. Die Spiele sollen im Mittelpunkt stehen und dies tun sie auch. Die Straßen Berlins spiegeln diese augenscheinliche Offenheit und Liberalität wieder, die vermittelt werden soll. Nicht nur Schilder, sondern auch die Schmierereien an Hauswänden und Geschäften von jüdischen Mitmenschen sind verschwunden. Kein negativer Schatten soll auf die Spiele fallen, von denen sich Hitler so vieles erhofft. Wie die „Überlegenheit der arischen Rasse“.
Dieser Zahn wird ihm jedoch auf jähe Weise gezogen. Sportler wie Jesse Owens gewinnen Medaillen, die Hitler lieber in Deutschland gesehen hätte.
Deutschland zeigt sich jedoch nicht nur auf dem Olympiagelände liberal, sondern auch auf den Straßen, Bars und Cafés.
So hört man z.B. Jazz und Swing aus den Bars dröhnen und kann die unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen zusammen sehen.
Auch wenn alles friedlich und ruhig erscheint, kann man unterschwellig schon wahrnehmen, was die Zukunft bringen wird. Deutlich erkennbar ist das offenkundige Unbehagen Hitlers, jedes Mal wenn er z.B. farbigen Spielern zum Gewinn applaudieren muss. Offenkundig seine Wut, als der Deutsche Olympionike Erich Borchmeyer verliert.
Oliver Hilmes streift hier die unterschiedlichsten Schicksale von Menschen, für die das Jahr 1936 eine besondere Bedeutung haben.
Auch Menschen, die man in Verbindung mit dem NS-Regime bringt, werden von Oliver Hilmes angeführt. So findet man hier große Namen wie z.B. Leni Riefenstahl, Hitlers bevorzugte Regisseurin, Fotografin und Meisterin der Inszenierung. Aber auch Gustav Gründgens, der große deutsche Schauspieler, der unter dem NS-Regime zum Staatsschauspieler ernannt wurde.

Aufbau
Das Buch ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Der Autor hat jedem Tag ein Kapitel zugeordnet, in dem ausführlich jeder einzelne Tag, dieser 16 Tage beschrieben wird.

Schreibstil
Mitreisend geschrieben, authentisch und lebendig, als ob man selbst dabei wäre. So liest sich dieses Buch.

Fazit
Ein Buch, das auf der einen Seite beklemmend ist, auf der anderen Seite aber anschaulich zeigt, wie das NS-Regime systematisch einen Schein aufbaut, den es nicht gibt.
Man kommt zum Schluss, dass alles gut inszeniert war. Eigentlich begann hier schon der Anfang vom Ende des NS-Regimes, dass aber bis dahin noch viele dunkle Momente erleben würde.
Oliver Hilmes vermittelt in diesem Buch alle Facetten des NS-Regimes auf anschauliche und authentische Art und Weise.

Berlin 1936

Von: miss.mesmerized  aus Deutschland Datum: 17.12.2016

https://missmesmerized.wordpress.com/

Es sollte ein großes Spektakel werden, um der Welt zu zeigen, wie sich Deutschland nach dem ersten Weltkrieg erholt hat und nun zu einer nie gesehenen Stärke gekommen ist. Im Sommer 1936 trägt das NS Regime die Olympischen Spiele in Berlin aus. Tausende Sportler und Journalisten aus aller Welt kommen in die Hauptstadt, um sich zu messen. Das Bild, das die Nationalsozialisten von sich zeichnen wollen, ist klar: weltoffen, technisch unerreicht und organisiert wie niemand zuvor. Offener Rassismus soll nicht zur Schau getragen werden, aber hinter den Kulissen wird natürlich daran gearbeitet, dass diejenigen Sportler, die in die Ideologie passen, besonders hervorgehoben werden. Eine Triumphdemonstration sollen die Spiele werden: niemand kann sich mit Deutschland 1936 messen.

Der Historiker Oliver Hilmes zeichnet die sechzehn Tage im August 1936 detailliert und doch erzählerisch ansprechend nach. Er mischt Tatsachenmeldungen – Wetterlage, Berichte aus dem Polizeipräsidium etc. – mit Einzelschicksalen etwa jüdischer Bewohner, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und mit Sorge das Treiben beobachten. Daneben die Reportagen über die Wettkämpfe, die Sieger und das Publikum. Insbesondere der überragende Jesse Owens, der so gar nicht in das Weltbild der NSDAP passen will und doch vom Publikum frenetisch bejubelt wird. Im Olympiastadion wie auch abseits kann man sich kaum entziehen, dies merkt auch Tom Wolfe, amerikanischer Autor und als Reporter entsandt.

Hilmes verzichtet auf Kommentare, weder ordnet er Geschehnisse ein noch stellt er einen größeren Zusammenhang her. Er lässt die Episoden für sich stehen und wirken und schafft so ein Kaleidoskop unterschiedlicher Perspektiven auf die Spiele, die sich problemlos zu einem Gesamtbild fügen, das keiner weiteren Erläuterungen mehr bedarf. Auch wenn man historisch interessiert und durchaus auch im Detail mit den Geschehnissen vertraut ist, kann der Autor doch durch den Aspekt der Spiele nochmals ein weiteres Mosaiksteinchen der NS Machtdemonstration hinzufügen, der verdeutlicht, wie weit doch die Reichweite und auch die Planungen dieser Ideologie gingen und wie präzise das Land schon 1936 auf die kommenden Ereignisse vorbereitet war.

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