Berlin 1936

Sechzehn Tage im August

Taschenbuch
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Berlin im August 1936: Zehntausende Gäste aus aller Welt strömen in die Stadt. Die Olympischen Spiele locken die Besucher zu den Sportstätten, in die Straßen, Bars und Cafés. Für einen kurzen Moment wirkt Berlin in diesem Sommer weltoffen und unbeschwert, als schalte die Diktatur in einen Pausenmodus. Oliver Hilmes folgt Berlinern und Touristen, Sportlern und Künstlern, Diplomaten und Nazi-Größen, Nachtschwärmern und Showstars durch die fiebrig-flirrende Zeit der Sommerspiele und erzählt ihre Geschichten. Es sind Geschichten von Opfern und Tätern, von Mitläufern und Zuschauern. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Sommers.

»Ein rasantes Porträt. Historische Quellen so lebendig zu machen ist ein Gewinn für den Leser.«

ZDF "aspekte"

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Berlin 1936
Originalverlag: Siedler, München 2016
Taschenbuch, Broschur, 304 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 18 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10196-3
Erschienen am  11. Dezember 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Berlin 1936 - Sechzehn Tage im August

Von: Patrick Schlenz aus 77731 Willstätt

18.05.2018

Das Buch über die Olympischen Spiele beleuchtet das größte Sportereignis, das während des 3. Reiches stattfand, interessanter Weise aus verschiedenen Blickwinkeln Der Aufbau des Buches, der die einzelnen Wettkampftage in Kapitel untergliedert, finde ich sehr gelungen. In den jeweiligen Kapiteln wird scheinbar Banales, wie beispielsweise die tägliche Wettervorhersage geschickt mit der teilweise grausamen Wirklichkeit der Nazi-Diktatur gekoppelt. Seien es die Anweisungen der Reichspressekonferenz für die Presseberichterstattung, oder die Mitteilungen über kriminelle Ereignisse, die täglich durch die Staatspolizeistelle Berlin gesammelt werden. Der brutale Alltag von Menschen, die in Deutschland ständiger Angst leben wird ebenso gestreift und beschrieben, wie die Erlebnisse, die Touristen, Sportler und Nazi-Größen während dieser Tage. Die Ambivalenz zwischen der nach außen gezeigten heilen Welt in der Nazi-Diktatur, die durch die Olympischen Spiele perfekt in die ganze Welt hineingetragen wird, und der gelebten Realität, insbesondere von Menschen, die das Regime als Gegner ansieht oder die sich im aktiven oder passiven Wiederstand zur NS-Diktatur begeben haben, machen das Buch so interessant und für mich sehr wertvoll. Was mir ebenfalls sehr gut beim Lesen gefiel ist das Letzte Kapitel, das beschreibt, was aus den Menschen wurde, deren "Olympia-Geschichte" im Buch erzählt wurde. Insgesamt ist dieses Buch für alle Leser, die am 3. Reich oder der Geschichte der Olympiade interessiert sind, eine interessante Ergänzung zur bislang vorliegenden Literatur. Aus diesem Grund bewerte ich dieses Buch als sehr gut.

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Danach weiß man wirklich alles über Hitlers Sommermärchen!

Von: sk

17.01.2018

Klappentext: Berlin im August 1936: Zehntausende Gäste aus aller Welt strömen in die Stadt. Die Olympischen Spiele locken die Besucher zu den Sportstätten, in die Straßen, Bars und Cafés. Für einen kurzen Moment wirkt Berlin in diesem Sommer weltoffen und unbeschwert, als schalte die Diktatur in einen Pausenmodus. Oliver Hilmes folgt Berlinern und Touristen, Sportlern und Künstlern, Diplomaten und Nazi-Größen, Nachtschwärmern und Showstars durch die fiebrig-flirrende Zeit der Sommerspiele und erzählt ihre Geschichten. Es sind Geschichten von Opfern und Tätern, von Mitläufern und Zuschauern. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Sommers. Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover zeigt eine Turmspringerin. Es ist nicht voller Elemente gestaltet worden, aber genau dieses eine Element ist ausdrucksvoll und vor allem ist das Cover an den Inhalt des Sachbuches angepasst worden. Zum Inhalt: Berlin im August 1936. 16 Tage wird die Hauptstadt zum Mittelpunkt der Welt. Die Olympischen Spiele lassen die dunklen Schatten fast unsichtbar werden und an die goldenen 20er scheinen wieder da zu sein. Deutschland gibt sich weltoffen, keine Juden-Vorbotschilder und Swing-Musik in den Kneipen. Doch im Hintergrund wird Hitlers perfider Plan weiter geschmiedet. Zum Schreibstil: Oliver Hilmes berichtet in 16 Kapiteln streng chronologisch über die Tage vom ersten bis sechzehnten August 1936. Dabei beginnt jedes Kapitel mit dem entsprechenden Wetterbericht des Reichswetterdienstes für Berlin des jeweiligen Augusttages und einem passenden Foto zu dem jeweiligen Tag. Desweiteren gibt es Auszüge aus den täglichen Anweisungen der Reichspressekonferenz, Anordnungen des Berlinder Polizeipräsidenten, Auszüge aus dem Berliner Lokal-Anzeiger, der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz und auch Auszüge aus dem persönlichen Tagebuch Joseph Goebbels. Der Autor Oliver Hilmes begeistert außerdem durch die akribische Recherche, das parallele Erzählen von teils nur winzigen Begebenheiten, und das Geschick, ein Lebensgefühl, eine unnachahmliche Athmosphäre zu schaffen. Es kommen verschiedene Menschen zu Wort. Goebbels, Thomas Mann, Tom Wolfe, Ernst Rowohlt Mascha Kaléko, aber auch normale Menschen wie Du und ich, die sich kritisch dem Hitler- Regime äußern. Mein Fazit: Danke an das Bloggerportal und dem Siedler- Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares! Hitler, Goebbels und ihren Getreuen gelang es mit Hilfe dieses Sportgroßereignisses noch einmal, sich durch eine perfekte Inszenierung und Organisation und ein beeindruckendes Ambiente als friedliebende und verlässliche Partner der Völkerfamilie zu präsentieren. Ich hatte mit "Berlin 1936" ein Sachbuch erwartet, dass ich ein Buch bekommen würde, das sich wie ein spannender Roman liest und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, hätte ich aber nicht gedacht. Dabei ist das Buch unglaublich intensiv und auch informativ. Dementsprechend gebe ich diesem doch etwas anderem Sachbuch 5 von 5 Sternen und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Vita

Oliver Hilmes, 1971 geboren, wurde in Zeitgeschichte promoviert und arbeitet seit 2002 für die Stiftung Berliner Philharmoniker. Er ist Autor zahlreicher Bücher unter anderem über Franz Liszt und Ludwig II., seine Biographien über widersprüchliche und faszinierende Frauen »Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel« (2004) und »Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner« (2007) wurden zu Bestsellern.

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Zitate

"Danach weiß man wirklich alles über Hitlers Sommermärchen. (…) (Ein) atemberaubendes Buch (...)."

Elmar Krekeler, welt.de

»Das Buch ist wie eine Zeitmaschine. Oliver Hilmes schafft es, den Leser in eine fremde Zeit eintauchen zu lassen.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 26.07.2016

»Die leichtfüßig-elegante Erzählung eines Sommers vor 80 Jahren.«

Berliner Zeitung

»Aus Kuriosa und aus ernsten Begebenheiten hat Oliver Hilmes eine Alternativ-Geschichte der Olympischen Spiele verfasst, ohne Effekthascherei, äußerst kurzweilig und mit Sinn für Spannung.«

Deutschlandfunk

»Akribisch recherchiert (...). Ein dichtes, packendes Porträt jener sechzehn Tage im August (...), spannend zu lesen wie ein Roman.«

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