Bevor ich jetzt gehe

Die letzten Worte eines Arztes an seine Tochter

Taschenbuch
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Mit gerade einmal 36 Jahren wird bei Paul Kalanithi Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die Karriere als Neurochirurg, die gemeinsame Zukunft mit seiner Frau Lucy, alles löst sich in Luft auf. Doch Paul gibt nicht auf. Er beginnt zu schreiben: Was macht das eigene Leben lebenswert? Was tun, wenn die Lebensleiter keine weiteren Stufen bereithält? Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen, wenn das eigene Leben zu Ende geht? Bewegend schildert der junge Arzt in diesem Vermächtnis für seine Tochter seine Gedanken über die ganz großen Fragen und seinen Abschied vom Leben.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Gaby Wurster
Originaltitel: When Breath Becomes Air
Originalverlag: Random House New York
Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10120-8
Erschienen am  10. Juli 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Interessante Thematik, leider aber manchmal nicht richtig greifbar, tiefgehend

Von: Gabi

01.08.2018

Handlung Es geht um Paul Kalanithi, der Autor des Buches, der mit 36 Jahren an Lungenkrebs leidet. Im ersten Teil geht es dann um sein Leben als Arzt, dann kommt ein weiterer Teil, als er dann zum Patient wird. Am Anfang steht ein Prolog und am Ende ein Nachwort , geschrieben von seiner Frau, da er das Buch nie fertig schreiben konnte. Themen sind vor allem die Sinnhaftigkeit des Lebens, das Sterben und wie Paul mit der Diagnose umgeht. Außerdem soll das Buch auch an seine Tochter gerichtet sein, die wenige Monate alt ist, als Paul stirbt. Schreibstil Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, und außergewöhnlich. Der Autor hat neben Medizin auch Literatur studiert und man merkt einfach, dass er wirklich mit Worten umzugehen weiß. Daneben zitiert auch oft Textstellen aus ganz verschiedenen Büchern oder Gedichten - von den meisten habe ich zum Beispiel noch nie gehört. Seine Sprache ist aber definitiv einzigartig. Man muss an einigen Stellen mehr interpretieren, denn manchmal fragt man was bestimmte Aussagen bedeuten sollen, die irgendwie fern von der Handlung erscheinen. Aber genau das ist denke ich auch sein Wille gewesen. Meistens habe ich verstanden, warum er genau so schreibt oder irgendetwas erwähnt, aber eine Stelle, als es um Glaube und Religion und Gott ging, habe ich echt nicht verstanden. Das sollte man auf jeden Fall wissen, wenn man das Buch liest: Man kann mit einigen Stellen nicht wirklich etwas anfangen, wenn man sich nicht darauf einlässt, oder bestimmte Stellen eben zweimal liest. Das ist aber auch nicht durchgehend so, nur an manchen Stellen. Dazwischen ist die Handlung aber klar. Er philosophiert sehr stark über das Leben und den Tod und da kommen viele Geschichten auf, und manche muss dann eben in den Kontext einordnen und interpretieren. ch fand das Buch dennoch sehr lesenswert. Mich hat die Thematik interessiert. Ich bin ein großer Fan von Greys Anatomy und als es um die verschiedenen Patienten ging und seinen Alltag als Arzt, hat mich das an die Serie erinnert. Seine Auslegung über den Sinn des Lebens und wie er mit seiner Diagnose umging fand ich auch sehr interessant. Obwohl die Geschichte tragisch ist, wurde es nicht dramatisiert, das kam auch einmal im Nachwort zur Sprache und das fand ich gut. Was mich nur manchmal gestört hat, war dass manche Aussagen übertrieben waren. Einmal hat er Aussagen darüber gemacht, was seiner Meinung nach die Hauptbotschaft des Alten und neuen Testaments wären und ich finde irgendwie, dass diese Stelle sehr abgehoben klang, als ob es nur darin ging, sein Wissen zu zeigen oder anzugeben, aber das ist nur meine Meinung. Das Buch hat mich sehr traurig gemacht, weil immer wieder die eigene Sterblichkeit betont wird und ich bin der Meinung (anders als Pauls Meinung), dass es besser ist, nicht daran zu denken, weil man sonst nur traurig wird und dann nicht den Moment oder den Tag genießen kann, da man dann zu sehr damit beschäftigt ist, daran zu denken, dass jederzeit alles vorbei sein könnte. Klar, wenn man eine schwere Krankheit hat ist das natürlich etwas Anderes, weil diese Tatsache dann immer präsent ist. Seine Aussagen darüber, wie er immer zwischen Wissenschaft und Literatur stand und wie die beiden sich ergänzen und widersprechen, ebenso wie eine Stelle über das Empfinden der Zeit fand ich dagegen sehr interessant. Ebenfalls fand ich die Stelle als Lucy, seine Frau über seinen Tod schreibt sehr berührend. Ich hatte wirklich Gänsehaut und da sieht man was Sprache irgendwie alles bewegen kann. Insgesamt gab es also einige Aspekte, Stellen und Themen, die angesprochen wurden, die ich sehr interessant fand. Fazit: Die Thematik finde ich super interessant, also es ist definitiv lesenswert. Nur manchmal fiel es mehr schwer, seine Aussagen zu verstehen, oder ich hatte eine ganz andere Meinung. An anderen Stellen fand ich seine Ansichten aber sehr interessant. Das Buch ist sehr kurz und lässt sich schnell lesen, ich kann es insgesamt empfehlen, wenn man an Themen wie dem Sinn des Lebens, Endlichkeit, Krankheit interessiert ist.

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Rezension: Paul Kalanithi - Bevor ich jetzt gehe

Von: Eden

02.12.2016

Rezension: Bevor ich jetzt gehe - Paul Kalanithi Rezension: Bevor ich jetzt gehe - Paul Kalanithi Was am Ende wirklich zählt - Das Vermächtnis eines jungen Arztes (mit Spoiler!) "Vielleicht werde ich später sterben, als ich heute annehme, aber ganz bestimmt früher, als ich mir wünsche." Kalanithi ist eine unverwechselbare Mischug aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit zu Lebzeiten gelungen. Wer diese kluge und zutiefst humane Meditation über die letzten Dinge in die Hand nimmt,legt sie so schnell nicht wieder weg. - Berliner Morgenpost. Kurz zusammengefasst geht es um einen Arzt, der viele Menschen von Krebs befreit und am Ende selber Krebs bekommt, doch solch eine Zusammenfassung ist viel zu lapidar und unwürdig. Seitdem ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe, habe ich mich immer von Krebsbüchern ferngehalten. Nicht, weil ich sie schlecht oder zu traurige fand. Sondern einfach, weil die Geschichten oft gleich waren. Doch die Geschichte von Paul Kalanithi war anders. Paul erzählt in diesem Buch von seinem Leben, wie er seinen Job als Neurochirurg erreichte, wie er sein Leben auf die Reihe, bekam und wie er den Sinn des Lebens und den Tod erforschte. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: Der Arzt und Der Patient. Am meisten angetan hat mir seine Berufswahl. Ich selbst bin in einem Alter, in dem ich nicht weiß, was ich werden soll und genauso ging es Paul. Aber er hat genau das getan, von dem ich mir wünsche, es auch zu tun. Während er davon erzählt, wie er sich den Weg zum Neurochirurg erkämpft, philosophiert er. Seine unglaubliche Klugheit hat mich beeindruckt und mich dazu geführt, dieses Buch weiterzulesen. Ich wusste, das das Buch mit Pauls Tod endet, aber irgendwie hatte ich immer wieder die Hoffnung, dass er überlebt und als er dann am Ende gestorben ist, war ich nicht traurig. Ich habe von mit gelernt, seine Diagnose zu akzeptieren und von ihm gelernt, den Tod zu akzeptieren. Die Stellen, wie er genau seinen Alltag als Chirurg beschreibt brachten mir den Beruf auch nochmal näher und zeigte mir, dass Ärzte auch bloß Menschen sind. Menschen auf denen eine verdammt große Verantwortung liegt, die sie auf manchmal runterdrückt, aber auch Menschen, die stark sind, damit umzugehen. Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich das Buch fantastisch, weil es einfach die Wahrheit ist. Fast als hätte er jeden seiner klugen Gedanken aufgeschrieben und dabei seine Lebensgeschrichte erzählt. Auf der anderen Seite löste es immer, wenn ich daran denke, dass ein so großartiger Mensch gestorben ist, ein komisches Gefühl in mir aus. Paul Kalanithi starb im März 2015, immer wenn ich das lese, frage ich mich, was ich wohl zu der Zeit gemacht habe. Nicht, wie Paul lebte, sondern wie er dem Tod ins Auge geblickt hat, hat mich beeindruckt. Der griechische Stoiker Seneca sagte einmal, er habe den Tod geprüft und wüsste daher, dass der Zustand vor dem Tod der selbe ist, wie nach dem Tode. Ich glaube ihm nicht, aber ich würde Paul gerne das Zertifikat zustecken, dass er den Tod geprüft hat. Er hatte so viel damit in seiner Karriere als Arzt zutun, dass er, als er selbst die Diagnose von Krebs bekam, damit umgehen konnte. Es war nicht angenehm, aber er ist nicht daran zerbrochden und deshalb ist er ein Held für mich. Ein Vorbild von der Denkweise und ein Anstoß, dass ich keine Angst vor dem Tod haben sollte, da er so wieso kommt. Es gibt selten Menschen, die solch tiefgründige Denker sind, wie Paul. Menschen, die mit genau so viel Witz an die Sache gehen, wie Ernsthaftigkeit. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ich dieses Buch wirklich genossen habe. Es gibt Helden, wie Spiderman, Batman und Superman und dann gibt es noch Paul Kalanithi, der wahrscheinlich viel mehr Leben rettete wie die drei Erstgenannten zusammen. Manchmal stellen Leute die Frage, wer ich sein wollen würde, wenn ich nicht ich wäre. Jetzt würde ich antworten, dass ich gerne ich sein würde, aber später ein bisschen so werden wollen würde, wie Paul es war. Einfach ein Vorbild. Ebenso haben mir die Zitate in dem Buch gefallen. Sie haben das Ganze noch einmal eine Spur melancholischer gemacht. You that seek waht life is in death, Now find it air that once was breath. New names unknown, old names gone: Till time end bodies, but sould none. Reader! Then make time, while you be, But steps to your enternity. -Baron Brooke Fulke Greville, Caelicia LXXXIII Ich hatte immer den Wunsch, irgendetwas auf der Welt zu hinterlassen, was die Menschen mich nicht vergessen lässt und ich glaube, Paul hat es geschafft. Ich würde dem Buch 5/5 Sterne geben.

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Vita

Paul Kalanithi war Neurochirurg und Autor. Er studierte Englische Literatur, Biologie, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie bevor er anschließend die Yale School of Medicine absolvierte. Er starb im März 2015 mit nur 37 Jahren, während der Arbeit an seinem Buch. Er hinterlässt seine Familie, seine Frau Lucy und ihre Tochter Elizabeth Acadia.

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