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Bevor ich sterbe Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-47106-5

Erschienen: 09.11.2009
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Eine Geschichte über den Tod und die Liebe – glaubwürdig, herzzerreißend und von überwältigender Ausdrucksstärke

Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun ... Und dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?

"Unvergesslich. Dieses Buch lässt keinen mehr los."

The New York Times

Jenny Downham (Autorin)

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

"Unvergesslich. Dieses Buch lässt keinen mehr los."

The New York Times

"Eine aufrichtig und unsentimental erzählte Geschichte über den Tod, das Leben und die Liebe, die zutiefst bewegt."

Bücher Aktuell

"Eine wirklich sehr bewegende Geschichte, die einem bewusst macht, wie kostbar das Leben ist."

Sabine Täger, Ronsdorfer Bücherstube, Wuppertal

"Manchmal gibt es Geschichten geschrieben von Engeln. Dies ist so eine!"

Monika Neuschwanger, Collibri Buchladen GmbH, Schweinfurt

"Eine lange Lesenacht! Ein wunderbares Buch."

Renate Paetzmann, Buchhandlung Die Eule, Hofgeismar

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Aus dem Englischen von Astrid Arz
Originaltitel: Before I die
Originalverlag: David Fickling Books (Transworld Publishers), London 2007

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-47106-5

€ 8,95 [D] | € 9,20 [A] | CHF 11,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 09.11.2009

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Herzerwärmend und herzzerreißend.

Von: Jessica Idczak aus Hamburg Datum: 10.08.2014

www.schattenwege.net

Tessa weiß, dass sie sterben wird, früher als alle, die sie kennt. Nach mehrjährigem Kämpfen und einer auf eigenen Wunsch abgebrochenen, weil sehr aggressiven Therapie eröffnen ihr die Ärzte, dass keine Chance auf Heilung mehr besteht. Für Tessa ist dies Grund genug, zu resignieren und sich im Bett zu vergraben – sicher hat sie noch Wünsche und Träume, doch was soll ihr die Erfüllung derselben noch bringen, wenn ihr Leben doch sowieso bald vorbei sein und sie unter der Erde verrotten wird? Ihr Umfeld, allen voran ihr Vater, ihr kleiner Bruder und ihre beste Freundin, bemüht sich nach allen Regeln der Kunst, Tessa aus ihrem Schneckengehäuse und zurück ins Leben zu holen. Sie möchten das Mädchen davon überzeugen, dass sie trotz oder gerade wegen der nur noch wenigen ihr verbleibenden Zeit alles daran setzen sollte, eben diese Tage, Wochen und Monate zu nutzen und zu genießen.
Und schließlich tut Tessa genau das. Sie erstellt eine Liste mit zehn Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben will – ganz unterschiedliche Dinge, die für jeden anderen Jugendlichen zum normalen Alltag bzw. Erwachsenwerden dazugehören. Erfahrungen, die Tessa unter anderen Umständen sowieso automatisch irgendwann gesammelt hätte, die durch ihre Krankheit jedoch nie eine Rolle spielten. Experimente, die für normale Jugendliche nichts Besonderes darstellen, die für Tessa aber vor allem die Bedeutung von Leben annehmen. Kleine Ziele, deren Erreichen in Tessa Kampfgeist und Überlebenswillen wecken und ihr so vielleicht nicht mehr Zeit verschaffen können, wohl aber ihre verbleibenden Lebensmomente bereichern. Nicht nur für sie, sondern auch für ihre Lieben.

Als sie auf den Nachbarsjungen Adam aufmerksam wird, kommt schließlich ein weiterer Punkt auf die Liste: Liebe. Da Adam mit einer recht labilen Mutter ebenfalls sein Päckchen zu tragen hat, geht die Annäherung sehr langsam vonstatten, scheint aber von Anfang an unausweichlich zu sein. An Weihnachten schließlich gestehen sich beide endlich ihre Gefühle füreinander ein und schaffen es zeitweilig sogar, Tessas Krankheit und ihre gezählten Tage zu verdrängen. Durch die Zeit mit Adam stellt Tessa erst fest, wie lebenswert ihr Leben noch immer sein kann, und ihre Wunschliste wächst weit über zehn Punkte hinaus. Viele der Sehnsüchte, die Adam in ihr weckt, werden nicht mehr in Erfüllung gehen können, dessen sind sich alle Beteiligten durchaus bewusst. Trotzdem tut jeder Einzelne alles in seiner Macht Stehende, um Tessas letzte Wochen möglichst erfüllt vergehen zu lassen. Bis schließlich – viel zu früh – das Unausweichliche eintritt, überschlagen sich die Ereignisse und allen ist mit jedem Tag immer mehr bewusst, dass nichts im Leben ewig hält – nicht einmal das Leben selbst.

"Bevor ich sterbe" erzählt Tessas Geschichte nicht von Anfang an, aber bis zum bitteren Ende. In diesem verhältnismäßig kleinen Ausschnitt eines Lebens mit einer tödlichen Krankheit findet jedoch mehr Platz, als den Anschein haben mag. Den Leser erwarten verschiedenste Emotionen und Gefühlsausbrüche, oft unschöne, aber immer nachvollziehbare Handlungen und erstaunlich starke Charaktere – nicht nur in dem, was sie tun und wie sie sich geben, sondern auch in der ganzen Gesamtgestaltung. Jenny Downham schafft es, durch ihre Protagonistin eine Verzweiflung und einen Hunger nach Leben sprechen zu lassen, den man nur selten in unterhaltender Gegenwartsliteratur findet. Vergleichbare Bücher kommen einem während des Lesens in den Sinn und unbewusst versucht man, Vergleiche zu ziehen, um doch festzustellen, dass es nichts Vergleichbares gibt. So einzigartig wie jeder Einzelfall, jedes Einzelschicksal im richtigen Leben sind auch die Romane, die sich mit der Thematik „Krebs“ auseinandersetzen. Doch nur wenige schaffen es, beim Leser nicht nur ein bedrückendes Gefühl zu hinterlassen, sondern neben den enthaltenen Informationen auch Mut, Verantwortung und Lebensfreude zu entdecken.

Was "Bevor ich sterbe" einzigartig macht, sind vor allem die vielseitigen Charaktere, die ein bunter Haufen sind, von dem man niemals erwarten würde, dass sie unter einen Hut passen könnten. Doch genau das ist Jenny Downham gelungen: Sie verbindet derart unterschiedliche Menschen zu einem Netz, das Tessa Halt und Sicherheit bietet – gegenseitige Unterstützung wird natürlich durch Tiefpunkte und kleinere Reibereien durchzogen, doch gerade das macht diesen Roman zu dem realistischen Werk, das den Leser als Gesamtkunstwerk schlichtweg überzeugt. Man verspürt gemeinsam mit Tessa den Drang, immer mehr und noch mehr erleben zu wollen, und freut sich über jeden kleinen Sieg und Fortschritt. Auf den ersten 250 Seiten kann man sogar – wie auch die Protagonisten – teilweise vergessen, um welch ernstes Thema "Bevor ich sterbe" sich dreht. Dabei fehlt jedoch nie der Tiefgang oder die Emotionalität – die Autorin schafft perfekte Balance zwischen all diesen Punkten, unterhält den Leser und gibt ihm zwischendurch auch immer wieder die Möglichkeit zum Nachdenken.

Es lässt sich nur schwer einschätzen, wie der Roman auf direkt Betroffene wirken mag. Als Außenstehender hat man immer eine andere Sicht- und Herangehensweise an solche Themen, doch man kann in "Bevor ich sterbe" einen guten Eindruck dessen gewinnen, was Betroffene durchmachen – als derjenige mit der Krankheit und auch als dessen Angehörige und Freunde. Ein beeindruckendes Buch, das noch lange nachhallt und wohl im Bereich der Jugendliteratur zu den wichtigsten Titeln für diese Thematik gehört.

Fazit:

Dass schwere Krankheiten inzwischen bereits im Kinder- und Jugendalter ein Thema sind, wirkt sich mittlerweile ebenfalls stark auf die Literatur aus. "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham bringt die Thematik für Jugendliche nachvollziehbar, aber auch für Erwachsene ansprechend aufs Papier. Ernsthaftigkeit verbunden mit einer angenehmen Leichtigkeit trotz der thematischen Schwere und sympathische Charaktere machen dieses Buch zu einem herzerwärmenden und herzzerreißenden Roman, der sicher nicht zu den leichtesten, aber emotionalsten Lektüren gehört.

Wertung: 4,5 von 5 Schwertpaaren

Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4,5/5

Bewegende Geschichte, doch die Umsetzung war Mittelmäßig

Von: Steffi Datum: 21.02.2016

dieserbuecherblog.blogspot.de/

Das Cover von „Bevor ich sterbe“ ist sehr einfach gehalten und ist mir nicht sofort ins Auge gesprungen. Hätte ich schon nicht davor von dem Buch gehört, hätte ich es wohl nie angeschaut. Die Farbauswahl finde ich jedoch sehr gut. Das schlichte Weiß mit roten Akzenten passt ganz gut. Ansonsten sieht man das Mädchen darauf im Pyjama, was natürlich zur Geschichte passt. Aufgrund ihrer Krankheit verbringt sie viel Zeit im Bett, da sie oft sehr müde ist.

Tessa hat mit ihren jungen 16 Jahren Leukämie und man spürt, dass sie keine Lust mehr hat das Leben zu genießen und vollkommen auszukosten. Auf einer Liste hat sie festgehalten, was sie noch alles erleben will bevor sie stirbt. Als sie den erst Punkt abhacken konnte, fällt sie in plötzliche Unlust weiteres davon zu machen. So legt sie die Liste wieder zur Seite und schenkt ihr vorerst keine weitere Beachtung. Als sie auf ihren Nachbarn Adam trifft ändert sich für Tessa so vieles. Er scheint sie wirklich zu verstehen und so lernen sie sich kennen und lieben. Plötzlich erfährt sie, dass ich nicht mehr viel Zeit bleibt und sie setzt ihre gesamte Energie darin, ihre Liste vollständig zu bearbeiten. An ihrer Seite ist ihre beste Freundin Zoey und auch Adam hilft ihr dabei. Erst jetzt wird ihr deutlich dass sie noch nicht sterben will, sie will leben, sie will mit Adam zusammen sein. Und so kämpft sie.

♥♥♥

Downham bringt den Lesern eine traurige und herzzerreißende Geschichte nahe. Der Schreibstil von Downham hat mir in dem Buch leider überhaupt nicht gefallen. Ihre Sätze hat sie meist sehr kurz gehalten und auch die wörtliche Rede hat mich nicht überzeugen können. Zwischendurch passiert einfach gar nichts und die Handlung ist eher langweilig. Doch es gibt auch durchaus interessante Passagen, die das wieder etwas Wett machen. Erst zum Ende hin hat es mich voll und ganz überzeugen können und die Story hat dann auch mich berührt. Um ehrlich zu sein hatte ich mir mehr erhofft und wurde so natürlich etwas enttäuscht. Trotzdem regt es einem zum Nachdenken an. Auch eine Haupthandlung konnte ich nicht genau erkennen. Vor dem lesen dachte ich eher das Abarbeiten ihrer Liste steht im Mittelpunkt, doch dem war nicht ganz so. Die Charaktere haben mir ganz unterschiedlich gefallen. Tessa kann sehr nett, aber dann auch wieder total unzufrieden und gemein zu ihren Mitmenschen sein. So hat sie oft Stimmungsschwankungen und ist unzufrieden. Als Leser findet man sie zuerst einfach nur nervig, doch bedenkt man was sie erwartet ist es ganz Verständlich dass sie sich derart verhält. Zeitweise entfernt sie sich von ihren Freunden und ihrer Familie, aus Angst dass sie sie verletzten wird und genau das möchte sie nicht. Doch alle stehen ihr zur Seite und geben ihr die nötige Kraft. Ihre beste Freundin ist mir immer noch ein großes Rätsel. Ob sie wirklich eine gute Freundin ist, wird erst zum Ende deutlich. Dazwischen nimmt sie keine Rücksicht auf Tessa und lässt sie oft auch alleine, obwohl Tessa sie mehr denn je brauchen würde. Tessas Vater und ihr Bruder sind mir die Sympathischsten Charaktere der gesamten Geschichte. Ihr Bruder liebt seine Schwester, auch wenn er ihr das nicht immer zeigt. Er hat große Angst vor dem Tod von Tessa und doch lässt er sich nichts anmerken. Er versucht für seine Schwester stark zu sein und genauso verhält sich auch Tessas Vater. Als Tessa Adam kennenlernt wird ihr klar was es heißt jemanden wirklich zu lieben. Adam ist immer an ihrer Seite und würde alles für sie tun. Er liebt sie von ganzem Herzen und das merkt man auch.

Abschließend kann ich sagen, dass das Buch seine Höhen und Tiefen hat, die Story ist sehr tiefgründig und bewegt einen zum Nachdenken, der Schreibstil dagegen ist nicht besonders ansprechen und auch die Charaktere sind mal so mal so. Alles in allem ein bewegendes Buch mit einem traurigen Ende, das eher ein Mittelmaß ist.

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